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Rapide Evolution: Schnecken wandeln ihr Erbgut*je*nach Umwelt

Ihre Gehäuse wurden immer heller: Schnecken passen ihr Erbgut offenbar schon nach wenigen Generationen neuen Umweltbedingungen an. Freiwillige hatten Tausende der Kriechtiere in Europa gesammelt -*das*Aussehen der Schalen erlaubte nun erstaunliche Einblicke.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...759575,00.html
  1. #10

    Evolution vs. Generationenwechsel

    Zitat von Peter Gurt Beitrag anzeigen
    Einerseits wird einem unermüdlich vorgebetet, dass hinter der Evolution immer Millionen und Milliarden Jahre stecken, und dann wieder kann es auch mal ganz schnell gehen! Was für Unrsinn, wer soll denn das glauben?

    Peter Gurt
    Ganz einfach: Evolution passiert umso schneller, je kürzer die Dauer zwischen zwei Generationen ist. Bei Organismen mit extrem kurzer Dauer bis zum Generationenwechsel (z.B. Bakterien) finden häufiger Mutationen statt (s. "Resistenzen" gegen z.B. Antibiotika) als bei denen mit langer Zeitspanne bis zur nächsten Generation (z.B. Mensch, Elephant, Hund etc.)

    Was soll daran Unsinn sein? Vielleicht mal selber bilden, damit die eigene Meinung auch qualifiziert ist? So als Idee?
  2. #11

    Her damit

    Ich bitte (ernsthaft) um Aufklärung bzw. die wissenschaftstheoretische Auseinandernahme. Die Argumente gegen die Selektionstheorie (und ihr möglicher Ersatz) würde ich wirklich gerne hören.
  3. #12

    wie waer's mit ...

    Zitat von neoptolemos Beitrag anzeigen
    Leider ist der Artikel reichlich unpräzise. Allerdings ist er inzwischen einer unter sehr vielen Berichten, in denen die Veränderung einer Spezies innerhalb eines großen Verbreitungsgebietes (Europa) in kürzester Zeit als ZEITGLEICH beschrieben wird.

    Ferner wird nicht einmal im Ansatz ein Hinweis auf einen “Selektionsvorteil” gemacht - etwas, worin man sich in Spekulationen ansonsten nicht schnell genug übertrumpft in der Branche. Das hat wohl Gründe: Man kann nicht einmal einen noch so dämlichen Selektionsvorteil erfinden in diesem Fall.

    Ein weiterer Sargnagel der Selektionstheorie.
    ...dem Vorteil nicht durch irgendwelche Moewen gefressen zu werden. Der andere Vorteil wurde im Text vorgeschlagen (geringere Erwaehrmung durch Sonneneinstrahlung).

    Ich bitte auch um Aufklaerung hinsichtlich "weiterer" Sargnaegel der Selektionstheorie. Die Bibel?
  4. #13

    -

    Einerseits wird von Farbmorphen geschrieben, andererseits wird behauptet, die Genetik hätte sich verändert.

    Das eine hat mit dem anderen nicht direkt etwas zu tun, Farbmorphen lassen sich zB einfach schon durch anderes Futter erzeugen.

    Auch verschiedene Körpermasse oder Proportionen müssen nicht auf eine unterschiedliche Genetik hinweisen, sondern können zB von aktivierten Datensträngen innerhalb der DNA herrühren. Es gab Experimente, in welchen Eizellen oder Keime von Tier und Pflanze zeitweise einem Gleichstromfeld ausgesetzt wurden.
    Zur Überraschung: Lachse zeigten zB Körper und Kieferformen längst ausgestorbener Urarten, auch bei Pflanzen konnte man teilweise zurück in die Vergagenheit "reisen". Soweit ich weiss wurden die Versuche eigestellt.
    Würde ein Humanoide vielleicht zu einer Urform wachsen, würde man menschliche Eizellen solch einer Behandlung unterziehen?
    Und hier findet keine Genveränderung statt, sondern es werden anscheinen dormante Teile der Genetik aktiviert, oder andere aktive Parts abgeschaltet bzw.arbeiten unterschiedlich zusammen. Die DNA-Sequenz bleibt die gleiche.

    Noch eine Sache:

    Die darwinistische Evolutionstheorie ist nur eine von diversen beobachteten Möglichkeiten, mit dem sich eine Art verändern/anpassen/fortentwickeln kann.

    Wenig ist zB vom Emergency-Effect bekannt, mit der die Natur anscheinend auch sprunghaft eine morphologische oder genetische Diversifizierung vornehmen kann. Anders sind viele Arten immer noch nicht zu erklären, das bekannteste Beispiel: Homo Sapiens Sapiens = der Mensch. Die Zwischenglieder, die nach Darwin da sein sollten, fehlen bei vielen Arten.

    Wenn man ein wenig ins Spirituelle abdriften möchte: Im Grunde wissen wir sowieso nicht einmal, welche Funktion das Leben im Universum hat, und was Leben überhaupt ist. Leben ist wissenschaftlich nämlich gar nicht so leicht zu umschreiben.
  5. #14

    Epigenetik?

