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Ratlose Internet-Politiker: Warum der Radiergummi fürs Web versagen muss

Das Internet soll endlich vergesslich werden, das fordern die Bundesminister Aigner und de Maizère. Ein "digitaler Radiergummi" soll peinliche Bilder nach ein paar Jahren von allein aus dem Netz katapultieren. Klingt gut - klappt aber nie.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...738957,00.html
  1. #160

    Titel

    Zitat von herkurius Beitrag anzeigen
    2. Jemand hat gesagt, das mit der Verschlüsselung, sozusagen ein virtuelles Ablaufdatum, sei technisch nicht möglich. Ist es aber, wenn keiner einen Computer haben darf, der Bilder so einfach ohne Prüfung desselben anzeigt.
    Sie haben das gleiche Problem, das die Filmindustrie mit HDMI und einer End-to-end-Verschlüsselung als Kopierschutz etablieren wollte. Sie wollen die Daten zwar verteilen aber gleichzeitig die Kontrolle behalten. Das wird nicht funktionieren.

    Bei einfachen Bildern stehen sie noch vor ungleich größeren Problemen. Wie wollen Sie verhindern, das jemand eine Bildschirmkopie macht, während ihr Bild angezeigt wird? Zur Not mit einem Fotoapparat?

    Diese ganzen Ansätze gehen in die falsche Richtung. Soetwas wie Privatsphäre gibt es im Internet nicht. Unsere Enkel werden sich mit einem breiten Grinsen daran erinnern, wie eine ganze Generation den Selbstversuch unternommen hat ihren Facebook-Account mit der kuscheligen Intimität ihres Schlafzimmers auszustatten.
  2. #161

    Nix Titel

    Zitat von Downwind Beitrag anzeigen
    (...) Diese ganzen Ansätze gehen in die falsche Richtung. Soetwas wie Privatsphäre gibt es im Internet nicht. Unsere Enkel werden sich mit einem breiten Grinsen daran erinnern, wie eine ganze Generation den Selbstversuch unternommen hat ihren Facebook-Account mit der kuscheligen Intimität ihres Schlafzimmers auszustatten.
    Eventuell mit einem weinenden Auge, denn möglich wäre dies ja. Man müsste dem Unternehmen nur Handschellen anlegen und sie zwingen automatisch eben einfach die sicherste Einstellung zu verwenden und die Accounts bei Anfrage auch ohne wenn und aber zu löschen und die damit verbundenen Dateien in einem Zeitrahmen von.. ach sagen wir einer Woche. Das ist so eine dieser Sachen, die könnte man blitzschnell festlegen. Aber nöööö der Staat redet lieber über sich automatisch löschende Bilder als gäbe es nicht wirklich wichtige Dinge.
  3. #162

    .___.

    oh mein gott.... ich muss einfach nur lachen!
    aber so richtig!!!

    ich mein... wozu diskutieren? es ist glasklar!!
    das Internet ist ein Universum für sich!

    ach herrje... ich kann es echt nicht fassen xDDDD
    und an sowas verschwendet man sein steuergeld. fein :3
  4. #163

    Pff Titel sind was für wusses

    Hallo

    Habe mir alle Beiträge durchgelesen und festgestellt:
    Bei allem "Technobabble" erwähnt kein Beitrag, dass das Problem eng mit dem Verhalten der User verknüpft ist.

    Beispiel Raubkopie:
    Bei akutellen Computerspielen ist der Aufwand eines "Hacks" so exorbitant groß, dass der normale User einfach zu faul ist und 40€ zahlt. Oder ein Jahr wartet, dann gibts das Game für 10€

    MP3s und Filme werden nur so penetrant schwarz gezogen, weil - Das ist die Ironie - der illegale Download unkomplizierter, bequemer und schneller ist, als der legale Kaufvorgang. Entschuldigung, hier hat der Warenproduzent was falsch gemacht. Das sage ich als Tontechniker.
    Dank Itunes wird auch für Geld gedownloadet. Weils bequem ist.
    Der Kunde will ja gar nicht bescheissen und 99cent ist ihm ein Song auch wert.
    Der Kunde will einfach nicht mehr als 3 mal klicken müssen.

    Wir brauchen gar keinen Radiergummi. Wozu? Wer nach einem Foto mehr als 15 Klicks lang suchen muss, der tut das einfach nicht.
    Schauen sie sich gerade Jugendliche am Computer an: Die wollen alle weder recherchieren, noch warten.
    Faktisch alle Internetaktivitäten beginnen auf google, facebook, youtube oder wikipedia.
    Und eine Website, die nicht von den großen Suchmaschienen gelistet ist, wird faktisch nur noch von eingeweihten gefunden.

