Rattenversuch: Schokolade löst ungehemmte Essgier aus

dapdDer Anblick genügt: Schokolade setzt im Gehirn eine opiumähnliche Substanz frei, die zumindest Ratten nach immer mehr gieren lässt, berichten Forscher. Demnach könnten Menschen zum kiloweisen Verzehr verleitet werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...857106,00.html
  1. #1

    Essgier?

    Das Wort kannte ich bisher noch nicht. Das muss/sollte wohl "Fressgier" heißen.
  2. #2

    Ist Schokolade wirklich gleich Schokolade?

    ... weit davon entfernt, mich als repräsentativ für die Menschheit zu halten, scheine ich dennoch nicht der einzige mit diesen Erfahrungen zu sein:

    Esse ich schwarze, bittere Schokolade, so reichen 2 oder 3 Stück (max. 10 Gramm) und ich bin satt und höre auf. Fange ich jedoch eine braune Milka oder Ritter-Sport an, so höre ich nicht auf bis die ganzen 100 Gramm weg sind.

    Ähnlich ergeht es mir mit Kartoffel-Chips. Ich käme zwar nie auf die Idee, mir welche zu kaufen, weil es mich danach überhaupt nicht gelüstet. Esse ich aber irgenwo mal ein paar Stück davon, habe ich nicht eher Ruhe bis alles weg ist. Neugierig, warum das wohl so ist, habe ich mal einen Selbsttest gemacht und mir eine Tüte ohne Geschmacksverstärker geholt. Die Folge? Ein paar Stück davon gegessen, und schon war ich satt.

    Mein Verdacht: Lebensmittelhersteller setzen gezielt Mischungen oder Zusatzsubstanzen ein, die die natürliche Sättigungshemmschwelle außer Kraft setzen. Vielleicht sollte man mal in deren Laborarchiven kramen.

    PS: Was macht eigentlich den Unterschied aus zwischen McDonalds Pommes Frittes und solchen aus der Dorfkneipe? Zubereitungsfrische oder besseres Öl dürfte es kaum sein. Gemäß des verbreiteten Images heißt es "Quialitätsauswahl der Kartoffeln". Ehrlich gesagt, dafür erscheint mir der Unterschied zu heftig.
  3. #3

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Mein Verdacht: Lebensmittelhersteller setzen gezielt Mischungen oder Zusatzsubstanzen ein, die die natürliche Sättigungshemmschwelle außer Kraft setzen. Vielleicht sollte man mal in deren Laborarchiven kramen.
    ich glaube nicht, daß da gezielt was eingesetzt wird. dann das dürfte mittels moderner analysemethoden schon längst herausgekommen sein.

    ich glaube kaum, daß sich das irgendeine .schutz-organisation so einen analysefund entgehen lassen würde. alleine schon die schlagzeilen dazu dürfte die spendengelder dann in bisher nicht gekannte größenordnungen ansteigen lassen.

    und das würde sich keine der organisationen entgehen lassen.
  4. #4

    nicht illegal, sondern legal natürlich

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    ich glaube nicht, daß da gezielt was eingesetzt wird. dann das dürfte mittels moderner analysemethoden schon längst herausgekommen sein.
    Unsere Nahrungsmittel sind doch vollgepfropft mit allerlei Zusätzen. Und das ginge sicherlich auch gar nicht mehr anders, zumindest was deren Einsatz zu Haltbarkeitszwecken angeht.

    Schon über durchaus legale Aromastoffe, Geschmacksverstärker, etc. lassen sich unsere Sinne gut manipulieren (es müssen ja nicht gleich Pheremone sein <g>).

    Ich hatte mal einen Nachbarn, ein Chemiker, der hat schon 1980 in einer relativ kleinen Firma (Naarden International) über solche Aroma-Konzentrate geforscht. Dass Unilever die Firma dann 1987 aufgekauft hat, war sicherlich kein Zufall.
  5. #5

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Unsere Nahrungsmittel sind doch vollgepfropft mit allerlei Zusätzen. Und das ginge sicherlich auch gar nicht mehr anders, zumindest was deren Einsatz zu Haltbarkeitszwecken angeht.

