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Radstar Hamilton über Armstrong: "Er war ein Pionier des Dopings"

APDie Affäre um Lance Armstrong ist um ein Kapitel reicher: Sein ehemaliger Teamkollege Tyler Hamilton erhebt schwere Anschuldigungen gegen den gefallenen Radstar. Für Armstrong sei Doping etwas alltägliches gewesen, "wie Sauerstoff oder die Schwerkraft".

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,853658,00.html
  1. #1

    Traurig

    Es ist wirklich traurig, daß durch einige vom Ehrgeiz zerfressene Typen so ein schöner und spannender Sport diskreditiert wird. Bei allem Respekt vor Armstrongs Kampf gegen den Krebs, aber seine brachiale Siegenwollengewalt mit allen Mitteln und koste es was es wolle, egal welchen Schaden er für seinen Sport anrichtet; dieser Mann verliert vollends meine Achtung. So, und nun können wir nicht mehr unbefangen Radrennen ansehen. Danke!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Affäre um Lance Armstrong ist um ein Kapitel reicher: Sein ehemaliger Teamkollege Tyler Hamilton erhebt schwere Anschuldigungen gegen den gefallenen Radstar. Für Armstrong sei Doping etwas alltägliches gewesen, "wie Sauerstoff oder die Schwerkraft".

    Lance Armstrong: Hamilton veröffentlicht Buch mit Doping-Vorwürfen - SPIEGEL ONLINE
    diesen angeblichen "sport" kann man abhaken. mir ist schleierhaft, wie fernsehsender diesen betrug noch bringen können. entweder radrennen wird abgesetzt, oder doping freigegeben. alles andre ist verarschung des zuschauers.
  3. #3

    Dass es sich um "einige" Typen handele, die im Radsport dopen, ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Fakt ist doch, dass ALLE Profiradsportler dopen, nach meinen Informationen ist es im Radsport schon in der Jugend normal, regelmäßig leistungssteigernde Verfahren anzuwenden. Der Sport ist komplett verseucht. Wie sollten diese Leistungen anders auch möglich sein? Ich frage mich nur, warum die öffentlich-rechtlichen Sender die Tour de France inzwischen wieder zeigen und sie nicht weiterhin boykottieren. Aber ich stimme zu: schade für den Sport.
  4. #4

    keine Tour bei den Ö.R.

    Zitat von doubtful Beitrag anzeigen
    Wie sollten diese Leistungen anders auch möglich sein? Ich frage mich nur, warum die öffentlich-rechtlichen Sender die Tour de France inzwischen wieder zeigen und sie nicht weiterhin boykottieren. Aber ich stimme zu: schade für den Sport.
    Da sind Sie falsch informiert. Die Ö.R. zeigen die Tour nicht mehr live.
    Klar hat der Radsport ein Riesendoping-Problem, aber glaubt jemand ernsthaft, dass das nur dem radsport so geht? Im Fußball beispielsweise gibbt es überhaupt keine Blutkontrollen. Das nimmt aber jeder stillschweigend hin.Und die tollen Entwicklungen im Radsport gehen leider bei den vielen Fällen unter.Es wird eben bei weitem nicht mehr so schnell gefahren wie in der Armstrong-Ära.

    Und bei der Frage wie diese Leistungen möglich sind ist hat das Problem, dass es für Otto Normalverbraucher schon unvorstellbar ist die Tour überhaupt zu überstehen. Aber 100 Meter laufen schafft der "Normalmensch" an sich noch so gerade und deshalb bewundert er denn quasi nie im Training kontrollierten Usain Bolt, aber Radfahrer sind alles Betrüger...Das muss man nicht verstehen.
  5. #5

    optional

    Nicht nur der Radsport hat ein Doping-Problem, sondern nahezu der gesamte Spitzen- und sogar Teile des Freizeitsport. Selbst bei Volksläufen und sonstigen Wettkämpfen, wo es "um nichts geht" wird vielfach gedopt. Es gibt Medikamente deren Absatzzahlen sich durch die wenigen Erkrankten die dieses Medikament benötigen erklären lässt. Auch in vielen Fitness-Studios wird relativ offen mit leistungssteigernden Medikamenten hantiert. Insofern ist der Fall "Armstrong" nur die Spitze des Eisbergs, und m.E. haben viele Spitzenverbände des Sports auch kein Interesse an echter Doping-Bekämpfung, weil sie das abschreckende Beispiel des Absturz der Tour de France vor Augen haben. Anbei 60 Minuten zum Thema die sich lohnen, wie ich finde ... http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/509678/Philosophisches-Quartett-vom-0106-2008
  6. #6

