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RAF-Prozess: Der einsame Kampf des Michael Buback
Er will wissen, wer seinen Vater, den Generalbundesanwalt Siegfried Buback*ermordet hat. Doch als Michael Buback im Prozess gegen die Ex-RAF-Terroristin Verena Becker als Zeuge gehört wird, fühlt er sich "schlecht behandelt".*Der tragische Auftritt eines Verzweifelten.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799823,00.html
- #20 25.11.2011 09:25 von
wurden bestraft
ich möchte aber auch darauf hinweisen dass die mitglieder der raf bereits kollektiv für die taten bestraft wurden, sprich, lebenslängliche haftstrafen bekommen haben für taten welche ihnen nicht direkt persönlich nachgewiesen werden konnten. dies war vor allem auch im sinne der raf welche sich eben als gruppe und nicht als einzeltäter verstanden und somit alle verantwortlich für alle taten der raf waren.
bestraft wurde also bereits, einzig die gewissheit wer den finger am abzug hatte hat man heute nicht. verantwortlich ist aber die raf als gruppe. ich weiss nicht inwiefern einem angehörigen eines opfer's es wichtig ist zu wissen wer persönlich beteiligt war. zumal alle diese ja bereits zu hohen haftstrafen verurteilt wurden und ihre strafen abgesessen haben.
dies ist jedenfalls nicht die handschrift einer justiz welche alle menschen gleich behandelt. - #21 25.11.2011 10:31 von
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Ich denke, dass Herrn Buback das klar ist.
Es ist nur seine einzige Chance eine öffentliche Bühne für seine Vorwürfe gegen die Strafverfolgungsbehörden zu bekommen und ich kann seine Verbitterung darüber verstehen, wie wenig Resonanz diese Vorwürfe in den Medien finden.
Ich glaube nicht, dass er wirklich so realitätsfern ist, wie hier dargestellt. - #22 25.11.2011 10:33 von
Aufklärung nicht erwünscht.
Leider ist es wahr:
Die Justiz hat kein Interesse an der Aufklärung dieses Mordes.
Die Rolle von V-Leuten in der RAF ist äusserst dubios.
Hier wird etwas vertuscht.
Warum sonst unterliegen heute noch Akten über die RAF der Geheimhaltung?
Im Fall des Mordes an dem RAF-Terroristen und Verfassungsschutz-V-Mann Schmücker war die Justiz an den Machenschaften des Verfassungsschutzes gescheitert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schm%C3%BCcker-Prozess
"Ingeborg Tepperwein, Vorsitzende Richterin der 18. Strafkammer, begründete die Einstellung mit „Mitwirkung und Einwirkung des Landesamtes für Verfassungsschutz“. Nach Überzeugung des Gerichtes war der Verfassungsschutz erheblich mitschuldig am Tod Ulrich Schmückers.
...
Der Bundesgerichtshof prüfte die Einstellung und beschloss, dass sie rechtmäßig war. Die Verurteilten erhielten Haftentschädigung.
Wer Ulrich Schmücker getötet hat und ob der Täter aus den Reihen von Linksradikalen oder dem Verfassungsschutz stammte, blieb bis heute ungeklärt."
Im Fall Buback verzichtet das Gericht gar von vornherein auf eine Aufklärung, wenn es die Rolle des Verfassungsschutzes ausblendet.
Einmal mehr erweist sich die Justiz in Deutschland als staatshörig - wie immer in der Geschichte.
Und Frau Friedrichsen, deren Artikel ich ansonsten sehr schätze, erkennt leider nicht die aktuelle politische Dimension dieses Prozesses:
Die gleiche Verquickung zwischen Verfassungsschutz-V-Leuten und terroristischen Morden gibt es auch heute wieder:
Diesmal im rechts-terroristischen Umfeld. - #23 25.11.2011 10:33 von
verschwendung. der fall ist längst abgeschlossen
der tod seines vaters IST aufgeklärt. die täter wurden wegen gemeinschaftlichen mordes rechtskräftig verurteilt und haben ihre strafe abgesessen nach recht und gesetz. das und nur das ist es, was dem herrn mißfällt. wenn er es wirklich wissen wollen würde, dann würde er andere wege gehen. kein gericht wird jemals mehr aufklären können. es war eine gemeinschaftstat der raf und das ganze ist längst geschichte. dafür braucht man keinen cent an steuergeldern mehr verschwenden.
- #24 25.11.2011 10:35 von kugelsicher99
- #25 25.11.2011 10:42 von
Akteneinsicht
In einem 3Sat-Beitrag wurde erwähnt, dass die Akten erst 2041 geöffnet werden.
Wer hat das entschieden und was ist so lange schützenswert?
Was sollen die Öffentlichkeit und die Angehörigen der Opfer jetzt noch nicht erfahren? - #26 25.11.2011 10:48 von kugelsicher99
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So ist es nun auch wieder nicht. Er bedrängt Zeugen ja geradezu in seine Sicht der Dinge einzusteigen.
Ich habe da ein Bild im Auge, wo er eine Frau, die am Fenster ziemlich weit vom Tatort weg wohnt, geradezu suggestiv in Richtung "es war eine Frau" drängt.
So ein Verhalten zu kritisieren ist legitim. - #27 25.11.2011 10:59 von
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Die äußerst undurchsichtige Rolle, die V-Leute in diesem Fall gespielt haben, findet sich ja jetzt bei den aktuellen Nazi-Morden wieder.
Für mich entsteht da der Eindruck, dass da dringender Klärungsbedarf besteht, darüber wie V-Leute eingesetzt werden, was sie dürfen und vor allen Dingen was passiert, wenn sie etwas tun was sie nicht dürfen.
Denn in diesem Augenblick kollidieren ja die Interessen der Justiz und die des Verfassungsschutzes und in dieses Zwielicht möchte ich etwas mehr Licht haben, da gibt es dann nämlich massive Interessen etwas zu vertuschen, was Leuten mit viel Macht sehr peinlich wäre. - #28 25.11.2011 11:32 von
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Genau das hat die Bundesrepublik in Bezug auf die RAF nicht getan. Es wurde häufig einfach irgendwer als Täter für ein Attentat bezeichnet und dann verurteilt.
Oder warum meinen sie, muss der Buback heutzutage darum kämpfen, rauszufinden wer seinen Vater wirklich ermordet hat? Daran, dass die Verurteilten auch an dem Attentat beteiligt waren, gibt es ja Zweifel.
Wenn es keine Zweifel gäbe, hätte es diesen Prozess ja nicht gegeben! - #29 25.11.2011 13:10 von
Verfassungsschutz mal wieder
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