Die Ernte in Kenias Westen ist gut, die Regale in der Hauptstadt Nairobi sind voll - und der Norden des Landes hungert. Dieses*Drama*ist hausgemacht.*Schuld sind unfähige Politiker, schlechtes Management und schamlose Selbstbereicherung.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...782205,00.html
Genau das ist der Fehler. Die westliche Arroganz kommt zum Schluss dass die Leute nicht fähig sind um sich selbst zu kümmern. Doch können sie, nur wenn von hier dorthin dauernd Hilfs- und Nahrungsmittel geschickt werden besteht auch kein Bedarf etwas im eigenen Land aufzubauen.
Klar werden auch Leute sterben wenn jetzt alle Hilfsmaßnahmen gestoppt werden, trotzdem müssen die Afrikaner eine eigene Wirtschaft aufbauen. Beispiel: europäischer Überschuss an Milch wird zu Milchpulver und dann in Afrika als "Hilfsmaßnahme" an die Leute verkauft weil sie somit billiger ist als lokale Milch vom Bauern. So kann keine gescheite Wirtschaft entstehen und die Leute werden abhängig, weils nicht anders geht oder weils einfacher ist
Ganz einfach:
Durch die ausbleibende Hilfe steigt der Hunger in der Bevölkerung. Diese rebeliert dann gegen das herschende System, welche durch ihre Korruption mit schuld an der Misere ist. Entweder korrupten Politker lassen die Hilfe an den richtigen Stellen ankommen oder werden einfach aus ihrem Amt geworfen. Dann können die NGO hoffentlich an den richtigen Stellen Hilfe leisten.
Es ist somit ersichtlich, dass man einfach nur mal den Geldhahn zudrehen muss, um die korrupten Politker dort aus ihrem Amt zu jagen. Durch die ständige ausländische Hilfe sieht die Bevölkerung einfach nicht, selbst was an ihrer Situation zu ändern
dass Weltbanken und Hanbdelsorganisationen oft das Fallen der Handelsschranken fordern, mit denen Regierungen sich gegen die Billig-Importe geschützt haben.
Es gab/gibt eine schöne Doku über den Handel mit Hühnerfleisch:
die Filets werden in Europa verkauft; unverkäufliche Innereien oder von Stellen, die unappartitlich klingen dagegen, werden tiefgeklühlt nach Afrika verschifft; ein dortiger Hühnerzüchter beschreibt in der Doku recht "schön" wie mit dem zunehmendem Import von tiefgekühlten Billighühneren aus Euorpa sein Handel zurück auf Null ging.
Die Regierung wurde jedoch gedrängt: entweder Fall der Handelsschranken oder keine Kredite für "wasweißich".
Die Hühnerzüchter in Europa werden u.U. noch von der EU gefördert.
Sieht also ganz danach aus, als ob die EU einen nach aussen rentablen tatsächlich eher unrentablen Handel fördern würde, damit anschliessen die EU-Länder Kredite an die Länder geben können, deren eigene Produktion durch eben diesen aufgezwungenen von der EU geförderten Import am Boden liegt.
Hühnchen sind aber nur erin Beispiel: geht weiter mit Baumwolle, Kleider ....
Sie folgern fehlerhaft, so wie einige andere Foristen auch.
Die Devise heißt nicht in beschränkter Empörtheit, "kein Euro mehr für Afrika", sondern sinnvoll zu helfen.
Dies können Sie durch gezielte Zuwendungen an verschiedene NGOs oder z.B. mittels Patenschaften nach dem Konzept Plan International oder worldvision.
Da versickert kein Geld, es wird perspektivisch, sinnvoll und für Sie nachvollziehbar geholfen...
Ich habe nie geschrieben dass irgendetwas dagegen spricht.
Wenn das jemand tun möchte (einer meiner Arbeitskollegen tut es) so soll sie/er es machen.
Nur wird man damit meiner Meinung nach an der gesamtafrikanischen Problematik nichts ändern.
Außerdem liegt mir China näher als Afrika, u.a. auch deshalb eine Patenschaft für ein chin. Kind.