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Rassismus-Debatte: Amerika hat Angst vorm schwarzen Mann

AFPDie tödlichen Schüsse auf den schwarzen Teenager Trayvon Martin stellen Amerika vor eine unangenehmen Frage: Wie lebendig sind alte Vorurteile? Nicht einmal der schwarze Präsident Barack Obama kann den Rassismus laut und deutlich verurteilen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823689,00.html
  1. #10

    Zitat von Rubeanus Beitrag anzeigen
    Der (schwarze) amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson sagt einmal:

    “There is nothing more painful for me at this stage in my life than to walk down the street and hear footsteps and start thinking about robbery—and then look around and see somebody white and feel relieved.”

    Schwarze begehen nun einmal überproportional viele Straftaten, deswegen sind sie auch überproportional in den Gefängnissen vertreten.

    Vielleicht liegt's ja daran, dass schwarze auch überproportional zu den Verlierern der amerikanischen Gesellschaft gehören.....die meisten Straftaten, sowohl hier als auch irgendwo anders auf der Welt sind Verbrechen, die aufgrund der sozialen Lage bzw des Frustes über die eigene Situation begangen werden (sprich: Raub, Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung usw.).
    Ich bin mir grad nicht ganz sicher, ob Sie Ihre Info nur einfachmal so in den Raum stellen wollten oder, ob Sie damit so 'ne Art Zustimmung für die Angst vor Schwarzen in Amiland (hält sich ja hier ähnlich mit muslimischen, männlichen Jugendlichen) ausdrücken wollten....

    Falls zweiteres zutreffen sollte, schauen Sie mal in die Gefängnisse weltweit. Sie werden, unabhängig von der Hautfarbe, hauptsächlich Leute finden, die in ihrer Gesellschaft als soziale Verlierer/Unterschichtler geführt werden können.

    Die Angst vor Schwarzen an sich ist also völligist bescheuert. Stattdessen sollten wir uns hüben wie drüben mal Gedanken darüber machen inwieweit unser Wirtschaft-/Gesellschaftssystem Verlierer produziert.
  2. #11

    Zitat von EinJemand Beitrag anzeigen
    Warum bezeichnet der Autor Obama auschließlich als "schwarz"? Da er eine weiße (genauer: rosa) Mutter und einen schwarzen (genauer: tiefbraunen) Vater hatte, könnte man ihn mit derselben Logik des Autors als "weiß" bezeichnen. Oder gilt für den Autor -- "ein Elternteil schwarz, also auf jeden Fall kein Weißer!"?
    Ja, ich finde es auch auffällig, wenn alle vom Obama als einen "Schwarzen" reden.
  3. #12

    Zitat von forza__nulldrei Beitrag anzeigen
    Vielleicht liegt's ja daran, dass schwarze auch überproportional zu den Verlierern der amerikanischen Gesellschaft gehören.....die meisten Straftaten, sowohl hier als auch irgendwo anders auf der Welt sind Verbrechen, die aufgrund der sozialen Lage bzw des Frustes über die eigene Situation begangen werden (sprich: Raub, Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung usw.).
    Ich bin mir grad nicht ganz sicher, ob Sie Ihre Info nur einfachmal so in den Raum stellen wollten oder, ob Sie damit so 'ne Art Zustimmung für die Angst vor Schwarzen in Amiland (hält sich ja hier ähnlich mit muslimischen, männlichen Jugendlichen) ausdrücken wollten....
    ert.
    Meinen Sie den anderen ethnischen Minderheiten in USA geht es besser als Schwarzen?
    Den Asiaten und den Latinos? Eher schlechter. Ich behaupte mal dass die Latinos in USA insgesamt sozial schlechter stehen als die Schwarzen.
    Und den Asiaten geht es wahrscheinlich nicht viel besser als den Schwarzen. Nur sie klagen nicht soviel, schon von ihrer Mentalität her sind sie anders.

    Das grösste ethnische und soziale Problem für USA sind nicht mehr die Streitigkeiten Schwarz-Weiss, sondern ist es künftig, die stets wachsende Zahl der Latinos bzw. der Widerstand der Weissen und auch Schwarzen gegen sie. Hunntington der Autor des berühmten Buchs "Clash of Zivilisations" meint, die Einwanderung der Latinos sei das grössere Problem für die USA als der islamistische Terror.
  4. #13

    und immer noch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie verweisen auf Statistiken, wonach vor allem schwarze Männer noch immer deutlich ärmer sind als weiße; sie landen weit häufiger im Gefängnis, auch weil sie eher festgenommen und schärfer bestraft werden.
    Mit absoluter Sicherheit gibt es einen ausgepraegten Rassismus in den USA, der betrifft aber auch Chicanos (schon mal den durchschnittlichen Mexikaner im US Fernsehen erspaet, wenn ueberhaupt dann mit Stereotypen) oder neuerdings Muslime.

    Viele in den USA erweisen aber auch mit Recht auf die ansonsten hoeheren Gewalttaten unter Schwarzen, auch ohne das Weisse in irgendeine Weise als Polizisten, Richter oder Augenzeugen beteiligt sind.

