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Rangliste beliebtester Unis: Berlin, Berlin, wir wollen nach Berlin

DPAIn Hochschul-Rankings zogen die Münchner oft an den Berliner Unis vorbei - nicht so in diesem: Eine neue Rangliste der Humboldt-Stiftung zeigt, dass Gastwissenschaftler am liebsten in der Hauptstadt forschen. Grämen müssen sich die Bayern trotzdem nicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...828693,00.html
  1. #30

    hhhh

    Zitat von Systemrelevanter Beitrag anzeigen
    Aus ihren Kommentaren spricht ein despektierlicher Grundtenor ggü. Berlin, den ich mir nicht erklären kann.

    Halten wir fest:
    - Berlin hatte die mit Abstand größte Kriegslast und eine totale Zerstörung zu tragen
    - auf dem Rücken der Berliner wurde der kalte Krieg ausgetragen und die Stadt über Generationen durch eine tödliche Mauer widernatürlich getrennt und damit die Entwicklung der Stadt nachhaltig geschädigt
    - selbst jetzt, mehr als 60 Jahre nach dem Krieg hat Berlin noch immer nicht zur seiner alten Bevölkerungsstärke von 4,2 Mio. Einwohnern zurückgefunden.
    Es gibt viele Faktoren, die die Wirtschaftliche Schwächung Berlins begründen können. Die schwerwiegendsten sind der 2. WK und die deutsche Teilung.
    So weit, so gut, so richtig.
    Aber ich ahne es – die Opferrolle dräut.

    Aber auch die regionalklientelistische Wirtschaftspolitik von Franz Josef Strauß zu Ungunsten Norddeutschlands (Ansiedlung bundeseigener Großforschungseinrichtungen v.a. in Süddeutschland und der damit einhergehenden Wettbewerbsverzerrung bei der Ansiedlung von starken Großindustrien).
    Na, Gott sei Dank, dass diese Industrien nach Süden gegangen sind. Ich möchte nicht wissen, was aus ihnen im Norden geworden wäre.
    Heute wendet sich das Blatt zum Glück wieder und Berlin ist der stärkste Standort der Internetindustrie und Start-up-Hauptstadt.
    Das, mein Lieber, ist ein Null-Indikator.
    Auch was zeitgenössische Kunst, Kultur und Musik angeht, braucht sich Berlin nicht zu verstecken. Es ist nicht nur deshalb die beliebteste Stadt für Touristen in Deutschland und mit 20 Mio. Übernachtungen deutlich vor HH und M.
    OK, OK, hoffentlich kriegen die Touristen nicht mit, wie unbeliebt sie bei vielen Berlinern eigentlich sind, sonst bleiben die am Ende noch aus – und dann?

    Es ist dennoch klar, dass die strukturelle Schwächung durch Strauß u.a., dt. Teilung und generellen Kriegsfolgen nicht von heute auf morgen beseitigt werden.
    »Strukturelle Schwächung durch Strauß«. Das muss ich mir abspeichern.
    Aber Berlin wird wieder zu dem zurückfinden, was es bis zur Machtübernahme der Nazis war. Ein, wenn nicht das Zentrum für Kunst, Kultur und Politik in Europa.
    All das, was sie da aufzählen, verursacht nur Kosten.
    Nein, so wird das nichts.
    In der Dauerkrise seit Sept. 2008, so viel weiß in D jedes Kind, hat uns NUR und NUR die Produktivität und Qualitätsarbeit ”Made in Germany" so gut dastehen lassen. Und die kommt nun mal nicht aus Berlin. Ausnahme: BMW-Motorräder – aber was soll ich dazu sagen??
  2. #31

    Nichts gegen die Uni Göttingen, die Uni Münster oder die HU Berlin, aber ingenieurwissenschaftliche Fakultäten haben sie alle drei nicht. Mit ein paar Lehrstühlen, die dann mit gutem Willen auch zu den Ingenieurwissenschaften gerechnet werden können, ergeben ein paar Gastwissenschaftler je Lehrstuhl natürlich einen hohen Quotienten Gastwissenschaftler je Lehrstuhl. Daraus zu schließen, dass das die Top-Adressen für universitäre Ingenieurwissenschaften wären, ist aber schon etwas abenteuerlich.
  3. #32

    Das wird die Uni Göttingen aber freuen. Da gibt es nämlich gar keine Ingenieurwissenschaften. Oder meinten Sie die Hochschule für angewandte Wissenschaften?
  4. #33

