Forum


 

Radsport: Wiggins schockiert vom Armstrong-Doping

REUTERS"Es ist ziemlich entlarvend": Bradley Wiggins ist überrascht von der Eindeutigkeit der Dopingbeweise gegen Radprofi Lance Armstrong. Der Tour-de-France-Sieger glaubt aber, dass ein derartiges Vorgehen heutzutage nicht mehr möglich sei.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/ra...-a-860913.html
  1. #1

    Glashaus, Steine und so...

    Ich habe das Gefühl, wer in der Vergangenheit Leistungssprünge wie Herr Wiggins gemacht hat, sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
  2. #2

    Man sollte doch endlich

    zugeben, dass Doping zum Radsport gehört wie die Butter zum Brot. Die Mehrheit der Radfahrer verstecken sich hinter ein paar Sündenböcken, welche öffentlich Reue zeigen müssen, um von den anderen abzulenken.
  3. #3

    Ohne Moral!

    Der Mann ist nie ein ehrlicher Sportler gewesen. Den Schaden den er angerichtet hat kann er nicht mehr wieder gut machen. Ist nur traurig das die USA immer noch zu diesem Mann steht.
  4. #4

    Shocking

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Es ist ziemlich entlarvend": Bradley Wiggins ist überrascht von der Eindeutigkeit der Dopingbeweise gegen Radprofi Lance Armstrong. Der Tour-de-France-Sieger glaubt aber, dass ein derartiges Vorgehen heutzutage nicht mehr möglich sei.

    Radsport: Bradley Wiggins schockiert vom Armstrong-Doping - SPIEGEL ONLINE
    Da frage ich mich aber schon, warum Wiggins "schockiert" ist? Er ist doch Profi, er selbst legt relativ unerklärliche Leistungssprünge hin, sein Team dominierte die diesjährige TdF fast so stark wie seinerzeit Armstrong's USPostal oder Discovery, die gefahrene Durchschnittszeit war dieses Jahr wieder mal die höchste (!!!) von allen bisher gefahrenen usw. - und er ist "schockiert"! Ich bin es schön langsam auch:-)
  5. #5

    Wiggins

    Zitat von John Lemon Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, wer in der Vergangenheit Leistungssprünge wie Herr Wiggins gemacht hat, sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
    Das ist jetzt ein Spiel mit dem Feuer, weil es bei SPON auf Grund der vielen "Dopingexperten" unter den Foristen, die nie zuvor ein Radrennen gesehen haben sehr schwer ist sachlich über Radsport zu diskutieren, aber da das ja längst nicht für jeden Foristen gilt versuche ich es trotzdem mal:

    Wiggins war über Jahre ein Weltklassezeitfahrer. Von seinen körperlichen Vorausssetzungen war er lange Zeit sehr gut mit Tony Martin vergleichbar.Dann hat er vor ca zwei Jahren radikal abgenommen, damit er nicht mehr zu schwer für die Berge war.Er ist immer noch kein Weltklassebergfahrer und hätte die Tour meiner Meinung nach ohne die Hilfe von Chris Froome nie gewonnen.Außerdem war das Profil wie für ihn gemacht: Zwei schwere Zeitfahren und weniger Berankünfte als früher.
    Einen extremen "Leistungssprung" sehe ich bei Wiggins nicht. Er galt auch vor 3-4 Jahren schon als der Fahrer mit dem größten "Motor" im Feld, nur stand ihm da sein Gewicht im Weg.Was mich allerdings auch mißtrauisch macht ist die Dominanz von Sky bei der Tour und auch ddie tatsache, dass Wiggins bei seiner "Abmagerungskur" nichts von seinen Zeitfahrqualitätten eingebüßt hat.
  6. #6

    Wenn der nict - wer sonst??

    Ich würde so ziemlich mein ganzes Vermögen darauf setzen, dass Wiggins - und viele andere englische Sportler - ein noch besseres Dopingsystem anwenden als Armstrong!
  7. #7

    Mir hat ein Semi-Profi, der auf dem Sprung zur Profi-Lizenz war, schon vor 25 Jahren davon berichtet, dass am oberen Ende ohne Doping nichts zu gewinnen ist. Und dabei hab' ich nicht mal war mit Radsport zu tun gehabt und hätte das durchaus auch als ehrenrettende Notlüge hingenommen... Aber im nachhineine betrachtet...

    Nichts von alledem ist eine Überraschung. Überraschend ist vielleicht noch, wie hartnäckig die Überraschten ihre Überraschung weiterhin spielen...
  8. #8

    Die Tour gewinnen ohne Doping?

    Ohne Doping hat noch nie jemand die Tour de France gewonnen. Das sollte inzwischen jedem klar sein. 1903 waren das vielleicht noch Alkohol und Kokain, um die Strapazen zu überstehen, inzwischen ist es wohl Blutdoping und immer die neusten Hormone, die noch nicht nachweisbar sind oder deren Anwendung man irgendwie verschleiern kann.
  9. #9

    Halb so schlimm...

    Ich frage mich ernsthaft, für wen der Dopingmythos in den Profsportarten noch aufrecht erhalten wird und ob das nicht auch den Sinn erfüllen könnte, jemanden auch mal bewusst stürzen zu können wenn es den entsprechenden Authoritäten passt.

    Das Doping ändert ja nichts daran, dass es sich um Ausnahmesportler handelt. Ohne Doping wird man zwar nichts mehr aber man kommt auch mit Doping nicht einfach an die Spitze weil man dopt - eben weil es verbreitet ist. Das Doping ist eben zu einem Bestandteil des Sports geworden, das muss man wohl akzeptieren, genauso wie diese Tatsache der Leistung eines Athleten unter gegebenen Bedingungen keinen Abbruch tut. Die Situation dass sich einer als Ausnahmefall nach vorne dopt ist doch illusionär.


TOP



TOP