Radioaktivität: Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern

HMGUBauen mit Lehm ist in, er gilt als der ökologische Baustoff schlechthin. Doch das Material hat eine kaum bekannte Eigenschaft: Es setzt radioaktive Isotope frei. Die Dosen können durchaus gesundheitsgefährdend sein, zeigen Messungen in einem bayrischen Fachwerkhaus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...828031,00.html
  1. #80

    Interessanter Artikel....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bauen mit Lehm ist in, er gilt als der ökologische Baustoff schlechthin. Doch das Material hat eine kaum bekannte Eigenschaft: Es setzt radioaktive Isotope frei. Die Dosen können durchaus gesundheitsgefährdend sein, zeigen Messungen in einem bayrischen Fachwerkhaus.

    Radioaktivität: Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern - SPIEGEL ONLINE
    ...allerdings nichts ganz völlig neues.
    Als ein Freund von mir in Süddeutschland (Schwaben/Bayern) 1983 ein "Bio-Haus" bauen wollte, wurde er auf die Problematik von Lehmbauten von seinem Architekten, aufmerksam gemacht.
    In Insiderkreisen war die Belastung durch Reststrahlung wohl durchaus schon bekannt.

    Er hat sich dann für ein reines Holzhaus mit Korkdämmung entschieden. Ich bin immer gern bei ihm zu Besuch, das Raumklima ist einfach fantastisch - selbst ich Banause muss das zugeben und bemerke es.......
    ;-)
  2. #81

    Luftwechsel

    Zitat von Turin Beitrag anzeigen
    Das muss es meiner Meinung nach nicht. Weggesaugt werden soll ja nicht die Strahlung (obwohl sogar theoretisch das ginge, denn alpha-Teilchen sind He4-Kerne) sondern die in der Raumluft befindlichen Isotope.
    Und Sie haben extra den entscheidenden Punkt meines Beitrags nicht berücksichtigt, daher extra nochmal für Sie das Zitat aus dem Artikel:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Radon-Isotop Thoron spielte im Strahlenschutz bislang so gut wie keine Rolle, denn es hat eine Halbwertzeit von nur 55 Sekunden. Das heißt, nach einer Minute ist bereits mehr als die Hälfte der Isotope zerfallen - dabei wird radioaktive Strahlung abgegeben. Nach zehn Minuten ist von der anfänglichen Thoronmenge kaum noch etwas vorhanden.
    Wenn Sie in einer Minute die komplette Luftmenge eines Raums auszutauschen, reduzieren Sie die Strahlung durch Thoron um die Hälfte. Können Sie sich in etwa vorstellen, wie Sie das realisieren können, möglichst noch ohne Zugerscheinung? Kleiner Tip, für ein Chemielabor sind nach DIN 1946 ein 8-facher Luftwechsel pro Stunde vorgeschrieben, und das ist schon ein eher unangenehmer Arbeitsplatz. Wohnen wollen Sie in so einer Umgebung nicht.
  3. #82

    34567

    Zitat von greentiger Beitrag anzeigen
    .................................................. .............................
    Je höher die durchschnittliche Lebenserwartung wird, desto öfter werden wir in Zukunft über Gefahren stolpern, die früher keine waren.
    richtig. In den 70gern hat mir eine (damals schon über die Rente hinaus arbeitende) Ärztin gesagt:
    Jeder hat Krebs, er muß nur alt genug werden.
    Kürzer kann man es wohl nicht fassen.
  4. #83

    cui bono?

    Zitat von Hugh Beitrag anzeigen
    wer hat's bestellt und wer hat's bezahlt?

    Oder anders gefragt, wem nützt diese Veröffentlichung?
    Genau. Das ist ein Anschlag auf die Öko-Industrie und den Immo-Markt für historische Fachwerkhäuser, oder? :-)
  5. #84

    345345

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ...allerdings nichts ganz völlig neues.
    Als ein Freund von mir in Süddeutschland (Schwaben/Bayern) 1983 ein "Bio-Haus" bauen wollte, wurde er auf die Problematik von Lehmbauten von seinem Architekten, aufmerksam gemacht.
    In Insiderkreisen war die Belastung durch Reststrahlung wohl durchaus schon bekannt.

