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Rätsel Pubertät: Nebel hinter der Stirn

Nicht nur die körperlichen und seelischen Umbauarbeiten sind dramatisch - auch das Gehirn macht in der Pubertät gewaltige Veränderungen durch. Mit modernsten Methoden fahnden Hirnforscher nach den neurologischen Grundlagen jugendlichen Leichtsinns.

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...693968,00.html
  1. #1

    Hirnforschung

    Wieso stellen Pubertierende so viel Unsinn an? Die Hirnforschung untersucht die neurologischen Grundlagen des Leichtsinns und findet Erstaunliches heraus.
    Jeder war mal jung kennt das, deshalb sollten die Forscher sich damit nicht rumquälen. Viel interessanter wäre die neurologische Untersuchung des Hirns von Ackermann was einen älteren Mann dazu bringt alle Gewissensbisse und alle moralische und ethische Bedenken bei Seite zu räumen und andere zu betrügen. Das wäre wirklich interessant zu wissen ob es ihm an Erzienung gefehlt hat.
  2. #2

    Auffällig

    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Menschen bis zum Alter von 18 Jahren nach der Kinderrechtskonvention unterschiedslos als 'Kinder' eingestuft werden. Immerhin werden im alltäglichen Umgang und beispielsweise der Rechtsprechung Unterschiede wie 'Jugend' berücksichtigt.

    Was sich mir aufdrängt, ist die Tatsache, dass beispielsweise in der britischen und der US-Armee bereits 16jährige als Kindersoldaten dienen dürfen.

    "Ausgerechnet die oberste Kommandozentrale des Gehirns indes lässt sich Zeit: Bis im präfrontalen Cortex alles rund läuft, vergehen viele, mitunter quälende Jahre. Gar bis über das 20. Lebensjahr hinaus, schätzt Psychiater Giedd, dauert die Reifung des Stirnhirns an. Der Stirnlappen ist für lebenspraktische Leistungen wie Planung oder das Abschätzen der Folgen einer Handlung zuständig."

    Gerade die Risikobereitschaft junger Männer prädestiniert sie doch offenbar für Kriegseinsätze. Also Leute, die dem Artikel nach eine verminderte Fähigkeit haben, Angst in den Gesichtern von anderen Menschen als solche zu deuten und generell impulsiver handeln.

    "Nie zuvor und nie mehr später im Leben ist denn auch die Gefahr größer als in der Adoleszenz, einen Unfalltod zu sterben." - oder eben im Kampf für kalkulierende Generale.
  3. #3

    Kein Titel

    Lassen wir die Ar*chlochkinder einfach mal außen vor (also die, die in der Phase Prügeln wollen oder Vandalismus betreiben) und bleiben bei denen, die die eigentlich "normal" sein wollen.

    Genau jene werden nun in der hier beschriebenen Phase von der G8-Verkürzung getroffen: Schule nicht nur am Vormittag, sondern auch am Nachmittag und Hausaufgaben bis in die Nacht. Die Eltern sehen höchstens die schlechter werdenden Noten und mahnen zum mehr lernen und schüren die Angst vor dem Abschluss.

    Kein Wunder, dass der oder die Jugendliche(r) dann irgendwann auf Opposition geht, denn wo ist noch die Hoffnung? Man erinnert sich nicht mehr an etwas anderes als zur Schule gegangen zu sein und dort wurden die Anforderungen kontinuierlich höher und lassen in genau dieser Phase keinen Raum mehr dafür zu entdecken was man eigentlich machen will und kann. Alles an Zeit ist bereits fremdverplant.

    Oh man, wenn ich mich an diese Zeit erinnere. Da haben wir uns Nachmittags getroffen und Ideen entwickelt, was man auf den damaligen Heimcomputern programmieren konnte. Das Eine oder Andere ist sogar fertig geworden. Das war komplett außerhalb der Welt der damaligen Erwachsenen und hat Spaß gemacht, weil man hier Kreativ ohne Zwang sein konnte. Wilde Ideen entwickeln und dann versuchen das umzusetzen - klappt es nicht macht's auch nichts.