    So ein schwachsinniges Ranking! Wo ist denn z.B. die RWTH Aachen im Bereich der Ingenieurswissenschaft? Oder die TU Braunschweig? Wenn man sich umschaut, würde ich sagen, dass diese Unis auch im internationalen Vergleich nicht ganz unbekannt sind und gerade auch - im Falle von Aachen - bei asiatischen Studenten beliebt sind, ist dieses Ranking sehr fragwürdig...
  5. #34

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Humboldt-Stiftung analysierte nun, welche deutsche Uni in den vergangenen Jahren die meisten Gastwissenschaftler angezogen hat.
    Na, das ist ja mal 'ne toll aussagekräftige Studie. Also, der gemeine Gastwissenschaftler geht dahin, wo was los ist (nicht unbedingt nur wissenschaftlich), wo er sich es mit seinem Budget leisten kann und wo er erwünscht ist, resp. in größere Zahl erwünscht ist.

    Das hat sicher eine Bedeutung z.B. als Kriterium der regionalen Hochschulpolitik, aber daraus die beste/beliebteste/etc. Hochschule küren zu wollen, wäre schon sehr verwegen.
  6. #35

    Substanz

    Zitat von schon,aber Beitrag anzeigen
    So weit, so gut, so richtig.
    Aber ich ahne es – die Opferrolle dräut.


    Na, Gott sei Dank, dass diese Industrien nach Süden gegangen sind. Ich möchte nicht wissen, was aus ihnen im Norden geworden wäre.

    Das, mein Lieber, ist ein Null-Indikator.

    OK, OK, hoffentlich kriegen die Touristen nicht mit, wie unbeliebt sie bei vielen Berlinern eigentlich sind, sonst bleiben die am Ende noch aus – und dann?

    All das, was sie da aufzählen, verursacht nur Kosten.
    Nein, so wird das nichts.
    In der Dauerkrise seit Sept. 2008, so viel weiß in D jedes Kind, hat uns NUR und NUR die Produktivität und Qualitätsarbeit ”Made in Germany" so gut dastehen lassen. Und die kommt nun mal nicht aus Berlin. Ausnahme: BMW-Motorräder – aber was soll ich dazu sagen??
    Sie merken sicher selbst, dass ihr Kommentar eher aus der Bauch- als aus der Kopfgegend stammt. Substanz ist da nicht dabei. Weder können Sie argumentieren, warum sie ein Nord-Süd-Gefälle mit "Gott sei dank" quittieren, noch scheinen Sie zu wissen, dass das Label "Made in Germany" abgesehen vom BMW-Motorad made in Berlin, in Wirklichkeit mittlerweile made in central & eastern Europe, Turkey, China ist.

    Darüber hinaus ist das was Sie als alleinigen Kostenverursacher bezeichnen dafür zuständing, dass Deutschland so im Europäischen Reigen dasteht, wie es das jetzt tut: Das politische Berlin; dass Deutschland nicht mehr nur Fachwerkprovinz und Lederhose bedeutet, sondern Heimat der Zukunftswirtschaften.

    Im Ggs. zu Ihrer reichlich unqualifizierten Auffassung, dass es sich bei der Internetindustrie um einen Null-Indikator handle, stehen die Umsätze dieser Null-Indikatoren: Google, Facebook, usw. Letzter akquirierte erst in der vergangenen Woche einen dieser start ups Namens Instagram für 1 Mrd. $, das sind 180 Mio. mehr als von Audi für Ducati gezahlt wurde. Solche Null-Indikatoren gibt es viele in Berlin. Erst vor ein paar Monaten wurde das start up 6wunderkinder vom Skype-Gründer mit mehreren Mil. € so aufgestellt, dass es ähnliche Wege gehen kann. Und es gibt viele weitere Beispiele.

    Viele sehen im Ducati-Instagram-Vergleich auch einen Vergleich zwischen der Industrie von Gestern und der von Morgen.

    Und wo sie das Thema Produktivität anschneiden: Ein weiterer mittelfristiger Standortvorteil ist, dass in Berlin die Lohnstückkosten um ein vielfaches geringer sind. Dort arbeiten die Leute für Löhne, für die Sie nichtmal morgens aufstehen würden. Nicht umsonst entledigen sich die großen DAX-Konzerne (Allianz und Deutsche Bank, um nur zwei zu nennen) ihrer fetten "Arbeitsbienen" in FFM und M und lagern diese Bereiche in Tochtergesellschaften nach Berlin aus.

