Rating-Herabstufung: Euro-Retter müssen um Slowenien bangen

APMarode Banken und kaum Wirtschaftswachstum: Slowenien gerät immer mehr unter Druck. Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes herabgestuft, es ist nur noch knapp über Ramsch-Niveau angesiedelt. Experten prophezeien: Slowenien muss Finanzhilfen beantragen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...847979,00.html
  1. #1

    Wie haben wir nur früher ohne den Euro gelebt?

    Es gab ein Leben vor dem Euro. Jedes Land musste selbst Haushalten. Deutschland sah zu, wie jedes Jahr die Lire günstiger wurde. Der Franc hatte einen Wertverlust gegenüber der DM. Trotzdem ging die Wirtschaft weiter, niemand sprach von alternativlos und Rettung um jeden Preis.
    Nicht der Euro ist das Problem, sondern jeder Doofe kann ohne die Wechselkurse erkennen wohin die Reise geht.
    Ein Volk darf und kann nicht auf Pump leben, wenn man seine Währung nicht einfach abwerten kann. Hier liegt das Problem, der Euro ist ein Gleichmacher. Aber da ganz Europa über seine Verhältnisse lebt, wird den Politiker schon was einfallen. Letzte Lösung Inflation, bitte einsteigen.
  2. #2

    Rettungsbuchstabenspiel

    Zitat: "... Damijan's Fazit: "Slowenien müsste in diesem Fall nach dem Beispiel Griechenlands, Irlands, Spaniens und Portugals um EU-Hilfe bitten. ..."

    Ich finde unsere Mega-Rettungs-Euro-Union prima. Da hat sich der richtige Club zusammengefunden um der Welt zu zeigen, was die sog. "EU" und sog. "Euro-Union" alles gar nicht kann.
    Und, welch schoene Woerter kann man nun, mit den neuen anzulegenden Buchstaben, aus den Buchstaben formen?

    Hauptsache "die Maerkte", die Zockerfinanzgenies sowie unsere Freunde jenseis des kanals wie auch weit westlich der Kuesten Europas haben ihre Freude am Zuschauen auf dem Kindergartenspielplatz Europa.
    Es ist immer eine Freude zu sehen, wie die Kleinen mit ihren Sandkastenfoermchen grosse Pyramiden bauen, die dann spaeter wieder in sich zusammenfallen. Hoppela!
    Das bisweilen auch viele Kinder unter den selbst gebastelten Konstrukten begraben werden, ersticken und/oder Verletzungen erleiden, nun ja, das ist halt Europaspielplatzschicksal.
    War, bis auf 50 Jahre, so, und bleibt scheinbar so.
  3. #3

    Noch n Gedicht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Marode Banken und kaum Wirtschaftswachstum: Slowenien gerät immer mehr unter Druck. Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes herabgestuft, es ist nur noch knapp über Ramsch-Niveau angesiedelt. Experten prophezeien: Slowenien muss Finanzhilfen beantragen.

    Rating-Agentur Moody's stuft Slowenien herab - SPIEGEL ONLINE
    Na ja, jetzt kommen eben mehr und mehr Euro-Länder
    unter die Fittiche der Euro-Retter.

    Und von wegen zu klein:

    War nicht Griechenland viiiieeeel zu klein, um den
    Euro zu gefähren??
  4. #4

    und auch das....

    wird nicht das letzte Land sein. Wir bekommen nun scheibchenweise schonend beigebracht, was unsere Politiker bei der Grundsteinlegung für Europa verbockt haben. Und was Italien, Portugal, Spanien, ja sogar Frankreich u.v.m. betrifft werden wir im Unklaren gehalten und bekommen nur die Spitze des Eisberges zu sehen. Der Euro hätte vielleicht eine Chance gehabt wenn die Politiker ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Vorher. Nicht aber mit lückenhaften Verträgen, an die sich ohnehin kein Land hält. Jetzt ist es zu spät. Dumm nur, dass wir schon bis zum Hals drinstecken und nicht mehr zurück können. Das Schiff sinkt unaufhaltsam.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Marode Banken und kaum Wirtschaftswachstum: Slowenien gerät immer mehr unter Druck. Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes herabgestuft, es ist nur noch knapp über Ramsch-Niveau angesiedelt. Experten prophezeien: Slowenien muss Finanzhilfen beantragen.

