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Radikalkur in Griechenland: Spar-Opfer*rufen zum Mega-Streik

Das griechische Parlament muss in dieser Woche den Bankrott abwenden: Nur wenn die Abgeordneten einem weiteren Sparpaket zustimmen, fließen neue Milliardenhilfen. Die Bürger wollen ihrem Zorn mit*einem Generalstreik Luft machen - und*Medien schüren die*Wut auf die Deutschen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...792508,00.html
  1. #80

    Wo haben Sie das her?

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    ...Die EU war zwar grundsätzlich für einen Beitritt, aber von der Höhe der Probleme hatte man keine Ahnung. Sonst hätte man sich das sicher nicht ans Bein gebunden...
    Die Probleme waren den entscheidenden Politiker in der EU damals sehr wohl bekannt. Ich kann Ihnen keinen Link bieten, weiß aber, dass das nie anders berichtet wurde. Es ändert sich dadurch natürlich wenig grundsätzliches, aber es ist durchaus relevant.
    Ihr o.g. letzter Satz ist nicht realistisch. Es wird sehr wohl weg geschaut, wenn man erst mal einen Vorteil durch einen späteren Nachteil erlangt. Das Motto: Ich bin dann nicht mehr zuständig und wird schon irgendwie gut gehen.
  2. #81

    Dann müssen die erst mal den Filz

    Zitat von naklar? Beitrag anzeigen
    Danke Ihr mutigen Griechen.
    Die Griechen sind ja die Wiege der Demokratie.
    Vielleicht entwickelt sich daraus ja jetzt eine echte Demokratie zum Wohle der Menschen in Europa.
    aus den Amtsstuben entfernen.
  3. #82

    .

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    Also, der gute Wille scheint bei der Regierung vorhanden zu sein, aber wie soll man all dieser Hindernisse Herr werden? Haben Sie eine Idee?
    Nein, ich leider nicht, nur wenn das komplette System eine Änderung verhindert, ist es wohl falsch dieses System mit weiteren Geldern und Krediten am Leben zu erhalten.
    Deutschland hätte sich jeglicher Beteiligung an Hilfs- und Rettungsfonds verweigern sollen.
    Die Deutschen wären genauso als Nazis beschimpft worden wie nun auch, aber wären keinerlei Verpflichtungen eingegangen.
  4. #83

    Sehe ich anders

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    ...In einer Demokratie gehört es sich für einen mündigen Staatsbürger, daß er die Entscheidungen der von der Mehrheit gewählten Regierung respektiert. Opposition dagegen sollte durch die Möglichkeiten politischer Meinungsäußerung erfolgen. Erpressung durch das Land lahmlegende Streiks und Blockaden gehört nicht zu den anerkannten Mitteln demokratischen Verhaltens.
    Auch in der BRD gehören Streiks - mit Regeln natürlich - zum Recht eines Bürgers.
    Unser Grundgesetz erlaubt ausdrücklich Regelbruch, wenn die Demokratie gefährdet ist.
    Generalstreiks sind in der BRD verboten.
    Sie wissen auch ganz genau, dass Wahlversprechen ständig gebrochen werden.
    Wenn also Demokratie bedeutet, dass nur Wahlen "Meinungsäußerungen" ermöglichen, dann hat das zur Konsequenz, dass alle Wahlversprechen - aufgrund die überhaupt Macht bekommen haben - penibel eingehalten werden müssen. Sonst verlieren die - nach Ihrer Logik - die Legitimation.
    Sie wollen einen unmündigen Bürger, der sich DDR-like dem Apparatschik unterwirft.
  5. #84

    @aman2002: Ist doch Quatsch.

    Zitat von aman2002 Beitrag anzeigen
    Wir sollten, Ihrer Meinung nach, so sein wie SIE. Sie sollten unser VORBILD sein.
    Wenn die Dummheit ansteckend waere, haetten wir eine Epidemie vor der Tuer.
    Also, erstens, Sie müssen überhaupt nicht wie wir sein! Die Mehrheit hier wäre SEHR happy, wenn die Griechen auf ANDERE Weise erfolgreich wären. Nur auf andere Weise unerfolgreich zu sein, und dann auf Hilfeangebote auch noch unverschämt zu reagieren, ist hier verständlicherweise unpopulär. Und Tatsache ist, daß in Griechenland keine Gruppierung (ob jun Parteien, Gewerkschaften oder Interessenverbände) außerhalb der Regierung auch nur den Versuch unternimmt, ein realistisches Alternativkonzept zu erstellen. In solch offensichtlicher Abwesenheit besserer Ideen ist es nur verständlich, wenn deutsche Politiker (und auch weite Teile der Bevölkerung) sagen, 'na, dann versucht es doch einfach mal auf unsere Art'. Darüber zu meckern ist müßig, erklären Sie doch mal lieber, was Sie anders machen würden! Nur realistische Vorschläge, bitte.

