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Ramschpapiere: US-Gericht schmettert Klage der HSH Nordbank ab

REUTERSDie HSH Nordbank ist mit einer Klage gegen die Schweizer Großbank UBS gescheitert. Die Landesbank hatte der UBS vorgeworfen, beim Verkauf von Kreditpaketen die Risiken falsch dargestellt zu haben. Ein US-Gericht urteilte: Die HSH müsste professionell genug sein, die Gefahren selbst einzuschätzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...824302,00.html
  1. #1

    Tja, müssten die Zockerbankster mit einem Großteil ihres Privatvermögens haften, wäre das Geschäft vielleicht geplatzt. Da es aber immer noch nicht so ist, brauchen wir wohl nicht mehr allzulange auf die nächste Pleite im weltweiten Casinobetrieb warten.
  2. #2

    Haben sie es denn immer noch nicht verstanden?

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Tja, müssten die Zockerbankster mit einem Großteil ihres Privatvermögens haften, wäre das Geschäft vielleicht geplatzt. Da es aber immer noch nicht so ist, brauchen wir wohl nicht mehr allzulange auf die nächste Pleite im weltweiten Casinobetrieb warten.
    Wenn sie von Zockerbanker sprechen, dann sollten sie mal nachdenken. Die Zocken ja nicht aus Langeweile. Sondern weil es Kunden bzw. Anleger gibt, die dies wollen.

    Hätten z.B. kein Kunde diese Papiere nachgefragt (von dem ja anscheinend noch nicht mal alle Anbieter genau wussten was sich dahinter versteckt), hätten wir auch nicht die Probleme bekommen.

    Schuld an dem ganzen Desaster haben also u.a. die Kunden. Die die Anbieter bzw. Fonds wechseln, nur weil sie 0,2 Prozent mehr bekommen. Das sie überhaupt nicht mehr verstehen, was sich hinter der Anlage verbirgt, ist ihnen doch vollkommen egal. Erst wenn es in die Hose geht, beginnen sie nachzudenken (lieben Gruß auch an die ganzen Zocker die ihr Geld im Ausland angelegt haben. Bei Banken ohne Einlagesicherungsfonds).

    Weiterhin sollten sie auch mal nicht unterschlagen, wer der eigentliche Schuldige ist. Selbstredend hätte man bei der Bonität gewissen Leuten nie Kredite für Häuser geben dürfen. Witzig ist aber, dass immer unterschlagen wird, dass genau diese "einfachen" Menschen schuld an der Krise haben. Sie haben sich verschuldet. Die konnten die Kredite nicht mehr bedienen.

    Es ist doch immer wieder eigenartig, wie dieser Fakt ignoriert wird. Da haben sich massenhaft Leute verschuldet und haben sich gnadenlos verzockt. Aber die Schuld gibt man anderen... Also, jeden Unternehmer der einen Kredit aufnimmt und diesen nicht mehr bedienen kann, macht man Vorwürfe... Komisch, aber wenn es auf einmal um "normale" Menschen geht, dann sind alle anderen Schuld...

    Ergo, würde es nicht die Zocker in der Gesellschaft geben die solche Anlagen nachfragen und würde es nicht die Leute geben, die sich verschulden und ihre Kredite dann nicht bedienen, es wäre nicht zu der Krise gekommen. Aber das sehen Leute wie sie sicher ganz anders... Die Banken sind natürlich alleine Schuld...

    PS: Kleine Randbemerkung, glauben sie die Bevölkerung hat irgendwas gelernt? Glauben sie, es werden nur noch eindeutige, klare Fonds die der Anleger im Zweifel nachvollziehen kann angeboten? Wollen sie eine Wette eingehen, wie sich die Bevölkerung schon wieder verhält? 0,2 Prozent mehr bei Anlage xy....
  3. #3

    Absurde Schuldzuweisungsversuche

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Witzig ist aber, dass immer unterschlagen wird, dass genau diese "einfachen" Menschen schuld an der Krise haben. Sie haben sich verschuldet. Die konnten die Kredite nicht mehr bedienen.
    Wenn sich jemand (ganz egal ob eine Einzelperson oder ein Staat!!!) von einer Bank Geld leiht und es nicht zurück zahlt, ist nur er selbst schuld, nicht die Bank, auch nicht Spekulanten, Ratingagenturen oder
    Leerverkäufer.
  4. #4

    Schlichtes Weltbild

    Ganz so einfach ist es denn doch nicht mit den Schuldzuweisungen.

    Der Gläubiger, speziell wenn er eine Bank ist, hat schon eine erhebliche Mitverantwortung. Deshalb wird eine gute Bank versuchen, sich daran zu orientieren, wieviel eine Immobilie im schlimmsten Fall noch Wert ist, davon einen ordentlichen Abzug machen, und das ist dann der höchst mögliche Kredit. Üblicherweise sind das etwa 60 bis 70 Prozent des Marktwertes. 90%-Finanzierungen sind schon ziemlich Kamikaze.

    Beleiht eine Bank ein Haus mit 110% des Marktwertes in der Hoffnung auf steigende Preise, hat der Gläubiger sein Hirn weggeschmissen. Solche tollen "Kreditverträge" dann zu bündeln und weiterzuverkaufen, ist schon sehr speziell. Denn: Was ist der Marktwert?

    Das ist der Preis, den ich für eine Sache in dem Augenblick bekomme, in dem ich sie verkaufe. Wenn ganz viele verzweifelt versuchen, zu verkaufen, ist das nicht mehr viel. Genau das war die Situation beim Platzen der Blase. Vielleicht wäre es schlauer gewesen, wenn die HSH die ganzen vielen Häuser genommen hätte, die als Sicherheiten hinter den Kreditverträgen standen, und sie an die Eigentümer verpachtet hätte. Und sie bei einer Neubewertung ihrer Häuser unterstützt hätte, um die Steuerbelastung zu senken. Hilfe als Verlustbegrenzung, die Hütten wären in zwanzig Jahren vielleicht wieder marktfähig. Doch muss dazu wahrscheinlich mehr Phantasie und Sachverstand vorhanden sein, als bei Bängstern gemeinhin vorhanden ist.
  5. #5

    haben sie es den nicht verstanden?

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Wenn sie von Zockerbanker sprechen, dann sollten sie mal nachdenken. Die Zocken ja nicht aus Langeweile. Sondern weil es Kunden bzw. Anleger gibt, die dies wollen.
    Hätten z.B. kein Kunde diese Papiere nachgefragt (von dem ja anscheinend noch nicht mal alle Anbieter genau wussten was sich dahinter versteckt), hätten wir auch nicht ......
    Wenn den Kreditnehmern nicht suggeriert worden wäre das Ihre Bretterbuden im Wert immer weiter steigen würden und sich dadurch das Darlehen quasi von selbst finanziert, inklusive 1. und 2. Hypothek für Konsumausgaben ( und jetzt kommt der Treppenwitz: Ratingagenturen - Bewertung des Geschäfts mit AAA )...
    ...wäre es nicht zur Kriese gekommen

    Ach so! Na dann...


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