    Es braucht keinen Radiergummi. Man muss nur die Indizierung der Daten durch die Suchmaschienen erschweren. Das ist nicht so schwer. Wir zwingen sie, wie die Chinesen, einfach per Gesetz. Uns wurscht ob das kostet, oder ob google das nicht will. Die spuren schon.

    So gehts:

    Man gibt google Parameter / Statistikdaten von Bildern, die geblockt werden sollen. Fortan blockiert google bei der Suche alle Bilder di ähnliche Parameter haben. Man darf dann auch "genauer suchen" anklicken, damit die Suchergebnisse eben genau abgeglichen werden und wirklich nur das gesperrte Bild gefiltert wird. Dauert dann aber länger - macht also keiner.

    Facebook kann man einfach per Gesetz zwingen eine "Verfallsdatum"-Funktion einzubauen.
    Und schwupps. Problem erledigt.

    Ein Geschmäckle bleibt. Den technischen Versierten wird kein Chip auf dem Motherboard, keine feste IP, kein Bundestrojaner mehr davon abhalten an ALLE Daten des Internets ran zu kommen.

    Also Bürger, seid nicht dumm. Und trennt die physikalische Verbindung zum Netz, wenn ihr die Revolution plant. Oder eure Daten schützen wollt.
  5. #164

    Austricksen

    Zitat von paraxis Beitrag anzeigen
    und sie wollen damit ausschliessen, dass jemand dieses Prüfverfahren, welches auf der Gegenseite (Bilddatei) eine bestimmte signatur erwartet, austrickst ?
    Und wird es dann ausgetrickst...was dann ? Neuer Chip für alle Pcs ?
    Man kann es drehen und wenden wie man möchte, diese absolute "Lösung" wird es nie geben und ist schwachsinnig.
    Will ich das? Wo steht das? Plädiere ich dafür oder habe ich eine Andeutung eines anderen Foristen ausgearbeitet und eine technische Möglichkeit erklärt? Rede ich gegen eine Wand?
  6. #165

    Hm...

    Zitat von tbd Beitrag anzeigen
    Die Verwirklichung kann nur auf eine Art klappen, eine technisch sehr einfache Lösung: Heute sind 98% aller Bilder im Web JPG-Dateien. Hier müsste es ein neues Nachfolgeformat mit.....
    Und was passiert wenn man nach drei Jahren mal vergessen hat die Bilder zu kopieren die man behalten möchte bzw. die bestehen bleiben sollen?
    Das macht die ganze Sache Diskussion -auch den Radiergummivorschlag- m. E. noch dämlicher.

    Szenario: Man gibt vorsichtshalber 2 Jahre als "Lebensdauer" an. Nun verändert sich nichts Weltbewegendes und man möchte, dass die Bilder weiter existieren. Vermutlich müsste man dann jedes einzelne Bild "verlängern". Damit das nicht jeder kann müsste es wieder einen sicheren Zugang geben. Dieser könnte dann wiederum geknackt werden usw. und so fort.
  7. #166

    Vorschlag:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet soll endlich vergesslich werden, das fordern die Bundesminister Aigner und de Maizère. Ein "digitaler Radiergummi" soll peinliche Bilder nach ein paar Jahren von allein aus dem Netz katapultieren. Klingt gut - klappt aber nie.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...738957,00.html
    Was erwartet man von Politikern, die vermutlich denken Browser sei ein Slang Begriff für einen Duschkopf?
    Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

    Vorschlag:
    Frau Aigner und Herr Maizère reisen von Server zu Server.
    Dort nehmen sie jede Datei unter die Lupe und entscheiden:
    Peinlich = Löschen!
    Terrorist = Urheber verhaften!
    Untersützt werden sie dabei von einer 100 köpfigen Ethik- und Anti-Terror Kommision.
  8. #167

    ...

    Zitat von sajuz Beitrag anzeigen
    Beispiel Raubkopie:
    Bei akutellen Computerspielen ist der Aufwand eines "Hacks" so exorbitant groß, dass der normale User einfach zu faul ist und 40€ zahlt. Oder ein Jahr wartet, dann gibts das Game für 10€
    Stimmt so eher nicht. Der normale User muss lediglich ein paar Dateien kopieren/ersetzen und fertig. Ein "exorbitanter" Aufwand besteht da nicht. Und noch eine Haarspalterei: Nennt sich nich Hack sondern Crack xD
    Zitat von sajuz Beitrag anzeigen
    Schauen sie sich gerade Jugendliche am Computer an: Die wollen alle weder recherchieren, noch warten.
    Wie kommst du denn darauf? Schonmal Jugendlichen über die Schulter geschaut? UNd dazu noch allen!? mag sein dass manche so drauf sind, aber es gibt genug Jugendliche die gerne recherchieren (sei es aus wissenshunger oder sonstwas xD) und dementsprechend wissen wie mam im internet recherchiert.