    Schon über durchaus legale Aromastoffe, Geschmacksverstärker, etc. lassen sich unsere Sinne gut manipulieren (es müssen ja nicht gleich Pheremone sein <g>).
    Ich hatte mal einen Nachbarn, ein Chemiker, der hat schon 1980 in einer relativ kleinen Firma (Naarden International) über solche Aroma-Konzentrate geforscht. Dass Unilever die Firma dann 1987 aufgekauft hat, war sicherlich kein Zufall.
    das mag ja alles sein. aber trotzdem bin ich der meinung, daß wenn es solche gezielten manipulatioren in bestimmten lebensmittel gäbe, wären foodwatch und alle anderen schon längst auf dem "kriegspfad".

    ich bin mir sicher, daß es solche maßnahmen nicht gibt. was es gibt, ist möglicherweise eine gewöhnung an schokolade oder chips.

    aber den effekt, daß man nicht aufhören kann, wenn es etwas leckeres gibt, hat man auch bei selbstgemachten speisen, keksen, kuchen oder desserts. und da sind erfahrungsgemäß keine "geheimen" sachen drin.
    im gegenteil. und es ärgert schon gewaltig, wenn die kekse, die mühevoll in der adventszeit gebacken wurden, vor heiligabend schon halb (oder mehr als die hälfte) aufgefuttert sind. heidesand-kekse unterliegen da erfahrungsgemäß einem ganz besonders hohen schwund. :-)
  6. #6

    optional

    Soso, dafür brauchts wieder Versuchstiere und Cambridge-Wissenschaftlwer. Was ist daran jetzt neu?
  7. #7

    Selbstversuche ... Ergebnisse

    Ich unternehme seit 40 Jahren Schokoladen Verzehr Selbstversuche, beinahe täglich. Ich opfere mich für die Forschung und zahle die Versuchskosten aus eigener Tasche. Ich bin ein Held, ein stiller Held.

    Vorläufiges Forschungsergebnis:
    ►Man kriegt davon einen riesengroßen Bauch.
    ►'Davon' meint nicht die Schokolade oder Milch in dem Zeuchs, 'davon' meint den bösen Zucker.
    ►Man kriegt davon Karies. Da kannst du schrubben und gurgeln bis der Arzt kommt, der böse Zucker ist unbesiegbar.
    ►Rechnet man die Karieskosten auf die Schokolkade um (Zahnersatz und Zhanbehandlung), kosten 100gr nicht aktuell etwa 79 Cent sondern ein Vielfaches davon. Ja, die Nebenkosten sind bei der Forschung ganz ganz übel.
    ►Die gute Nachricht 1: Von Schokolade kriege ich keinen Lungenkrebs ... ätsch Raucher
    ►Die gute Nachricht 2: Der 'lila' Hersteller hat klammheimlich den schlimmen Fettgeschmack (ranziger Geschmack) aus seiner Schokolade herausgenommen. Achtung: Mindesthaltbarkeitsdatum ab Juni 2013. Die schmeckt jetzt wieder so lecker wie früher. Ich forsche tapfer weiter. Ich bin eben ein stiller Held.
  8. #8

    Wer hätte das gedacht....

    Wenn man etwas isst, das gut schmeckt, will man einen Nachschlag?

    Sollte man ganz schnell noch für den Ig-Nobel Preis nachreichen.
  9. #9

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Unsere Nahrungsmittel sind doch vollgepfropft mit allerlei Zusätzen. Und das ginge sicherlich auch gar nicht mehr anders, zumindest was deren Einsatz zu Haltbarkeitszwecken angeht.

    Schon über durchaus legale Aromastoffe, Geschmacksverstärker, etc. lassen sich unsere Sinne gut manipulieren (es müssen ja nicht gleich Pheremone sein <g>).
    Wie kommen Sie auf die Idee, dass Manipulation und böse Chemie und künstliche Suchtstoffe dahinterstecken müssen? Es gibt auch eine wesentlich einfachere Erklärungsmethode: Was gut schmeckt, essen wir gern. Es gibt schließlich auch unzählige Beispiele für handgemachtes Essen, das suchterzeugend gut schmeckt, hier ein paar davon aus meinem Erfahrungsschatz:

    Wenn ich an das Brot meines Großvaters denke, frisch aus dem Backofen: Da konnte ich mich auch nicht zurückhalten. Oder auf diversen Familienfeiern hab ich schon bis kurz vor der Übelkeit in mich reingestopft, weil das selbstgemachte Essen einfach so unverschämt lecker war. Dabei esse ich normalerweise eher maßvoll.

    Verschwörungstheorien zeichnen sich meist duch Logikfehler oder unnötig komplizierte Randbedingungen aus. Occam's Razor FTW!