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Rätselhafte*Mitzwanziger: Burnout ist für alle da

Versteh einer diese Gleichaltrigen! Die Mittelschichtskinder zwischen 20 und 30 haben alles, viele sind trotzdem unglücklich. Nina Pauer und Meredith Haaf haben darüber Bücher geschrieben. Ein Gespräch über Luxusproblemchen und selbstverschuldeten Nervenzusammenbruch.

http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...803948,00.html
  1. #1

    ...

    Das Gespräch fand ich sehr gut und stimme mit vielem überein. Dennoch ist von der Generation 20 - 30 von einer sehr schwachen Generation auszugehen. Die Gründe dieser Schwäche sind mannigfaltig, aber vor allem herrührend von der Flut and Informationen und Eindrücken die ein Mensch schlichtweg nicht fähig ist zu verarbeiten. Diese Generationen sieht sich zuvielen "Problemen" gegenüber. Viele dieser Probleme sind nicht greifbar und damit nicht lösbar.

    Die Wertevermittlung muss im Elternhaus und auch in der Schule vermehrt stattfinden. Es muss gelobt und getadelt werden. Nur damit ist der Mensch fähig sich sein "Raster" aufzubauen dass auch in dieser informationsüberfüllten Welt Anwendung finden kann.

    Der letzte Satz von Fr. Prauer finde ich einfach nur dumm:
    "Haaf: Das stimmt schon. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob ich von Angela Merkel auf Facebook angequatscht werden will. Vielleicht würde ich dann mein Profil löschen."
  2. #2

    Jugendlich feministische Idologie

    Nina Pauer: Geschichte, Soziologie und Journalistik; 2011 erstes Buch : Wir haben keine Angst. Gruppentherapie einer Generation.

    Meredith Haaf, Geschichte und Philosophie; u.a. bei EMMA; 2008 : Wir Alphamädchen; 2011 : Heul Doch.

    Tja, Alice Schwarzer hat in einem berüchtigten Interview mal behauptet, dass Frauen früher als Männer sterben. Ihre Gegnerin, Esther Vilar, ist, nachdem sie zusammengeschlagen wurde, in die Schweiz geflüchtet.

    Der Spiegel übt sich hier mal leider wieder in feministischer jugendlichkeits Ideologie fernab jeglicher Realität.

    Wie wärs mal mit Bewährung im realen Leben ? Das Endlager Asse wartet auf tatkräftige Frauen ohne Angst, die hinter den Männern her mal richtig aufräumen - wer ohne Angst ist, ist dafür bestgeeignet...
    Mit einer 90 Stunden Woche kann man die Räumung noch schaffen - und jeden Morgen schön blöken : Burn Out ist eine Mode - Frauen ohne Angst greifen an.....

    Ein solcher Artikel ist -aus dem Umfeld des Elfenbeinturms u.a. der heruntergewirtschafteten ZEIT- eine Beleidigung für alle jungen Frauen, die sich in vom Drogeriemarkt bis Bandfertigung plus Nebenjobs oder in prekären Verhältnissen den Arsch aufreissen - an der Masse der Frauen geht derartiger Feminismus auch deshalb vorbei - die Schlecker-Verkäuferin ist wohl nicht die Zielgruppe...

    *...wenn in fünf Jahren die China alle wichtigen Firmen gekauft hat und das Gemeinwesen auf afrikanische Verhältnisse absinkt - werdet ihr dann Gleichstellungsbeauftragte exportieren können ?*
  3. #3

    Finden Sie den Widerspruch!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was als persönliches Ziel erscheint - ein perfekter Lebenslauf, Erfolg -, unterliegt letztlich völliger Fremdbestimmung.
    ...
    Warum kriegen die Parteien das eigentlich nicht gebacken, Facebook richtig zu nutzen?
    Aua!
    Die Fremdbestimmung besteht darin, wenn ich glaube alle massiv beworbenen Markenprodukte (Facebook! Apple!) auch haben zu müssen und selber jeden als uncool bezeichne, der diese Produkte nicht hat.
    Es gibt einen Unterschied zwischen Facebook und dem Internet! Wirklich!
  4. #4

    Das Leben

    Ich würde es nicht als Luxusproblem bezeichnen, dass man vom Leben mehr erwartet als zu Überleben (wie gut oder schlecht, finanziell, ist dabei ja egal). Mag schon sein, dass die meisten sich mit weniger zufrieden geben, aber ob das besser ist bezweifel ich.
    Dass das ganze Mitte/Ende 20 ein kleines Drama für manche sein kann liegt wohl daran, dass man da das Fundament für den ganzen Rest legt.
  5. #5

    Das Problem ist der Atheismus, bzw. die fehlende Beschäftigung mit Religion & Philosophie.
    Wer die kapitalistischen Maxime zu seiner Lebensphilosophie macht (immer höher, immer besser), der ist damit denkbar schlecht beraten und muss sich nicht darüber wundern, dass Gier nicht glücklich macht.
    Mangelnde Selbstwertgefühle & und die Unterentwicklung des Charakters spielen da genau so hinein.
    Schuld gebe ich da unserem Erziehungssystem, dass es nicht schafft ein moralischen Gegenpol zur Welt da draussen zu erschaffen. Da sind aber auch die Eltern gefragt.
  6. #6

    Zitat von Gaiwa Beitrag anzeigen
    Ich würde es nicht als Luxusproblem bezeichnen, dass man vom Leben mehr erwartet als zu Überleben (wie gut oder schlecht, finanziell, ist dabei ja egal).
    Ich schon, weil das "mehr als zu überleben" ja gar nicht so schwierig ist. Viele reden sich ein, es müßte Abitur sein, ein Studium, mindestens Bachelor, eher noch Master, mit Auslandspraktika und allem Bildungs-Schicki-Micki und am Schluß einen Job Marke "irgendwas mit Medien" oder sonstwas vermeintlich Weltveränderndes.