    Und zweitens, was die Epidemie der Dummheit angeht, meinen Sie, die ist noch nicht ausgebrochen? Sie sind aber grundsätzlich über die Vorgänge in Griechenland informiert, ja?
  6. #85

    @jolip Bitte checken Sie mal die Statistiken!

    [QUOTE=jolip;8949881]Meine beste Freundin, die seit 1985 in Griechenland lebt, hat mir auch berichtet, dass die Preissteigerungen nach 1997 noch heftiger ausgefallen sind bei gleichzeitiger Invasion durch internationale Firmen, wie etwa Lidl und Aldi.

    Von daher ist davon auszugehen, dass der sogenannte "Normalgrieche", da er, trotz relativ hoher Gehaltserhöhungen, die allerdings nie die Kostensteigerungen abgedeckt haben, genauso zu den Verlierern der neoliberalen geistig moralischen Wende gehört, wie auch der normale deutsche "Steuerbürger"./QUOTE]

    Wenn Sie mal die tatsächlichen Zahlen betrachten, werden Sie feststellen, daß Griechenland vor dem Euro eine Inflation von meist mehr als 10% hatte, die danach deutlich geringer wurde. Wie stark der durch Pump finanzierte Staatshaushalt tatsächlich dem Griechischen Normalverbraucher zugute kam, ist natürlich trotzdem eine Frage. Bei der starken Ungleichheit der Einkommen in Griechenland ist der Durchschnittsverdienst wenig aussagekräftig. Allerdings muß man deutlich sehen, daß im Staatsdienst viele Stellen entstanden sind, und daß die Anstellung dort durch die im Vergleich mit der Privatwirtschaft guten Löhne und Zusatzleistungen sehr attraktiv ist. Ich glaube kaum, daß man pauschal sagen kann, die Bürger hätten von der Kreditblase nicht auch lange Jahre lang Vorteile gehabt.
  7. #86

    blubb

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Hören sie doch einfach mal den ganzen Politikern zu die im Moment laufend in den Talkshows erklären wie es zur Einbingung Griechenlands kam. Die "wollten nicht in die EU" Die EU wollte unter allen Umständen Griechenland haben - obwohl man wußte das Gr. das Wirtschaftlich nicht leisten konnte! Man wollte ein Bollwerk gegen die Türkei, gegen den Nahen Osten - die "Festung Europa" sollte dort einen Festungsturm bekommen!
    Und natürlich wußte man das Geld pumpen in ein Land ohne Wirtschaftsleistung nur zu einem gut war , die eigenen Exporte zu verkaufen - genauso wo wie überall in der EU ..
    Wie in Ihren Beiträgen üblich stimmen Ihre Fakten nicht oder sind irrelevant.
    Der EU Beitritt Griechenlands ist für die derzeitige Krise irrelevant. Es ist egal, ob die EU oder Griechenland den Beitritt forcierte. Wäre Griechenland nur in der EU und nicht in der Euro- Zone könnte sie das derzeitige Problem mit einem Abwerten der Drachme lösen.

    Der Beitritt zur Euro- Zone wurde jedoch von Griechenland forciert. Die Regierungen wollten unbedingt die niedrigen Euro- Zinsen (für Griechenland so nie gekannt) um die Wirtschaft wachsen zu lassen. Jedoch wurde das Geld nicht für eine Verbesserung der Infrastruktur verwendet, sondern in den Konsum geblasen um Wählerstimmen zu kaufen.

    Jetzt ist es an der Zeit die Rechnung zu bezahlen und Griechenland versucht nach einem opulenten Mahl die Gaststätte zu verlassen, ohne die Zeche zu zahlen.
    Und es scheint ihnen mit Billigung des Wirtes (EU) zu gelingen.
  8. #87

    ...

    Zitat von aman2002 Beitrag anzeigen
    Sie sind EXPORTWELTMEISTER (hinter China)
    Ihre Oberschicht verdient wie verrueckt
    Ihre Reallohnsteigerung seit Einfuehrung des EURO ist in 11 Jahren fast nur laecherliche 7%
    Ihre Kaufkraft ist bestimmt nicht die, die es sein sollte
    Ihr Sozialsystem wird immer mehr abgebaut.
    Sie gehen mit 67 (bald mit 70) in die Rente
    Begriffe wie Leiharbeit, 1-Euro Stundenloene, Teilzeitarbeit und H4-Empfaenger sind bei euch "in"
    Fuer Ihre Schulen, Kitas, Strassen gibt es kein Geld uns ihr musst SPAREN, SPAREN, SPAREN....
    ....aber Ihre Schuldenuhr tickt gewaltig weiter (1.556 Euro pro Sekunde laut http://www.steuerzahler.de/Home/1692b637/index.html)
    und kommen Sie garnicht auf die Idee zu behaupten, dass die Griechen daran Schuld sind, denn unser Rettungsprogramm laeuft erst seit 2010..

    Sie sind aber schon EXPORTWELTMEISTER.
    Hoeher geht nicht und besser kann es fuer Ihre Wirtschaft nicht gehen !!!!!!!!!.
    Was haben Sie davon ?????????????????????????????