    Denke mir da haben beide Seiten halt recht, und desweiteren sollte man dann bei uns Schwarze mit Tuerken-und-Araber ersetzen, wir kaemmen zu einem aehnlichen Ergebnis. Da Schwarze in den USA mit grosser Mehrheit keine Muslime sind, faellt dort der Fingerzeig auf die Religion im Gegensatz zu uns, halt weg
  5. #14

    Wiederholung

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Obama ist lernfähig. Das letzte Mal als er sich über einen Fall von Rassismus aufgeregt hat, stellte sich das im Nachhinein als Fehler heraus.
    Rassismus in den USA: Der Professor und der Polizist | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    Das ist ein sensibles Thema, bei dem es um die Ängste sowohl von schwarzen wie weißen Menschen geht. Daher ist es auch sehr wichtig aufzuklären, was genau geschehen ist.
    Das gleiche könnte hier passieren. Der Schütze hat sich mit dem Opfer geprügelt, dass beweisen Verletzungen des Schützen und es gibt einen Zeugen.


    Statements by the police say Zimmerman had grass on his back and his back was wet. Zimmerman was bleeding from the nose and the back of the head; subsequently his lawyer stated that Zimmerman's nose was broken. ... An eyewitness to the physical altercation just prior to the shooting stated that Martin was on top of Zimmerman and beating him up, while the older man yelled for help.


    Na, wenn das keine Notwehr ist, was dann?
  6. #15

    Zitat von Oback_Barama Beitrag anzeigen
    Kann sein aber dass manche Schwarze mit ihrem hypersensiblen Reagieren diese Vorurteile noch verstärken, bzw. sie vielleicht unabsichtlich am Leben halten?
    Es war wohl ein Mord und ein Verbrechen was der Herr Zimmermann, übrigens selbst Angehöriger einer Minderheit gemacht hat.
    Aber, ganz ehrlich, mir ist trotzdem noch nicht klar, warum dieser Fall des getöteten Jungen, soviel Aufschrei ausgelöst hat, dass alle US Medien und alle Weltmedien darüber berichten, dass sogar der Präsident sich einschalten muss.
    Bei allem Tragischen an dem Fall, man kann doch nicht so tun, als wären es jetzt die Fünfziger Jahre und als gäbe es noch den zum Teil staatlichen Rassismus von damals. Aber, gerade so tun diejenigen die da sofort grosse Demos machen, einige Bürgerrechtler, etc... die aus diesem tragischen Fall eine Riesensache machen.
    Also als wäre der ganze US Staat noch so wie in den Dreißiger oder Fünziger Jahren.
    Das ist einfach nicht wahr. Und kann sein dass dann soviel Aufregung, soviel Beklagen, soviel Vervorurteilung von den einigen Schwarzen dann die Weissen oder in dem Fall, auch die Latinos, ärgert und verärgert?
    Denn da bekommt man den Eindruck vielleicht, das nur die eine ethnische Gruppe das exklusive Recht hat, das Opfer zu sein und die anderen nicht. Bzw. was wäre passiert wenn es umgekehrt gewesen wäre; Also ein Schwarzer hätte einen Latino erschossen? Kommt auch in USA vor, aber soviel Aufregung hat es nie gegeben.

    Ich behaupte mal dass der Rassismus von einst im Großen und Ganzen in USA überwunden ist. Und man kann jetzt nicht da mit den Tratsch-Gesschichtchen aus dem Wahlkampf von Santorum am Schiessstand etwas unterstellen.
    Die Spaltung der US Bevölkerung läuft heute eher auf der Linie konservativ-religiös gegen sekulär-liberal als auf der Linie Schwarz-Weiss.
    Es geht hier doch gar nicht darum, welche Hautfarbe welche tötet. Es geht darum, wie der Täter danach behandelt wird. Ein Schwarzer wäre sofort in U-Haft gewandert, auf Drogen untersucht. Dies ist scheinbar bei Zimmerman unterlassen worden.
  7. #16

    Zitat von EinJemand Beitrag anzeigen
    Warum bezeichnet der Autor Obama auschließlich als "schwarz"?
    Weil er schwarze Haut hat, und vom Aussehen her zum afrikanischen Typ gehört.
  8. #17

    Nur eine gefühlte Bedrohung ?

    "Oder seit 1984, als der Weiße Bernhard Goetz in manchen Kreisen zum Volksheld avancierte, weil er in einer New Yorker Metro vier schwarze Jugendliche anschoss, von denen er sich bedroht fühlte? "

    Wie sich die Darstellungen so im Laufe der Zeit ändern. Ich kann mich an diesen Fall noch erinnern. Es ging nicht darum, ob er sich bedroht fühlte, sondern die Frage war: Ist das schon ein Raubüberfall oder noch agressives Betteln ? Das Opfer kann das schwer unterscheiden, denn es kann sich nicht sicher sein, ob die Situation gleich weiter eskaliert. Wir wissen es auch heute nicht, weil er die Situation vorher beendete. Aber dies heute so harmlos darzustellen, ist für mich fehlende Objektivität.
  9. #18

    .

    fairerweise sollte man aber erwähnen das der erwähnte Bernhard Goetz in den achzigern, ausgeraubt werden sollte. das ist schon ein unterschied zu dem heutigen fall.
  10. #19

    Zitat von postmaterialist2011 Beitrag anzeigen
    ...New York oder Los Angeles allgegenwärtig habe ich schon häufig mit dunkelhäutigen Freunden erlebt. Stehen sie an der Strasse und versuchen ein Taxi anzuhalten hält keiner an, ...
    Im Süden der USA ist dies alles noch eine Stufe extremer und rassistischer und wenn hier behauptet wird, dass dies alles mit der höheren Verbrechensquote zu tun hat, dann stellt sich doch die Frage was zuerst da war die Henne oder das Ei.
    Was für ein Vorwurf ! Dem Taxifahrer sind die historischen Gründe egal, er möchte nur kein Opfer werden. Soll er sich w/politischer Korrektheit einer Gefährdung aussetzen ? Was für ein akademischer Standpunkt.








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