Getty ImagesJetzt bekommen die Spanier die krassen Folgen der Schuldenkrise zu spüren. Die Regierung von Ministerpräsident Rajoy plant für das kommende Jahr massive Einschnitte und Steuererhöhungen. Wegen der hohen Zinsen für neue Kredite steigen die Staatsausgaben trotzdem.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-858406.html
Die haben auch unter anderem Zehntausende von Wohnungen entlang der Küste hin gepflastert die sich kaum ein Bürger leisten kann.
Ergebnis ,Landschaft verschandelt,Kapital versenkt und bald noch Abrisskosten und Entsorgung dieses Größenwahns.
Das muß wohl alles so sein damit die kapitalistischen Kriterien erfüllt werden.Wobei, mit erfüllt werrden hat man doch früher immer die sozialistische Planwirtschaft gemeint.
In Griechenland, in Portugal und in Spanien führt das Festhalten am Euro und der Versuch einer realen Abwertung der Preise und Löhne zu verheerenden Folgen.
Nicht nur steigen die volkswirtschaftlichen Gesamtschulden in diesen Ländern trotz aller Sparmaßnahmen immer weiter, weil durch die Sparmaßnahmen die Wirtschaft abgewürgt wird. Vielmehr wird auch die Wiederherstellung der Schuldentragfähigkeit immer illusorischer, weil die Verschuldung relativ zum BIP durch das sinkende BIP auch noch weiter wächst.
Mit anderen Worten, der deflationäre Teufelskreis durch das "Gesundsparen" schlägt im Quadrat zu. Daraus gibt es kein Entkommen, mögen die EZB-Alchimisten die Bond-Kurse noch so sehr manpulieren. Die privaten Kapitalströme kommen in diesen Ländern unter dem Euro nämlich nicht mehr in Gang.
Das ist das Entscheidende! Draghi kann machen was er will. Der private Kapitalfluss in die Südperipherie und damit eine entscheidende Voraussetzung für Investitionen und Wachstum lässt sich nicht durch eine Manipulation des Kurses von Staatsanleihen erzwingen. Die Privatwirtschaft in Spanien bekommt unter den vorherrschenden Bedingungen keinen Kredit mehr.
Fakt ist: Die Volkswirtschaften in der Südperipherie der Eurozone brennen gerade ab, und bald brennen dort auch die Städte,
Dass ist der "gute Weg" auf dem sich diese Länder laut der Lügner Draghi, Schäuble, Merkel sowie deren Medienclaqueure befinden
Das Endspiel um den Euro hat begonnen. Die EZB wird es auch mit noch so großen Anleihenkäufen nicht mehr gewinnen können.
Gute, aktuelle und vor allem unbestechliche makroökonomische Infos und Analysen gibts übrigens unter Querschuesse.
Empfehlenswert auch diese Gesamtdarstellung der Eurokrise:
http://www.matthiaselbers.de/docs/Das-Euro-Desaster.pdf
PS: Interessante Info auf querschuesse.de gestern: Einiges deutet daraufhin, dass die Statistik das nominale BIP von Spanien in jüngster Zeit zu hoch ausweist. Gezielte Manipulation ist denkbar, muss aber nicht zwingend die Ursache sein. Denkbar sind auch sonstige verzerrende Effekte. Wenn das BIP tatsächlich aber niedriger ist, stimmen wahrscheinlich auch die ganzen Meldungen von sinkenden Lohnstückkosten usw. nicht odern ur eingeschränkt. Ma.W. die wenigen vermeintlichen "Anpassungserfolge" sind Chimären
Und wieder kommen die wirklichen Eurogewinnler ohne Einbußen davon. Gespart wird nicht etwa dort, wo die dicken Gewinne auf Kosten der Steuerzahler gemacht wurden, sondern wieder einmal beim unteren Viertel. Die vielen griechischen Milliarden in der Schweiz bleiben ebenso unangetastet wie die sicherlich in ähnlicher Höhe vorhandenen spanischen Milliarden.
An Stelle von Steuererhöhungen an sich, aber vor allem für die Mittelschicht und mittelständische bzw. kleine und mittelständische Unternehmen, sollte eher versucht werden, Sozialausgaben zu kürzen, ohne damit die Mittelschicht flächendeckend und finanziell nicht gut aufgestellte Bürger zu treffen.
Die Mittelschicht und mittelständische bzw. kleine und mittelständische Unternehmen sind eben eine sehr relevante Größe für die Binnennachfrage und den Export.
Banken?
Und deren Shareholder?
Übrigens nicht nur zu Lasten der (nicht reichen) Spanier, auch zu unseren...
Und gleich noch ein "übrigens": Derzeit kaufen jetzt reiche Spanier die letzten Häuserzeilen in Berlin auf - die, die die reichen Griechen übriggelassen haben.
Sage ich als Halbspanier, der gerade in Berlin lebt und sieht, wie die Mieten hier wie eine Rakete abgehen - es ist alles so grausam...
Wir werden gegeneinander aufgehetzt. Das Klima ähnelt dem 1913 zum Verwechseln. Und nationenübergreifend lachen sich ein paar schwerreiche Hanseln ins Fäustchen und überschlagen schon den Profit. Geschichte wiederholt sich doch.
Ein Blick auf die folgende Graphik reicht aus, um allen, die an eine Überwindung der Schuldenkrise durch Sparen glauben, ein gestörtes Verhältnis zur Realität nachzuweisen:
http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/034-043b_creutz.pdf
Selbstverständlich ist eine weitere Erhöhung der Verschuldung auch keine Lösung. Und was jetzt? Mit dem selbständigen Denken anfangen:
http://www.deweles.de/files/behandlung_eines_privatpatienten.pdf