Forum


 

Radioaktivität: Forscher warnen vor Strahlung in Lehmhäusern

HMGUBauen mit Lehm ist in, er gilt als der ökologische Baustoff schlechthin. Doch das Material hat eine kaum bekannte Eigenschaft: Es setzt radioaktive Isotope frei. Die Dosen können durchaus gesundheitsgefährdend sein, zeigen Messungen in einem bayrischen Fachwerkhaus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...828031,00.html
  1. #70

    Nun man sollte sich mal die Bedürfnisse unserer Altforderen klar machen.
    Deren Leben war vor allem kurzfristig von allen möglich Sporen, Keimen, Bakterien und Viren bedroht, die uns heute weniger bedrücken, und endete regelmäig vor dem 40 Lebensjahr. Somit spielte für die die langfristig Lebensverkürzende Strahlung eher eine untergeordnete Rolle. Das allerdings von den Erdmaterialien durchaus gesundheitsschädliche Einflüsse ausgehen könnten war auch schon Mittelalter und davor bekannt.
    Die keimtötenden Strahlungswerte in wenig belüfteten Vorratskellern hatten also auch ihr gutes und könnten sogar einen überlebensvorteil dargestellt haben.
  2. #71

    Woher will man denn wissen wie gesundheitschädlich eine bestimmte Konzenztation wirklich ist.

    Anstatt die Konzentration von Thorium zu messen sollte man lieber untersuchen, ob die Sterblichkeit bzw. die Erkrankungshäufigkeit an zb. Lungenkrebs tatsächlich bei Bewohnern von Lehm oder Fachwerkhäusern höher ist.
  3. #72

    Dieses alte, geheime Wissen...

    Zitat von Thomas Schröter Beitrag anzeigen

    Das allerdings von den Erdmaterialien durchaus gesundheitsschädliche Einflüsse ausgehen könnten war auch schon Mittelalter und davor bekannt.
    Die keimtötenden Strahlungswerte in wenig belüfteten Vorratskellern hatten also auch ihr gutes und könnten sogar einen überlebensvorteil dargestellt haben.
    ... unserer "Altforderen", wie Sie sie nennen, wurde über Jahrhunderte an weise Männer und Frauen weitergegeben, die Stellen, an denen diese "Erdstrahlen" aus der Unterwelt hervorkommen, mit Hilfe ausgeklügelter Wünschelrutenferigkeiten präzise lokalisieren können...
  4. #73

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    ... Das Hauptproblem ist wahrscheinlich gar nicht das Thoron selber - es zerfällt letztendlich zu schnell - sondern das beim Zerfall entstehende Blei-212, welches die Lunge wahrscheinlich beim Atmen sehr effizient aus der Luft "filtert", und welches dann seinerseits mit gut 10 Stunden Halbwertszeit weiter zerfällt. Jag
    Das Hauptproblem ist Rn-220 ("Thoron"), da es ein Gas ist und außerdem ein energiereicher Alphastrahler. Beim Einatmen schießt es die alpha-Teilchen in das empfindliche Lungengewebe. Das Blei fällt auf den Boden und ist als beta-Strahler uninteressant.
  5. #74

    Die Meldung klingt ja ganz schön aufregend. Dummerweise wohnen die meisten Menschen nicht mehr in Fachwerkhäusern. Aber es gibt immer noch Idioten, die durch die freie Natur spazieren. Und dabei laufen sie über einen oder auch viele Meter dicke Lehmschichten. Daß das extrem ungesund sein könnte, sehe ich ein.
  6. #75