    Zitat von georghermann9 Beitrag anzeigen
    […] Oder war die hellere Einfärbung im Genspektrum der Population schon längst vorhanden und setze sich, weil unter den geänderten Bedingungen auf einmal vorteilhaft, nunmehr rasch durch?
    Gute und interessante Frage. Der Forschungsbereich der Epigenetik scheint ja mehr und mehr zu zeigen, dass die DNA sehr viel mehr "Programme" enthält, als sich dann jeweils konkret beim Zell- und Organismuswachstum verwirklichen. Und dass es wohl vielfältige Mechanismen gibt, die dieses An- und Abschalten von DNA-Sequenzen beeinflussen.

    Der Weg von einer Generation zur nächsten ist also wohl (auch) biologisch viel komplizierter als nur das Vererben von Genen ...

    Ciao,
    ___ Martin
  6. #15

    Kein Widerspruch

    Zitat von Peter Gurt Beitrag anzeigen
    Einerseits wird einem unermüdlich vorgebetet, dass hinter der Evolution immer Millionen und Milliarden Jahre stecken, und dann wieder kann es auch mal ganz schnell gehen! Was für Unrsinn, wer soll denn das glauben?
    Ich verstehe nicht, wo Sie da einen Widerspruch sehen?

    Wenn ein Vorgang insgesamt sehr lange braucht, dann bedeutet diese lange Zeit doch nicht zwingend, dass der Vorgang selbst über diese Zeit hinweg absolut gleichmäßig verläuft (was folglich eine große Langsamkeit bedeuten würde).

    Nehmen Sie als Beispiel die Erosion von Gebirgen: da dauerte es Millionen Jahre, bis die schroffen, hochaufgefalteten Gipfel sich in sanftere Bergekuppen gewandelt haben. Und dennoch enthält diese Erosion auch „große“ plötzliche Ereignisse wie Felsstürze. So ein Felssturz ist aber kein Widerspruch dazu, dass insgesamt gesehen diese Bergerosion langsam abläuft.

    Die Entwicklung des Lebens ist verläuft vermutlich weder immer in kleinsten Entwicklungsschritten über lange Zeiträume noch sind immer bedeutende Sprünge die Regel.

    Ciao,
    __ Martin
  7. #16

    Evolution, was ist das?

    Die Darwin'sche Evolutionstheorie kann man als nicht verblendeter Wissenschaflter und als ein logisch denkender Mensch, der nicht von Fördermitteln eines Mentors abhängig ist, als definitiv wiederlegt ansehen. Eine Evolution hat es nie gegeben und wird es auch nie geben. Das einzige was man immer wieder beobachten kann sind Variationen von Merkmalen innerhalb einer Art, die sich je nach Umwelt unterschiedlich ausprägen, wie zum Beispiel die Farbe eines Schneckenhauses. Durch diese Mikroevolution kann, wie hier schon gesagt, aus einer Ameise kein Elefant werden.
  8. #17

    ....

    Zitat von s.s.t. Beitrag anzeigen
    Nöö, da kommt keiner. Ist ja auch nur eine 'erlaubte' Mikroevolution oder hat etwa jemand beobachtet, dass aus den Schnecken Elefanten wurden? Na also. ;-)
    Och, ich kenne Leute, für die ist schon die Mikroevolution Blasphemie. Die glauben die Bibel wortwörtlich.
    Wie sie mit den vielen Widersprüchen klar kommen, ist mir ein Rätsel.
  9. #18

    ;)

    Zitat von Peter Gurt Beitrag anzeigen
    Einerseits wird einem unermüdlich vorgebetet, dass hinter der Evolution immer Millionen und Milliarden Jahre stecken, und dann wieder kann es auch mal ganz schnell gehen! Was für Unrsinn, wer soll denn das glauben?

    Peter Gurt
    "Mutationen sind der Schlüssel zu unserer Evolution. Sie haben es uns ermöglicht, uns von einzelligen Organismen zur komplexesten Species auf dem Planeten zu entwickeln. Dieser Prozess ersteckt sich gewöhnlich über grosse Zeiträume. Aber alle paar Jahrtausende macht die Evolution einen Sprung nach vorn."
    -Charles Francis Xavier

    Tschuldigung, konnte einfach nicht anders ;)
  10. #19

    Evolution jenseits des Zufalls.

    Zitat von Hook_ Beitrag anzeigen
    Einerseits wird von Farbmorphen geschrieben, andererseits wird behauptet, die Genetik hätte sich verändert.
    ...
    Wenn man ein wenig ins Spirituelle abdriften möchte: Im Grunde wissen wir sowieso nicht einmal, welche Funktion das Leben im Universum hat, und was Leben überhaupt ist. Leben ist wissenschaftlich nämlich gar nicht so leicht zu umschreiben.
    Evolution ist immer ein Ergebnis ganzheitlichen Wirkens und damit jenseits genetischer Unfälle, d.h. Zufälle.


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