    Zur Länderfinanzausgleichkeule sei gesagt: Bayern hat länger aus diesem Topf Geld erhalten, als es eingezahlt hat. Auch sollten die Marshallplan-Milliarden nicht unerwähnt bleiben. Stellen Sie sich nur mal vor, der Amerikanische Steuerzahler würde das heute von den dicken Badenern und Nürnbergern zurückfordern.

    Aber Berlin muss sich dort nichts vorhalten lassen, weil allein die Ausbildungslast im akademischen Feld nirgends höher ist, als dort. Berlin liefert (ohne Studiengebüren) die Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktortitel für Ihre Kinder.

    Wenn Sie eine Hauptstadt wollen, die allein in der betriebswirtschaftlichen Bilanz Gewinne abwirft, machen sie doch eine Ölraffinerie zur deutschen Hauptstadt. ;)
  7. #36

    Warum nach Berlin?

    Ich habe auch eine Umfrage gemacht. Ich fragte 5 repräsentative 1st Semester Studenten (sorry, für mehr hatte ich keine Zeit): "Warum wollt ihr in Berlin studieren?"

    Student 1: "Berlin ist cooool! Da kann man so voll fett Party machen"

    Student 2: "Jo, stimmt, und da geht echt am meisten ab und so"

    Student 3: "Weiß net, aber meine Kumpels meinen Berlin ist voll g**l. München ist doch total für'n A**ch."

    Student 4: "Mensch, hier gibt's voll die vielen Dissen. Da kannste echt krass abzappeln am Weekend. So Beispielsweise heut' Abend is wieder'n Rave. Willste auch mit?" -- "Ähh, danke, nein ich mache nur die Umfrage"

    Student 5: "Alter, ist doch logo: Die Profs sind voll locker druff un im Wohnheim gibts immer was zu Kiffe. In Bayern oder so is voll spießig. Un de Klausurn sind auch voll schwer, da musste nur lernen"
  8. #37

    Diese Uni-Vergleiche sind völlig überbewertet. Die staatlichen deutschen Universitäten sind allesamt ziemlich gut. Manche sind vielleicht etwas überlaufen und andere haben ein gutes Betreuungsverhältnis für Studenten. Ansonsten müsste man aber einen Vergleich konkreter Institute einzelner Fachrichtungen anstellen, um eine Orientierung in Forschung und Lehre zu bekommen.
    Und was die Städtediskussion angeht. Eine Stadt, in welcher sich der eigene Wohnort befindet, oder zu der es einen Bezug gibt, weil man dort z.B. öfter mal war, hat meistens einen Bonus in der Wahrnehmung. Aber wenn nach europäischen Weltstädten gefragt wird, wären es zuerst Paris, London und Berlin und eventl. noch Rom, Moskau und Istanbul.
  9. #38

    Nachsitzen

    Zitat von frodo88 Beitrag anzeigen
    Ich habe auch eine Umfrage gemacht. Ich fragte 5 repräsentative 1st Semester Studenten (sorry, für mehr hatte ich keine Zeit): "Warum wollt ihr in Berlin studieren?"

    Student 1: "Berlin ist cooool! Da kann man so voll fett Party machen"

    Student 2: "Jo, stimmt, und da geht echt am meisten ab und so"

    Student 3: "Weiß net, aber meine Kumpels meinen Berlin ist voll g**l. München ist doch total für'n A**ch."

    Student 4: "Mensch, hier gibt's voll die vielen Dissen. Da kannste echt krass abzappeln am Weekend. So Beispielsweise heut' Abend is wieder'n Rave. Willste auch mit?" -- "Ähh, danke, nein ich mache nur die Umfrage"

    Student 5: "Alter, ist doch logo: Die Profs sind voll locker druff un im Wohnheim gibts immer was zu Kiffe. In Bayern oder so is voll spießig. Un de Klausurn sind auch voll schwer, da musste nur lernen"
    Von repräsentativer Statistik haben Sie nun wirklich keine Ahnung, dann wüssten Sie, dass fünf Befragte nicht ausreichen. Des weiteren fehlt eine Angabe zum Ort und Uhrzeit der Befragung. Darüber hinaus wäre auch eine Altersangabe und der Studienrichtung der Befragten interessant gewesen sowie ihre regionale Herkunft.








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