    Zitat von doubtful Beitrag anzeigen
    Dass es sich um "einige" Typen handele, die im Radsport dopen, ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Fakt ist doch, dass ALLE Profiradsportler dopen, nach meinen Informationen ist es im Radsport schon in der Jugend normal, regelmäßig leistungssteigernde Verfahren anzuwenden. Der Sport ist komplett verseucht. Wie sollten diese Leistungen anders auch möglich sein? Ich frage mich nur, warum die öffentlich-rechtlichen Sender die Tour de France inzwischen wieder zeigen und sie nicht weiterhin boykottieren. Aber ich stimme zu: schade für den Sport.
    Sie haben vollkommen Recht. Mir hat mal ein Jugendfahrer gesagt dass man über ihn geläster habe weil er nur an das Material denken würde..........Meiner Meinung nach ist Doping überall dort vorhanden wo es um viel Geld geht und die Dopingmafia ist den Fahndern immer einen Schritt voraus, leider.
  7. #7

    Natürlich nur im Radsport...

    ...tja, das man keinem der Koryphäen auf 2 Rädern noch abkauft, dass sie nicht dopen ist ja nichts so Neues mehr. Aber, dass man immer noch die ganzen anderen Ausdauersportarten aus der Diskussion raushält, find ich schon seltsam naiv.
    Ich erinnere mich noch gern an den mehr oder weniger dicken Ronaldo, der egal wie verletzt er über die Jahre war in schöner Regelmäßigkeit zur WM topfit und sauschnell war. Genauso wie Zidane... und von wegen Fuentes-Liste, da fanden sich doch auch einige Namen von (v.a. aber nicht nur) spanischen Elitekickern.
    Oder ein Nadal beim Tennis... dass die Jungs dazu noch sensationell mit dem Ball umgehen können, will ich gar nicht verschweigen, aber ich denke, jeder Profi-Ausdauersportler nimmt so seine Mittelchen... und das ist dann oft ein schmaler Grad...
  8. #8

    Wie bitte?!

    Häh? Epo ist doch kein Speed! Das pfeift man sich nicht mal eben während des Rennens ein. Es erhöht die Zahl der Vorläuferzellen für die Bildung roter Blutkörperchen, aber die sind natürlich nicht rechtzeitig für den Schlusssprint fertig. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber der "Motoman" als Epo-Troubleshooter klingt für mich komplett zweckfrei. Einzige plausible Erklärung: Man dopte blindlings nach der Devise "viel hilft viel".
  9. #9

    Zwang?

    Es ist ja niemand gezwungen, Radsport - Ereignisse im Fernsehen anzuschauen - im übrigen auch keine anderen Sportarten. Ich hatte mein erstes Rad im zarten Alter von 5 Jahren - und von da ab hat mich der Radsport Virus befallen. Man braucht sich doch nichts vorumachen, Tom Simpson ist nicht 1967 vom Rad gefallen und verstorben, weil er mit Wasser die Tour gefahren ist. Alle, die sich die Faszination Radsport nicht vorstellen können, sollen mal versuchen einen von den großen Pässen hoch- und vor allem runterzufahren. Und ich schau mir die Jungs und Mädels weiter im Fernsehen an, und wenn das eben in anderen Programmen ist, als bei unseren hochethischen ÖR's. Bei Olympia, im Fussball und so weiter treten übrigens nur perfekt saubere Sportler an, und die Erde ist eine Scheibe. :)


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