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Radikalisierung eines Palästinensers: "Ich dachte nicht an die 72 Jungfrauen im Himme
Gil YaronAls Kinder werfen sie Steine, später sprengen sie sich in die Luft: Das ist das Klischee von Palästinensern, die sich radikalisieren. Doch was treibt sie wirklich an? Begegnung mit Nidal Sabhi Abdel Haq, der fast zum Selbstmordattentäter geworden wäre.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...825272,00.html
- #20 09.04.2012 12:38 von
MUSS uns der ARTIKEL etwas sagen?
Es reicht doch erst einmal, dass dieser Attentäter etwas gesagt hat. Seine Worte geben einem genug Anlass zum Nachdenken, auch ohne dass man ihm Recht gibt. Wieso muss der Autor da gleich eine verborgene Agenda haben?
Ich denke auch eher, dass die Abhärtung gegenüber dem Tod eines Kindes mit der Abhärtung gegenüber jeglichem Tod einhergeht. Wenn in der Nachbarschaft jeden Tag jemand erschossen wird, dann passen sich die persönlichen Erwartungen diesen Umständen an – was ich gleichzeitig für den wichtigsten Faktor bei der Gewinnung von Selbstmordattentätern halte. Die haben mit ihrem Leben schon halbwegs abgeschlossen, bevor sie in die Pubertät kommen. - #21 09.04.2012 12:43 von
Die Wirtschaftliche Perspektivlosigkeit ist zum Teil auch vom "Widerstand" gewollt
Da kann man schön sein trübes Widerstandssüppchen auf grosser Flamme kochen. Warum glauben Sie, dass Fayyad unter Abbas keinen Boden unter die Füsse bekommen hat und nur als Aushängeschild einer Integrität der pal. Regierung firmierte, die so nicht vorhanden ist und es nie sein wird, weil die nicht fähig sind, die Anforderungen einer Staatsbildung durch die Konsolidierung einer Zivilgesellschaft zu erfüllen?
Wer das will ist dort ein Verräter.
Ein Wunder für mich, dass der Mann überhaupt noch lebt. Wohl nur, weil er durch seine Integrität auch in den politischen Auffassungen der Garant für weitere Hilfzahlungen in das Fass ohne Boden ist. - #22 09.04.2012 12:44 von
Ein richtiges Weltbild
ermöglicht mir richtige Handlungen - im Sinne meines Überlebens. Die Passung zwischen Welt und Weltbild ist daher zu einem Grundbedürfnis aller Lebewesen geworden. Für diese Passung gibt der Märtyrer sein Leben. Der Wissenschaftler kämpft lebenslang darum, sein Weltbild der Welt anzupassen. Der Fundamentalist macht es umgekehrt: er will die Welt seinem Bild anpassen. Es geht gleichermaßen um Handeln in Gewißheit wie um Klarheit i.S. von Erklärung.
Wenn also Menschen in den Fundamentalismus kippen, muß nicht nur materielles Elend die Ursachen sein, sondern das Bedürfnis nach dem Ende von Wenn und Aber. - #23 09.04.2012 12:55 von
Tja, da wird unser westeuropäisches Wertebild um einiges überfordert.. Aus der Sicht des Palästinensers völlig logisch und nachvollziehbar, aber unter unseren Gesichtspunkten einfach armselig und schäbig den Krieg in die Schulen und Marktplätze zu tragen.
Amüsant die Fragen, was uns der Artikel sagen will; vielleicht einfach mal einen Zustand beschreiben, ohne dass man daraus weltverändernde Erkenntnisse ziehen, aber eine bestehende Situation etwas tiefer verstehen kann? - #24 09.04.2012 12:56 von
Golda Meir hat einmal gesagt
es wird sich an dem Problem erst etwas ändern, wenn sie ihre Kinder lieben. Und das ist nicht der Fall und deswegen liegen Sie leider falsch.
