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Raubtiere: Die gefährlichen Helfer

Wenn ein*Löwe ein Büffelkalb zerfleischt, ein Gepard ein Zebrafohlen reißt, regt sich im Menschen Mitleid mit dem Opfer. Doch ohne Raubtiere droht*den Gejagten das Aussterben: Löwe, Wolf und Weißer Hai sind Garanten einer intakten Umwelt. Wo sie fehlen, ändert sich sogar das Klima.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...811037,00.html
  1. #1

    Artikel interessant gestartet

    Aber ich habe dann abgebrochen, als ich das las: "Über ihren Kot und ihr Ableben entziehen sie das Klimagas Kohlendioxid dem Kreislauf, denn der tote Wal versinkt in den Tiefen der Ozeane und mit ihm das gebundene Kohlendioxid."

    Kann man nicht endlich damit aufhören, alles auf Klima und CO2 zu reduzieren? Da bekommt man echt die Krise, wenn überall "Klimabilanzen" aufgestellt und der ganze pseudowissenschaftliche Unfug betrieben werden.
  2. #2

    Zitat von schönbergwebernberg Beitrag anzeigen

    Kann man nicht endlich damit aufhören, alles auf Klima und CO2 zu reduzieren?
    Gerade im Kontext des Artikels wäre effektiv die andere Seite der Problematik interessant gewesen: Absinkende Biomasse dürfte weit relevanter sein als Eintrag in nährstoffarme Tiefseebereiche. Es stellt sich da also eher die Frage, wie sich etwa Veränderungen in Walpopulationen auf gewisse Tiefseeökosysteme auswirken.
  3. #3

    Zusammenhänge verstehen

    Zitat von schönbergwebernberg Beitrag anzeigen
    Aber ich habe dann abgebrochen, als ich das las: "Über ihren Kot und ihr Ableben entziehen sie das Klimagas Kohlendioxid dem Kreislauf, denn der tote Wal versinkt in den Tiefen der Ozeane und mit ihm das gebundene Kohlendioxid."

    Kann man nicht endlich damit aufhören, alles auf Klima und CO2 zu reduzieren? Da bekommt man echt die Krise, wenn überall "Klimabilanzen" aufgestellt und der ganze pseudowissenschaftliche Unfug betrieben werden.
    Ist es denn so schwer zu verstehen, dass wissenschaftlich vorgehende Menschen nach Zusammenhängen suchen? Der Mensch hat der Welt sein Gesicht aufgedrückt und ahnt nicht einmal, wie weitgehend das gesehen ist.

    Mit der Ausrottung unserer Raubtiere, allen voran dem Wolf, haben wir sicherlich das Leben des einen oder anderen Pilzsammlers gerettet, und müssen Schafherden weniger beschützen, aber andererseits ist dadurch der Bestand an Rot- und Dammwild sowie Wildschweinen unglaublich gestiegen. So stark, dass nirgendwo in Deutschland neuer Wald ohne Einzäunung wächst, weil jeder junge Trieb verbissen wird.

    Auch der Walfang war vermutlich kontraproduktiv. Ein Argument für die Aussrottung der Wale war die Nahrungskonkurrenz für Fische. Nun verdichten sich aber die Hinweise, dass Wale über das Binden von Stickstoff der Atemluft im Kot für eine wichtige Düngung der nährstoffarmen Meere sorgten, die das Planktonwachstum erhöht hatte.

    Das ist sowohl für den Fischbestand, also auch für den CO2 Kreislauf von Bedeutung. Machen Sie die Augen zu, andere übernehmen die Forschung und finden Zusammenhänge, um zu verhindern, dass es in Zukunft weiterhin dauerhaft verkarstete Gegenden wie in Spanien, Italien, Jugoslavien oder Griechenland gibt. Der Einfluß des Menschen das die Vegetation dort schon vor zweitausend Jahren zerstört.
  4. #4

    Mensch sollte besser Mitleid mit seinen milliardenfach eingekerkerten Opfern haben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn ein*Löwe ein Büffelkalb zerfleischt, ein Gepard ein Zebrafohlen reißt, regt sich im Menschen Mitleid mit dem Opfer. Doch ohne Raubtiere droht*den Gejagten das Aussterben: Löwe, Wolf und Weißer Hai sind Garanten einer intakten Umwelt. Wo sie fehlen, ändert sich sogar das Klima.