    Relevanz-Relevanz-Relevanz

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... Was ist denn mit den Leuten, die früher in den Lehmhäusern gewohnt haben ?
    Alle tot? Na also! Das muss ja an was liegen!
    P.S.: Wen es gruselt, ein solches Fachwerkhaus zu betreten, der sollte einen sehr, sehr großen Bogen um Backsteinbauten - z.B. eine norddeutsche Kirche machen. Einmal drin beten entspricht Äquivalenzdosis ein Jahr im KKW arbeiten...
    Es gibt weitere Gruende, sich vor Fachwerkhaeusern zu gruseln, noch mehr auf altem DDR-Gebiet.
    Denn man hat jahrzehntelang das rottende Holz mit PCP zu konservieren versucht.
    Ein hoellisches Gift, seit ein paar Jahren in D zu Neuanwendung in Holzschutzmitteln verboten. Es kann Fliegen mitten aus dem freien Flug verendend zu Boden fallen lassen, verbrennt mans im Kamin, verseucht man in Lee die ganze Gegend mit Dioxin, verrottet auf Sonderdeponien nicht.
    In der DDR haben die Leute das literweise billig in Drogerielaeden gekauft und mit Arztspritzen und durchschlagender Wirkung in Wurmloecher ins Gebaelk und alte Moebeln gespritzt und freuen sich immer noch ueber den schoen erhaltenen Altbestand hoelzerner Kultur in den veroedeten Landstrichen.
    Fuehrt zu Schaeden im menschlichen Zentralnervensystem, dicken Beinen (wg. Lympfbeeintraechtigung), man endet an Lympfdruesenkrebs, bevor die Thoriumderivate aus den Fachwerkhauslehmfuellungen zuschlagen koennen.
    Es ist als einer der ehemaligen Chemielaborantenlehrlinge, die einst endlos berufsbedingt und ahnungslos in allen Giften badeten, ist es faszinierend, wie das zunehmende Giftwissen mit den immer besser werdenden Analysemethoden, die bis auf das Zaehlen einzelner Molekuel unter 2 gehen koennen, immer mehr die katastrophalen Fehler unserer Zivilisationsideologie offenlegen.
    Die praktische Wissenschaft ist schon lange im "Feinstofflichen" angekommen. Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Esoterik beruehren sich derzeit etwa auf der Molekularebene.
    Doch es wird noch erheblich weiter runtergehen im Masstab. Die Astrophysiker, die tolle Teilchen benamen, um gesuchte kalte oder warme dunkle Materie vorstellbarer zu machen, liegen da voll im Trend.

    Doch wo bleibt bei dem allen eigentlich die Relevanz?
    Ist es ueberhaupt noch relevant, ob man an einem Thoriumderivat aus der Lehmfuellung oder dem PCP aus dem Gebaelk zu stirbt?
    An Feinstaub oder Asbest-Nachtspeicheroefen? An Plastikweichmachern oder gespritzten Arznei-Nebenwirkungen?
    Bei der Fuelle von reproduzierbarem Wissen, ueber welches wir mittlerweile verfuegen, wird die Relevanzforschung immer wichtiger und muesste schon jetzt laengst oberste Prioritaet haben.
  7. #76

    Jetzt ist die EU an der Reihe. Am besten, sie erlässt eine Verordnung oder Richtlinie, wonach aus allen Fachwerkhäusern deutscher Altstädte und Dörfer die Gefache herausgeschlagen werden müssen.
  8. #77

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Naja, fast.
    Es gibt natürliche Strahlung und es gibt durch Gewinnstreben und Schlamperei hervorgerufene zusätzliche Strahlung.

    Es gibt von Menschenhand gemachte Katastrophen, die tausende Menschen töten und ganze Landstriche unbewohnbar machen.
    Die meisten menschlichen Todesopfer hat nicht der Mensch sondern die Natur auf dem Gewissen. Es gibt nichts was der Mensch anrichtet was die Natur nicht schon getoppt hätte.

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Das schafft so ein Lehmhaus nicht und die natürliche Strahlung im Schwarzwald auch nicht.
    Wenn man bedenkt wieviele Menschen über die Jahrhunderte in Lehmbauten und Radhäusern zugebracht haben dürfte die Zahl von Natur Strahlenopfers die der der Opfer aus technischen Quellen bei weitem übersteigen.

    Das passt nur nicht ins Weltbild.
  9. #78

    Zitat von Konrad_L Beitrag anzeigen
    Die auf den ersten Blick etwas besorgniserregenden Zahlen im Artikel (das EG unseres Hauses ist aus 60cm Stampflehm, und darauf ist natürlich Lehmputz) sind leider völlig wertlos, solange keine Vergleichsmessungen aus Häusern anderer Bauweisen genannt werden.
    Es geht erst mal darum, dass diese Bauweise eben nicht so gesund ist wie gerne suggeriert.
  10. #79

    Relevanzforschung

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Bei der Fuelle von reproduzierbarem Wissen, ueber welches wir mittlerweile verfuegen, wird die Relevanzforschung immer wichtiger und muesste schon jetzt laengst oberste Prioritaet haben.
    Die Relevanzforschung hat deswegen bisher so geringe Priorität, weil die Frage der Relevanz bisher von Lobbyisten entschieden wird.


TOP



TOP