    Rating-Agentur Moody's stuft Slowenien herab - SPIEGEL ONLINE
    Lasst den Schrott endlich pleite gehen und akzeptiert, das Europa nicht um eine Depression herumkommen wird! Danach kann man neu anfangen. Das ist besser als jahrzehntelanges Sichtum auf Raten. Und was den Unmut der Bevölkerung anbelangt, sie hat keine Wahl als es zu ertragen. Die gegenwärtigen Politiker werden die eine so wie die andere Variante politisch nicht überleben, egal wie sehr sie sich mit allen möglichen nutzlosen Winkelzügen auch darum bemühen. Erlaubt endlich die Katastrophe und den Neuanfang in Europa!
  6. #6

    begrenzte Mittel??

    "Angesichts der begrenzten Mittel des Rettungsfonds ESM..."
    ...da hat scheinbar jemand sich das Konstrukt des ESM noch nicht genau angeschaut. Laut Definition kann der Gouverneursrat jederzeit eine Aufstockung der Einlage beschliessen - und die Mitgliedsländer müssen zahlen (ohne Mitspracherecht).
  7. #7

    ...und täglich grüßt das Murmeltier !

    Ich sehe diese ganze künstliche Beatmung der (Fast-)Totgeburt Euro nur noch mit Sarkasmus. Diese unsäglichen Spielchen haben erst ein Ende, wenn auch D unter dem Regenschirm ist - besser noch, mit ihm nicht mehr zu tun hat.
  8. #8

    aber zum Glück haben wir ja Draghi

    der lässt einfach so viel Geld drucken, dass es für jeden reicht und schon ist das Problem gelöst. Warum sind wir darauf nicht gleich gekommen ?
  9. #9

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Marode Banken und kaum Wirtschaftswachstum: Slowenien gerät immer mehr unter Druck. Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes herabgestuft, es ist nur noch knapp über Ramsch-Niveau angesiedelt. Experten prophezeien: Slowenien muss Finanzhilfen beantragen.

    Rating-Agentur Moody's stuft Slowenien herab - SPIEGEL ONLINE
    Auch wenn dieser Beitrag von dem Zensor kassiert wird, ändert sich nichts an den Parallelen zur Vergangenheit.

    „Der Untergang“ ist ein Spielfilm von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahre 2004. Der Film thematisiert vor allem die Geschehnisse im Berliner Führerbunker während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Europa und erhielt 2005 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie: Bester fremdsprachiger Film.
    Quelle: Wikipedia

    Wer sich die Lage der heutigen Eurozone ansieht, wird eine Menge Parallelen - zum "Untergang" - in den Geschehnissen der Eurozone wiederfinden.
    Politiker, die völlig fern jeglicher Realität agieren, verzweifelte Versuche unternehmen das Ende der Eurozone aufzuhalten.

    Realitätsverlust der Führungsspitzen in den EU-Staaten, die zu immer verzweifelteren Maßnahmen greifen und die EZB drängen, auch wenn dies den völligen wirtschaftlichen Untergang Europas bedeuten kann.

    Menschen die sich in geradezu in Nibelungenstreue an die einstigen Ideale Europas klammern und nicht das wahrhaben wollen, was sich schon seit der Geburt des Euros abzeichnete, das eine solche Konstellation unter diesen Bedingungen nicht funktionieren kann und dafür bereit sind, ratifizierte bindende Verträge zu brechen und an die Grenzen der Verfassung zu gehen und darüber hinaus.

    Eine Hiobsbotschaft nach der anderen auch der Eurozone, ein Land nach dem anderen fällt der Schuldenkrise zum Opfer.

    In einem Europa das erdacht war, als Bollwerk des Wohlstands, in den Köpfen von Phantasten und Menschen, deren persönlicher Ehrgeiz ihren Namen in die Geschichtsbüchern einzubrennen, Vorrang vor den Konsequenzen, einer solchen fatalen Politik hatte.

    Ein Politik die immer mehr Opfer fordert, je näher das Ende kommt.

    Eine Politik, die die Menschen auf die Straße und aus ihren Wohnungen treibt, die Existenzen der Menschen in Europa zerstört und den Jungen die Hoffnung auf die Zukunft raubt.

    Ratten, die das sinkende Schiff EUROPA verlassen, um aus den sich abzeichneten Chaos in der Eurozone noch ihr gefährliches politisches Kapital, in Form vom nationalistischen Bewegungen zu schlagen, sowie Spekulanten die ohne jedes Gefühl, ein Maximum an Profit aus der sterbenden Eurozone ziehen.

    Es wird kein Happyend geben, kein Abspann nachdem man gut unterhalten aufsteht und seinen Tagesgeschäften nachgehen kann.

    Es wird keine Verantwortlichen geben, keine Gerechtigkeit, nur sehr wenige Gewinner auf der Seite der Banken und Kapitalgeber und sehr, sehr viele Verlierer, Kinder, Frauen und Männer die die aufgehäuften Schulden für den Alptraum EUROPA über Generationen schultern müssen.