Denn wenn es so wäre, wie Sie das sehen, dann wäre so etwas unmöglich
Es kam einmal ein Artikel in der Printausgabe des HB, in dem ein Pal klar gesagt hat, dass er Kinder produziert, Entschuldigung, ich muss das aus dem Artikel so entnehmen, um sich an den Israelis zu rächen. Diese Rache hat viele Schichten. Einschliesslich des Aspektes der "Rückkehr".
Nein, diese Menschen sehen ihren Nachwuchs ganz anders als wir. Und das ist das Problem. - #25 09.04.2012 13:12 von
Schöne Phantasie des Mannes
Im Interview wird nicht deutlich, warum der Mann auf die Terroristen zuging. "Einfach so" ist Humbug und eine "schwache Vaterfigur" ist kein glaubwürdiger Reim. Daß die Eltern ihre Kinder nicht nach Terrorakten verstoßen ist normal. Da sagt man in der Sache sei man auf das Kind stolz. Das sind Schutzbehauptungen um sein arabisches Umfeld zu Munde zu reden. Die arabische Gesellschaft ist noch weit zurück, sich gegenseitig die Wahrheit zu sagen und sich aus dem Sumpf von angeblich "religiösen Traditionen" zu lösen.
- #26 09.04.2012 13:14 von
- #27 09.04.2012 13:20 von
Gerade wirtschaftlich und staatlich stehen sich die Palästinenser selbst im Wege. Siehe den Gaza Streifen. Von Israel übergeben, da hätten sie mal zeigen können, wie gut sie einen Staat aufbauen können. Stattdessen ist es nun ein radikal-islamisches Höllenloch. Wo Wirtschaft und Freiheit keine Chance haben. Siehe die momentane Ölkrise im Steifen, die zustande kam weil die Hamas verboten hat, von Israel zu importieren. Ägypten kann das nicht kompensieren und so bewegt sich da nichts mehr, seit Wochen. Dort werden Menschen einfach so erschossen, weil sie Musik hören oder westliche Klamotten anhaben. Siehe die Hochzeitsgesellschaft die da zusammengeballert uwrdem, weil Musik gespielt wurde. Die EInwohner dort sind die Hamas schon längst leid, aber wer das sagt verschwindet, oder wird aufghängt...als 'Verräter'. Dann noch die permententen Raketenattacken auf Israel, die vom Streifen ausgehen.....da kann sich nichts entwickeln. Strenge islamische Auslengungen, Terror nach innen und außen....kein Raum für Entwicklungen.
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Jemand sagte das Selbmordattentäter dies aus Bildungsmangel tun. Das ist falsch. Fast alle Täter, die es in die Medien Schaffen, sind hochgebildet.
Siehe die ganze 9/11 Riege (Akedemiker), Osama, Sawahiri, Die London Bomber (gut verdienende Ärzte) usw. usw.
Das sind oft hoch gebildete, gut verdienende Leute, scheinbar gut integriert..... trotzdem tun sie es. Der Grund ist, so denke ich, ein anderer. - #28 09.04.2012 13:31 von
Ein Kind zum opfern gebären?
Auch wen sich das, im ersten Moment, als harter Tobak anfühlt, ganz abwegig ist es wohl nicht. Insbesondere im Islam, aber auch in anderen Religionen und Kulturen ist es nicht selten, ein Kind zu gebären, um Dieses, vermeidlich wichtigen, religiösen oder kulturellen Zielen, zu opfern. Übrigens, so ganz weit weg, ist das von uns hier auch nicht.
Im dritten Reich, wurden auch Kinder geboren, um Diese, im Krieg dem Staat zu opfern.
Mag der Fanatismus hier, schon aufgrund der mangelnden Perspektive von z.B. 72 Jungfrauen im Jenseits, weniger ausgeprägt sein, ist die Basis doch nicht unähnlich. - #29 09.04.2012 13:38 von
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