    Warum orientieren sich Leute mit solchen Vorstellungen nicht mal an den durchschnittlichen Mitmenschen, die eine geregelte Ausbildung gemacht haben und jetzt Angestellte oder Facharbeiter mit entspannter 40-Stunden-Woche sind ? Die sind (meist) mit ihrem Job zufrieden, haben ein akzeptables Einkommen und leiden auch nicht permanent an irgendwelchen Modekrankheiten.

    Wer meint, das sei ihm zuwenig und er müsse beruflich unbedingt höher, schneller und weiter der solle sich bitte auch nicht über die manchmal auftretenden negativen Nebeneffekte beschweren.

    Mal ganz davon abgesehen, das ich es schon für eine Fehleinschätzung halte, das der Job das beherrschende, alleinig seeligmachende Thema im Leben sein muß.
  7. #7

    Zitat von fatali2 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist der Atheismus, bzw. die fehlende Beschäftigung mit Religion & Philosophie.
    Wer die kapitalistischen Maxime zu seiner Lebensphilosophie macht (immer höher, immer besser), der ist damit denkbar schlecht beraten und muss sich nicht darüber wundern, dass Gier nicht glücklich macht.
    Mangelnde Selbstwertgefühle & und die Unterentwicklung des Charakters spielen da genau so hinein.
    Schuld gebe ich da unserem Erziehungssystem, dass es nicht schafft ein moralischen Gegenpol zur Welt da draussen zu erschaffen. Da sind aber auch die Eltern gefragt.
    Entschuldigung, aber das ist Geschwalle.
    Sie können folgende Einträge von Ihrer Liste streichen:
    - Atheismus, bzw. die fehlende Beschäftigung mit Religion
    Damit versuchen Sie nur, für Ihre vereinfachte Weltanschauuung Werbung zu machen.
    - Mangelnde Selbstwertgefühle
    Sind das Symptom, nicht die Ursache.
    - unserem Erziehungssystem, dass es nicht schafft ein moralischen Gegenpol zur Welt da draussen zu erschaffen
    Unser Erziehungssystem gibt es nicht. Es gibt die Erziehung und es gibt Schulen. Und es gibt keine Welt "da draussen", sondern die Welt in der wir leben.
  8. #8

    Zitat von fatali2 Beitrag anzeigen
    Wer die kapitalistischen Maxime zu seiner Lebensphilosophie macht (immer höher, immer besser), der ist damit denkbar schlecht beraten und muss...
    Das stimmt. Leider ist die Alternative dazu: einfach aus zusteigen, nicht wirklich ratsam. In der heutigen Zeit gibt es zwei Arten von Menschen: die die funktionieren und der Rest. Hab mir das Buch von F. Haaf zugelegt liest sich fantastisch, nur ändert tut sich dadurch nichts. Es ist eine Zustandsbeschreibung der heutigen Jugend. Was lernt man jetzt daraus wenn man weiß wie ein Zustand ist, es aber keine Alternativen gibt diesen Zustand dauerhaft zu ändern? Heute gibt es kaum noch Vorbilder oder Ideale..alles ist im Grunde vorgezeichnet, unser Lebensentwurf steht mit unser Geburt.
  9. #9

    Moral?

    Zitat von fatali2 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist der Atheismus, bzw. die fehlende Beschäftigung mit Religion & Philosophie.
    Wer die kapitalistischen Maxime zu seiner Lebensphilosophie macht (immer höher, immer besser), der ist damit denkbar schlecht beraten und muss sich nicht darüber wundern, dass Gier nicht glücklich macht.
    Mangelnde Selbstwertgefühle & und die Unterentwicklung des Charakters spielen da genau so hinein.
    Schuld gebe ich da unserem Erziehungssystem, dass es nicht schafft ein moralischen Gegenpol zur Welt da draussen zu erschaffen. Da sind aber auch die Eltern gefragt.
    Sein eigenes Glück zu maximieren (immer mehr Glück, immer besseres Glück ;), indem man sich mit religiösen Dingen "beschäftigt" halte ich für Selbstverblendung, da man oft verkürzt handelt und denkt, d.h. unpolitisch. Genauso wie der Gutmensch, der meint er tuhe der Welt etwas Gutes, wenn er Bio einkauft, anstatt reale politische Gerechtigkeit einzufordern.
    Gerechtigkeit ist auch eine Frage der Wahnehmung und des Mutes, nicht nur der Nächstenliebe (was heute nicht mehr verstanden wird: Jesus was in erster Linie ein Revoluzer und erst dann ein Prophet, der sich die jüdische Religion mit dem ganzen Gottespipapo zu eigen gemacht hat). Auch die Moral kann da keinen Gegenpol "zur Welt da draussen" bilden, denn man erschafft sich Moral nur, um das Andere der Moral verurteilen zu können und sich in seiner verkürzten Wahrnehmung eine heile Welt zu erschaffen.

    Zum Thema: Das Dilemma ist die Informationsflut. Wir haben wohl noch nicht gelernt damit umzugehen, sich ständig vergleichen zu können.


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