    Er hat sich dann für ein reines Holzhaus mit Korkdämmung entschieden. Ich bin immer gern bei ihm zu Besuch, das Raumklima ist einfach fantastisch - selbst ich Banause muss das zugeben und bemerke es.......
    ;-)
    Wieso Reststrahlung? Der größte Teil allen entstandenen Thoriums ist noch da. die Strahlung ist gering, aber kein Rest.
  6. #85

    .

    Zitat von Turin Beitrag anzeigen
    Das muss es meiner Meinung nach nicht. Weggesaugt werden soll ja nicht die Strahlung (obwohl sogar theoretisch das ginge, denn alpha-Teilchen sind He4-Kerne) sondern die in der Raumluft befindlichen Isotope. ...............................
    Na dann saugen Sie mal. Das alphateilchen hat nach 10cm in Luft soviel Energie verloren, daß es nicht mehr als Strahlung angesehen wird. Wollen Sie die Luft im Nanosekundenbereich austauschen?
  7. #86

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    richtig. In den 70gern hat mir eine (damals schon über die Rente hinaus arbeitende) Ärztin gesagt:
    Jeder hat Krebs, er muß nur alt genug werden.
    Kürzer kann man es wohl nicht fassen.
    Mich wundert auch immer wieder, wie die Bewohner von RAMSAR überleben können: die bekommen 200mSv/a ab. Selbst in Europa finden sich genügend Orte mit 10mSv/a.

    Strahlenbelastung

    Leider machen in DE weit geringere Dosen die Leute scharenweise krank, sei es durch "uranbelastetes" Trinkwasser "thoriumbelastete" Lehmhütten - oder gar der Anblick eines AKW...

    Offensichtlich ein Land der Dichter - und weniger der Denker...
  8. #87

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Genau. Das ist ein Anschlag auf die Öko-Industrie und den Immo-Markt für historische Fachwerkhäuser, oder? :-)
    Eher eine Erweiterung des Informationsrauschens um das Thema "Strahlung", würde ich vermuten.

    Mir war das Helmholtz-Zentrum in München kein Begriff.
    Nach Wikipedia war es lange zuständig für das Atomlager Asse.

    Ein Geschmäckle hat das Ganze für mich nun schon, da es wirkt als ob Fakten und Erkenntnisse genutzt werden um die Gefahr von Atomanlagen mit Alltagsstrahlung (gern verwendetes Beispiel: Strahlung bei Reisen per Flugzeug) gleichzusetzen.
    Um die Problematik nicht zu vergessen: Eine weitere Erforschung der Lehm-Strahlung ist wichtig, sollte hierbei aber auch durch weitere 'neutralere' Einrichtungen und Wissenschaftler erfolgen.
  9. #88

    Zitat von frieda1990 Beitrag anzeigen
    Ein Geschmäckle hat das Ganze für mich nun schon, da es wirkt als ob Fakten und Erkenntnisse genutzt werden um die Gefahr von Atomanlagen mit Alltagsstrahlung (gern verwendetes Beispiel: Strahlung bei Reisen per Flugzeug) gleichzusetzen.
    Nun reden Sie doch mal Klartext: Sind Sie ernsthaft der Meinung, dass Strahlung aus Kernkraftwerken grundsätzlich gefährlicher ist als natürliche Strahlung? Oder wo sehen Sie eine Gleichsetzung?

    Risiken sollte man beim Namen nennen. Der Artikel tut das. Natürlich ist das keine ausgearbeitete Studie. Wird aber auch nicht behauptet.
  10. #89

    Die Artikel im Spiegel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bauen mit Lehm ist in, er gilt als der ökologische Baustoff schlechthin. Doch das Material hat eine kaum bekannte Eigenschaft: Es setzt radioaktive Isotope frei. Die Dosen können durchaus gesundheitsgefährdend sein, zeigen Messungen in einem bayrischen Fachwerkhaus.

    Radioaktivität: Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern - SPIEGEL ONLINE
    bei denen einfach solides Natur-Geographie oder Technikwissen verlangt wird werden immer haarstreubender. Da werden Flugzeugsternmotoren mit 16000 Umdrehungen /Minute betrieben, dann ist der Spiegel nicht in der Lage zu beschreiben, daß die Maßeinheit Sievert nicht auf Experimenten oder Meßreihen beruht, sondern auf Annahmen und Hochrechnungen.
    Daß aber ein fränkisches Fachwerkhaus zum Bayernhaus wird ist für mich als Franken keine Wissenslücke mehr, sondern nur noch eine Frechheit.