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Radikalisierung eines Palästinensers: "Ich dachte nicht an die 72 Jungfrauen im Himme
Gil YaronAls Kinder werfen sie Steine, später sprengen sie sich in die Luft: Das ist das Klischee von Palästinensern, die sich radikalisieren. Doch was treibt sie wirklich an? Begegnung mit Nidal Sabhi Abdel Haq, der fast zum Selbstmordattentäter geworden wäre.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...825272,00.html
- #1 09.04.2012 11:31 von
- #2 09.04.2012 11:42 von
- #3 09.04.2012 11:42 von
lob
ich denke der artikel will nichts suggerieren. sie ist echt gut, viel besser als die meisten artikel auf spiegel online...
nur der letzter teil ist nicht ganz richtig:
"Am meisten verblüffte ihn nach neun Jahren Haft der Anblick eines Nachbarn. Als gläubiger Muslim war Nidal in der arabischen Tradition aufgewachsen, dass Hunde unreine Tiere sind, von denen man sich fernhält. Und dann der Nachbar - der einen Hund spazieren führt. "Das hat mich schockiert!" Ihn, den verhinderten Selbstmordattentäter."
- hunde sind im islam nicht unrein. sie dürfen nur nicht im haus / wohnung gehalten werden. ein jagdhund im garten ist gar kein problem. - #4 09.04.2012 11:42 von
Reue? Bedauern?
Ist es das, was uns dieser Artikel sagen will: Alle Selbstmordattentäter sind eigentlich ganz nette Kerle?
Reue scheint der Mann ja nicht zu empfinden.
Und der Vater?
"Ein Kind im Widerstand genügt."
und:
"Einen Vorteil sieht er immerhin: "Als er freikam, war eine Nachbarstochter ganz versessen darauf, Nidal zu heiraten."
Der Vater scheint immer noch einverstanden zu sein.
Eine Zwischenüberschrift lautet:
"Nidal hat genug vom Widerstand"
Aber was er dann sagt, klingt nicht danach:
"Seinen Kindern werde er "alles erklären", sagt er. "Ich werde sie weder dazu ermutigen noch davon abhalten, der Mukawama beizutreten. Das ist ihre Entscheidung."
Ich habe den Eindruck, der Autor sucht krampfhaft nach Reue, die einfach nicht da ist.
Die Frage, ob Selbstmordattentate den Palästinensern nicht langfristig geschadet haben, macht Nidal wütend - #5 09.04.2012 11:44 von
Es ist ein interessantes Interwiev mit einem ehemaligen, religiös erzogenem Attentäter, der wohl nie wieder zu Gewalt greifen wird.
Man weiß nun auch, das man in israelischer Haft sogar als Selbstmordbomber einigermaßen gut behandelt wird und sich sogar an ner Uni einen Fernlehrgang belegen kann. - #6 09.04.2012 11:44 von
.
Nehmen Sie es einfach als Erweiterung ihres Horizonts an.
Finde es interessant mal zu lesen, wie so ein Mensch tickt. Sicherlich ein etwas zu kurzer Artikel, aber interessant ist es doch.
Merkwürdig jedoch, wie normal es zu sein scheint Selbstmordattentäter zu werden und dass er seinen Kindern die Entscheidung selbst überlassen will. Das finde ich wirklich heftig. - #7 09.04.2012 11:48 von
Was soll dieser Artikel?
Warum ergreifen Journalisten immer wieder Partei für eine Seite. Das hat nichts mit Journalismus und neutraler Berichterstattung zutun. Das was in diesem Artikel zum Ausdruck kommt, ist unterschwellige Meinungsmache gegen Palästinenser.
Ich schließe mit einem wichtigen Satz des großen MR.Tagesthemen Hanns-Joachim Friedrichs, der es auf den Punkt bringt:
""Einen guten Journalisten erkennt man daran,
dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache,
auch nicht mit einer guten Sache."
Leider passiert das nicht oft in Ihren Artikeln. Und schon gar nicht in dem oben aufgeführten. - #8 09.04.2012 11:56 von
Vielleicht
das die 72 Jungfrauen nur ein Klischee sind und das sich diese Terroristen wie wir sie nennen nicht anders fühlen als die Mitglieder der französischen Resistance oder in den anderen besetzten Ländern des 2.Weltkriegs. Sie fühlen sich als Freiheitskämpfer die um die Freiheit ihres Landes kämpfen und was soll ich sagen sie haben durchaus einen Grund für die Freiheit von Palästina zu kämpfen und wie es mit Freiheitskämpfern so ist so sind sie für die einen Helden und für die anderen Terroristen, so ist es auch mit den Israelischen Freiheitskämpfern gewesen die gegen das britische Mandat gekämpft haben, für die Briten damals Terroristen und heute in Israel Helden...
- #9 09.04.2012 11:56 von
Alles halb so schlimm?
Was will uns eigentlich, der Autor mit diesem Beitrag sagen?
Alles halb so schlimm? Der bellt doch nur, und beißt nicht.
Der Mann ist ein Mörder (auch wenn es Dank eines Verrats, nicht zu Tat kam).
Das er keine Kinder töten wollt, na ja, das kann man glauben oder auch nicht, ändert aber nicht wirklich was. Es ist die dortige Kultur, in Verbindung mit einer fundamentalen Auslegung des Korans, gepaart mit Bildungsmangel, Minderwertigkeitsgefühle und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit die diese Explosive Mischung tragen.
Schon der Fakt, das Eltern, Nachbarn, Geschwister, Freunde und Ehegatte auf diese „Martyrer“ noch stolz sind, belegt die aussichtlose Situation.
Egal was Israel tun wird. An diesem Problem, wird sich so schnell, nichts ändern.
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