    Raubtiere: Die gefährlichen Helfer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Ein Mensch, bei dem sich Mitleid regt wenn er im warmen Sessel sitzend die Fernsehbilder vom sterbenden Zebra sieht, sollte sich klarmachen dass er nur die letzten Momente eines freien, wohl unter Schock stehenden Tieres sieht und nicht sein Leben. Der durchschnittliche direkte Einfluss eines Räubers auf eine freie Beute bezogen auf die Zeit dürfte im hunderttausendstel- oder Millionstel-Bereich deren Lebenszeit liegen. Die Natur ist ein sehr gutes System.

    Und er sollte sich klarmachen dass z.B. die Eier und das Fleisch welche er dabei isst von Tieren stammen die dafür IHR GESAMTES LEBEN in brutaler Einkerkerung verbracht haben, das ist gelinde ausgedrückt ein sehr großer Unterschied (zumal am Ende dieses Lebens ebenfalls ein gewaltsamer Tod steht, und zwar ein völlig chancenloser). Lebenslange Gefangenschaft hat es in der Natur nie gegeben und die Perversion und Grausamkeit dieser Einkerkerung nimmt in der Gegenwart stetig extremere Formen an.

    Die Brutalität der freien Natur ist in weiten Teilen eine Illusion welche die heutige Menschheit sich geschaffen hat um ihre eigenen, in der Geschichte des irdischen Lebens nie auch nur ansatzweise dagewesenen extrem grausamen Verbrechen verdecken zu können.
  5. #5

    Zitat von schönbergwebernberg Beitrag anzeigen
    ........
    Kann man nicht endlich damit aufhören, alles auf Klima und CO2 zu reduzieren? Da bekommt man echt die Krise, wenn überall "Klimabilanzen" aufgestellt und der ganze pseudowissenschaftliche Unfug betrieben werden.
    Genau so ist es, während des Gejammers über die Umwelt, führt allein die Bundesrepublik seit 10 Jahren einen unsinnigen Krieg in Afghanistan, ohne auch nur im geringsten an die Umwelt zu denken. Ich weiss gar nicht, wie viele Tonnen Sprengstoffe, Treibstoffe verbraten werden.

    Der Gedanke, dass die Unfähigkeit zu komplexen Denken, die Welt regiert, wird für mich übermächtig.

    MfG. Rainer
  6. #6

    unfähigkeit und überheblichkeit

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Genau so ist es, während des Gejammers über die Umwelt, führt allein die Bundesrepublik seit 10 Jahren einen unsinnigen Krieg in Afghanistan, ohne auch nur im geringsten an die Umwelt zu denken. Ich weiss gar nicht, wie viele Tonnen Sprengstoffe, Treibstoffe verbraten werden.

    Der Gedanke, dass die Unfähigkeit zu komplexen Denken, die Welt regiert, wird für mich übermächtig.

    MfG. Rainer
    werden unvermeidlich das Überleben unsere Enkel dermassen erschweren dass unsere Spezies nur noch in beschützte Reservate überleben kann, und vielleicht nicht mal dann, mit ein bisschen glück sind unsere dna resten für die Nachwelt als Dünger noch zu verwerten.
  7. #7

    Erhalt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Und so sorgen die Füchse - wenn auch indirekt - für den Erhalt des Ökosystems Tundra....
    Raubtiere: Die gefährlichen Helfer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Erhalt eines Briefes, eines Schecks

    ErhaltUNG eines Ökosystems!!! Das Ökosystem Tundra kommt nicht neu dazu - das gab es schon immer. Der Brief und der Scheck kommen neu dazu. Kleiner und feiner Unterschied.
  8. #8

    Ich zitiere mich selbst...

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    Erhalt eines Briefes, eines Schecks

    ErhaltUNG eines Ökosystems!!! Das Ökosystem Tundra kommt nicht neu dazu - das gab es schon immer. Der Brief und der Scheck kommen neu dazu. Kleiner und feiner Unterschied.

    "Auch der Arterhalt im Zoo"... Ja, denn hier entstehen neue Arten - wo denn sonst!
  9. #9

    Lexik

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    Erhalt eines Briefes, eines Schecks

    ErhaltUNG eines Ökosystems!!! Das Ökosystem Tundra kommt nicht neu dazu - das gab es schon immer. Der Brief und der Scheck kommen neu dazu. Kleiner und feiner Unterschied.
    Nö, wieso? Das kann beides bedeuten: Duden | Erhalt | Bedeutung, Rechtschreibung, Synonyme, Grammatik


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