    SIE SEGELN ENTWEDER FALSCH ODER DIE KUESTE LIEGT AN DER FALSCHEN STELLE......
    Nun, dass ist dann auch der kleine Unterschied.

    1. Eine Reallohnsteigerung von 7% ist erheblich. Tatsächlich ist die Kaufkraft bei mittleren Einkommen sind 11 Jahren konstant. Warum sollte sie auch mehr werden? Die Steigerung wird vor allem von höheren Einkommen erzeugt, ist aber für Masse der Bevölkerung unerheblich.

    2. Ich verstehe die Kritik an Teilzeitarbeit nun nicht wirklich. Teilzeit sind meist so 30-32 Stunden pro Woche, das ist vollkommen ausreichend. 400€-Jobs sind in der Regel im Bereich von 10-20 Stunden pro Woche angesiedelt, je nach Tätigkeit.

    3. Arbeit verlagert sich in Deutschland immer mehr auf Dienstleistungen. Ein Büroangestellter sollte auch mit 70 seinen Job erledigen können. Ausnahmeregelungen für viele Berufe gibt es sowieso schon, kaum ein Bauarbeiter arbeitet bis 67, das ist auch körperlich garnicht möglich. Aber in vielen anderen Berufen haben die Leute das Rentenalter von sich aus überschritten, weil das Gehalt immer höher ist als die Rente.

    4. Die Menge an Hartz-IV-Empfängern geht seit Jahren zurück. Nicht alle finden eine solide Beschäftigung, aber für viele ist es denoch wichtig, in Leiharbeit oder 400€-Jobs zu sein, um einerseits nicht den Anschluss zu verlieren und andererseits nicht total vom Staat abhängig zu sein.

    Letztlich ist ganz klar, dass ein Staat nur das leisten kann, was er auch bezahlen kann. Schweden zB. hat massiv seine Sozialleistungen zurückgefahren um die Verschuldung zu reduzieren. Diese Reduzierung wiederum hat Gelder freigemacht, die sonst in Zinstilgungen geflossen wären.

    Ich bin durchaus bereit Starthilfe zu geben und auch mit deutschem Geld zB. die Infrastruktur in Griechenland zu verbessern um das Land für Investoren interessanter zu machen. Aber die nötigen Reformen muss das Land selber angehen. Und wenn man lange Zeit zu viel Geld ausgegeben hat, dann muss man irgendwann damit beginnen deutlich weniger Geld auszugeben um die Mehrausgaben von früher wieder zu kompensieren. Wenn man dann seine Schulden wieder im Griff hat, kann man die Ausgaben wieder anheben.

    Aber streiken? Wogegen streikt man eigentlich? Dagegen das der Staat Pleite ist? Man kann kein Geld herstreiken und auch keine Schulden wegstreiken. Das einzige was man dadurch erreicht, ist das Investitionen weiterhin ausbleiben und die Durststrecke die die Bevölkerung ohnehin durchleben muss unnötig verlängert wird.
  9. #88

    .

    Zitat von vegefranz Beitrag anzeigen
    Denen sollte mal jemand sagen, daß Griechenland große Mengen an Gold besitzt, die in Teilen verkauft werden könnten.

    Auch der Staatsbesitz und die Staatsbetriebe könnten privatisiert

    Seit vielen Monaten tut sich da nichts, weil die Griechen auf den fetten Scheck aus Deutschland spekulieren
    "Die" Griechen? Oder meinen Sie die griechischen Politiker, Beamten und Unternehmer vereint mit den europäischen Banken?
  10. #89

    Immer weiter so

    Zitat von polizist Beitrag anzeigen
    Also es is schon recht amuessant was man im germania so fuer Ansichten hat. Nun sage Sie uns faulen Griechen mal, was denn ein Rentner ihrer Meinung nach machen sollte oder was ein Rentner im Ex?-Naziland so tut etwa steineklopfen?
    Mein Vater schneidet z.B. immer noch die Obstbäume und Hecken der Nachbarn, weil er sich lieber etwas selbst dazuverdient als sich von mir helfen zu lassen. Aber das ist eine Frage der Mentalität, so wie es scheint.
    Ich finde die Ansicht amüsant, daß ein Streik in Griechenland gegen Einmischung von aussen die Situation verbessern sollte. Damit wird der letzte nennenswerte Devisenbringer, der Tourismus, auch noch ausser Betrieb genommen. Wer wählt schon ein Urlaubsziel aus, bei dem An- und Abreise nicht sichergestellt ist. Fakt ist, dass die vom Volk gewählten Politiker die Situation nicht im Griff haben und kein Anlass auf Hoffnung zu Besserung zu sehen ist. Herzlichen Glückwunsch zu soviel Weitsicht.

    Ob eine weitere Eskalation der Stammtischstimmung durch Beiträge wie den Ihren der Sache dienlich ist, sollten Sie sich vielleicht nochmal überlegen.


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