    Zitat von sajuz Beitrag anzeigen
    Es braucht keinen Radiergummi. Man muss nur die Indizierung der Daten durch die Suchmaschienen erschweren. Das ist nicht so schwer. Wir zwingen sie, wie die Chinesen, einfach per Gesetz. Uns wurscht ob das kostet, oder ob google das nicht will. Die spuren schon.
    ich hoffe da trieft die Ironie....
  9. #168

    Nachtrag

    Na, so ironisch meinte ich es gar nicht.

    Fest steht: Wenn man Daten für technisch versierte, gezielt stöbernde Teilnehmer unzugänglich machen will, wird der technische und politische Aufwand unverhältnismäßig. Es gibt keinen "Radiergummi"!
    Es stimmt also, was im Netz ist, ist im Netz
    Es stimmt aber auch, dass der durchschnittliche User, weder technisch versiert, noch irgendwie interessiert ist.

    Zitat von Stille Wasser Beitrag anzeigen
    Stimmt so eher nicht. Der normale User muss lediglich ein paar Dateien kopieren/ersetzen und fertig. Ein "exorbitanter" Aufwand besteht da nicht. Und noch eine Haarspalterei: Nennt sich nich Hack sondern Crack xD
    Doch das stimmt, mein Argument bezieht sich auf das Nutzerverhalten. Um ein aktuelles Spiel zu "cracken" (beim Wort liegen sie richtig) muss man zum Beispiel in einem Forum stöbern, sich How-tos durchlesen, sie verstehen.
    Der nördige 12-Klässler mit den ungeschnittenen Fingernägeln, sagt dazu natürlich nur "lol" oder "rofl" und crackt ein game mit links, ausser bei Spielen, die eine Internetverbindung voraussetzen.

    Aber der normale Nutzer, der über ein Einkommen verfügt, sagt sich nach 1er Stunde: "Ach was solls, 40€ sind nicht die Welt" und kauft das Ding einfach.

    Genauso mit Songs. Wenn ich ein Lied auf Itunes sofort für 1€ haben kann... Wieso sollte ich dann 10 blöde Boards nach dem richtigen 1-click-hoster-link durchforsten. Von der nervigen xxx-Werbung und den vielen Viren ganz zu schweigen.

    Also bleibt meine Argumentation:

    Wenn man das Auffinden von Bildern zu einer nervigen und zeitraubenden Angelegenheit macht, dann sind 99% aller user schon ausreichend geschützt.
    Um das Auffinden von Bildern zu erschweren genügt es also schon, dass technische Problem auf die internen Systeme der Betreiber sozialer Netzwerke und des google-Konzerns abzuwälzen. Per Gesetz. Da weder Facebook, noch google auf den deutschen Markt verzichten werden, werden sie die Forderungen (unter Protest) umsetzen.

    Kein Personaler der Welt nimmt sich mehr als 10 Minuten für einen "Google-Check", oder einen "Facebook-Check" eines Bewerbers. Erschwer den Check und der check fällt weg.

    Ein "Verfallsdatum" INNERHALB von Facebook IST technisch ohne weiteres machbar. Wär doch ein Schritt.

    Und wie gesagt: Wenn jemand Ressourchen und böse Absichten hat, hilft es nur NICHT online zu sein.
    Aber ein Privatdetektiv findet auch ohne Netz raus, wieviel du verdienst, wo du wohnst und welche Pornos du so guckst.

    Also.

    Einen guten Tag wünsche ich
  10. #169

    Nix Titel

    Wozu ein Verfallsdatum auf Facebook? Wie schon gesagt würde es reichen, einfach eine Accountlöschung einzubauen und dazu die Daten innerhalb von 7 Tagen auch von den Servern dann löschen zu lassen. das würde reichen. Ein Verfallsdatum selbst braucht es nicht, eine einfache und unkomplizierte Accountlöschung reicht vollkommen. Man klickt dahin, bestätigt das man weg will und nach 7 Tagen kann man sicher sein, dass auch alles weg ist. Jemand der hingegen gehackt wurde (wie bei Deviantart manche Künstler) wird diese Zeit reichen es rückgängig zumachen.








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