    Wie gesagt, ich vermute Heute ist die Woche der Jugendlichen so mit Pflichtterminen vollgestopft, dass nur noch das Wochenende bleibt. Kein Wunder, dass es da zu Excessen kommt - und auch zu Konflikten mit den Eltern, die genau wenn endlich Wochenende ist auch noch fragen "Wie ist es eigentlich in der Schule? Erzähl doch mal ausführlich"
  4. #4

    Das passt doch hervorragend: Banderas und seine Tochter

    Super-Papa Banderas
    "Meine Tochter ist viel reifer als ich"
    Der Mann hat viel Selbstbewusstsein, phantastisch, wie er mit seiner Tochter umgeht. Ich habe drei Söhne, und genau so wie Banderas agiert. Nein, Foto von mir gibt es nicht, Banderas sieht viel attraktiver aus. Ich habe die drei auch an der langen Leine gelassen, später war ich dann mit Zweien alleinerziehend.

    "Ich werde mich nicht einmischen, solange es für sie ohne Schaden abläuft" Das ist die beste Devise in der Erziehung, wenn auch nicht immer leicht einzuhalten. Meine Ex war viel strenger und ich bekam des öfteren Vorwürfe zuhören. Du interessierst Dich nicht und so weiter....
    Alle drei sind jetzt prächtige Exemplare und ich frage mich nur, wieso sie die Rente für all die Dinks verdienen, die sich all das leisten können, wovon ein dreifacher Vater nicht einmal träumt.
    Denn eigentlich sind es "meine" Kinder!

    Ich bin mit meinem Leben als Vater sehr zufrieden.
  5. #5

    Hominiden

    "Vor eineinhalb Millionen Jahren sind die Eltern meist gestorben, wenn die Kinder in die Pubertät kamen", sagt er: "Das war die eigentliche Zeit des Erwachsenseins."

    Ob da Dawirs nicht um 3 Nullen missverstanden wird?...
  6. #6

    Serotonin ist also überflüssig für Antrieb

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jugendliche können Glücksbotenstoffe nur vermindert aufnehmen - darum muss die Aufregung, der Kick immer größer sein.
    Diese Erkenntnis hat mal kurz alle Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer als Mittel gegen Depressionen vernichtet.

    Denn wenn Kinder trotz ihrer verminderten Glücksbotenstoffaufnahme so aktiv sind, muss ja was anderes im Körper dafür verantwortlich sein, sich dafür überhaupt erst anzustrengen.
    Sonst könnten die Kinder das toben ja auch einfach sein lassen - zu wenig Glückshormone ham sie ja eh schon.
  7. #7

    EEG Basics

    leider sind in diesem Artikel etliche Fehler und offenbar wurde von der Autorin einiges falsch verstanden.

    Kleines 1 mal 1 des EEG: Im EEG werden keine "Hirnströme" registriert, sondern Summenaktionspotentiale = Spannungsänderungen.
    Gibt es eigentlich kein fachliches Lektorat bei SPON? Wäre in einigen Fällen wie diesem gut für die Qualität der Artikel.
  8. #8

    Fachliches Lektorat

    Das eben erwähnte fachliche Lektorat vermisse ich auch schmerzlich. Wer allerdings die Fragen der Journalistenschule ansieht, die ich heute auf Spiegel Online entdeckt habe, braucht sich nicht zu wundern. Dort scheint nach wie vor die Ansicht zu herrschen, dass ein guter Journalist hauptsächlich politisch / geisteswissenschaftlich gebildet sein sollte. Das Ergebnis sind dann Artikel, bei denen sich mir die Haare sträuben. Nach wie vor ist mir der Spiegel-Artikel über den Jungen, der bei "Jugend forscht" gewonnen hatte, in sehr schlechter Erinnerung. Damals wurde eine simple Kanalbündelung als Riesen-Entdeckung gefeiert.
  9. #9

    Nichts begriffen.

    Nicht das Kind spielt verrückt, sondern seine kleinen grauen Zellen

    ...ahso - nicht Stalin, sondern... das ist echt mal wieder
    ein Hohlspiegelsatz, gut ausformuliert.
    Die Redaktion ist eindeutig seelengläubig -
    hier ist die menschliche Seele, da sind ihre Neuronen.
    Es ist aber so : hier ist der Wald, und hier sind
    auch die Bäume. Es ist also schon das Kind,
    und später der "Erwachsene", der "verrückt" spielt.
    Vielleicht trägt ja auch unsere seelenvolle,
    unausgegorene Sprache ihr gerüttelt Maß dazu bei.

    Da werden in der Pubertät bei Manchem eindeutig
    zuwenig unnötige Wörter gelöscht,
    damit er dann schneller schalten kann.


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