So weit, so gut, so richtig.
Aber ich ahne es – die Opferrolle dräut.
Na, Gott sei Dank, dass diese Industrien nach Süden gegangen sind. Ich möchte nicht wissen, was aus ihnen im Norden geworden wäre.Aber auch die regionalklientelistische Wirtschaftspolitik von Franz Josef Strauß zu Ungunsten Norddeutschlands (Ansiedlung bundeseigener Großforschungseinrichtungen v.a. in Süddeutschland und der damit einhergehenden Wettbewerbsverzerrung bei der Ansiedlung von starken Großindustrien).
Das, mein Lieber, ist ein Null-Indikator.Heute wendet sich das Blatt zum Glück wieder und Berlin ist der stärkste Standort der Internetindustrie und Start-up-Hauptstadt.
OK, OK, hoffentlich kriegen die Touristen nicht mit, wie unbeliebt sie bei vielen Berlinern eigentlich sind, sonst bleiben die am Ende noch aus – und dann?Auch was zeitgenössische Kunst, Kultur und Musik angeht, braucht sich Berlin nicht zu verstecken. Es ist nicht nur deshalb die beliebteste Stadt für Touristen in Deutschland und mit 20 Mio. Übernachtungen deutlich vor HH und M.
»Strukturelle Schwächung durch Strauß«. Das muss ich mir abspeichern.Es ist dennoch klar, dass die strukturelle Schwächung durch Strauß u.a., dt. Teilung und generellen Kriegsfolgen nicht von heute auf morgen beseitigt werden.
All das, was sie da aufzählen, verursacht nur Kosten.Aber Berlin wird wieder zu dem zurückfinden, was es bis zur Machtübernahme der Nazis war. Ein, wenn nicht das Zentrum für Kunst, Kultur und Politik in Europa.
Nein, so wird das nichts.
In der Dauerkrise seit Sept. 2008, so viel weiß in D jedes Kind, hat uns NUR und NUR die Produktivität und Qualitätsarbeit ”Made in Germany" so gut dastehen lassen. Und die kommt nun mal nicht aus Berlin. Ausnahme: BMW-Motorräder – aber was soll ich dazu sagen??

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