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Radikalisierung eines Palästinensers: "Ich dachte nicht an die 72 Jungfrauen im Himme

Gil YaronAls Kinder werfen sie Steine, später sprengen sie sich in die Luft: Das ist das Klischee von Palästinensern, die sich radikalisieren. Doch was treibt sie wirklich an? Begegnung mit Nidal Sabhi Abdel Haq, der fast zum Selbstmordattentäter geworden wäre.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...825272,00.html
  1. #10

    Zitat von yomow Beitrag anzeigen
    Merkwürdig jedoch, wie normal es zu sein scheint Selbstmordattentäter zu werden und dass er seinen Kindern die Entscheidung selbst überlassen will. Das finde ich wirklich heftig.
    Wohl weniger merkwürdig, veranschaulicht es jedoch ein Menschenleben dort im Grunde nichts wert ist.

    Die gesamte Schilderung eines Selbstmordattentats lässt den Leser doch annehmen, dass es ungefähr so ist wie der Gang zum Schützenverein, wenn im Ergebnis dann Soldaten getötet werden war es die Sache wert, wenn Zivilisten sterben ist es auch ok

    Heftig ist es insofern, als dass es wunderbar die moralischen und ethischen Werte verdeutlicht, die diese Menschen so vertreten.

    Das finde ich wirklich widerlich!
  2. #11

    :{[

    Zitat von yomow Beitrag anzeigen
    Nehmen Sie es einfach als Erweiterung ihres Horizonts an.

    Finde es interessant mal zu lesen, wie so ein Mensch tickt. Sicherlich ein etwas zu kurzer Artikel, aber interessant ist es doch.

    Merkwürdig jedoch, wie normal es zu sein scheint Selbstmordattentäter zu werden und dass er seinen Kindern die Entscheidung selbst überlassen will. Das finde ich wirklich heftig.
    Viele Familien haben acht Kinder und mehr, da fällt das bei entsprechender religiöser Einstellung nicht so schwer wie für Deutsche mit 1,4 Kindern.
  3. #12

    Menschenerkenntnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kinder werfen sie Steine, später sprengen sie sich in die Luft: Das ist das Klischee von Palästinensern, die sich radikalisieren. Doch was treibt sie wirklich an? Begegnung mit Nidal Sabhi Abdel Haq, der fast zum Selbstmordattentäter geworden wäre.

    Radikalisierung eines Palästinensers: "Ich dachte nicht an die 72 Jungfrauen im Himmel" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    ""Ich will eine Familie, studieren, meinem Volk dienen.""

    der in diesem schlichten Satz genau wieder gegeben wurde. Was will ein Mensch?
    Genau das was in diesem Satz ausgesagt wird und das gilt neben den Palästinensern genauso den Israelis oder USAler oder den indigenen Völker von allen Kontinenten und es gilt den Deutschen und den Chinesen und den Russen usw. Es muss wohl etwas grundsätzlich bedeutend motivierendes sein und es wäre nun die Frage zu stellen, warum dies immer wieder ausgenutzt wird, egal ob Hilter oder Stalin oder Honecker oder oder oder?
    Warum wird diese eigentlich sehr positive Seite des Menschen immer ausgenutzt?

    MFG
  4. #13

    ???

    Zitat von sylviam1 Beitrag anzeigen
    Das was in diesem Artikel zum Ausdruck kommt, ist unterschwellige Meinungsmache gegen Palästinenser.
    Können Sie das mit Zitaten aus dem Artikel untermauern?
  5. #14

    Das sehen Sie nicht richtig, WEIL

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    Viele Familien haben acht Kinder und mehr, da fällt das bei entsprechender religiöser Einstellung nicht so schwer wie für Deutsche mit 1,4 Kindern.
    die Anzahl der Kinder hat keinen Einfluss auf das Gefühl eines dieser Kinder verlustig zu werden für die Eltern. Wenn ein einziges tot ist klafft eine Lücke die kein mensch mehr schließen kann. Was Sie vermutlich meinen ist die Ablenkung die man notgedrungen erfährt wenn noch andere Kinder da sind. der Verlust ist nie wieder gutzumachen und das gilt sicher für Palästinenser genauso wie für Israelis und auch für alle Eltern dieser Welt.

    MFG
  6. #15

    "Ich kann verstehen, warum es manche stört, wenn Kinder bei unseren Aktionen ums Leben kommen", sagt er später: "Aber es war wichtig, ein Signal zu senden, dass man palästinensische Kinder nicht ungestraft töten kann."

    Igitt!
  7. #16

    Bomben statt Perspektiven

    Da in Deutschland die Selbstmordattentäter höchstens posthum in den Nachrichten erwähnt werden, oder die 72 Jungfrauen satirisch bei Dieter Nuhr das Publikum unterhalten, ist dieser Beitrag willkommen, auch wenn er keine Pointe hat.

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Es ist ein interessantes Interwiev mit einem ehemaligen, religiös erzogenem Attentäter, der wohl nie wieder zu Gewalt greifen wird.
    Da bin ich mir aufgrund des Interviews nicht so sicher.

    Zitat von xtechnokratx Beitrag anzeigen
    ... so ist es auch mit den Israelischen Freiheitskämpfern gewesen die gegen das britische Mandat gekämpft haben, für die Briten damals Terroristen und heute in Israel Helden...
    Beispiel: Ex-Regierungschef Menachem Begin, der Helmut Schmidt als ehemaligem Wehrmachtsoffizier den Handschlag verweigerte.

    Zitat von tksuper Beitrag anzeigen
    ... Es ist die dortige Kultur, in Verbindung mit einer fundamentalen Auslegung des Korans, gepaart mit Bildungsmangel, Minderwertigkeitsgefühlen und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit die diese Explosive Mischung tragen. ...
    Und am Bildungsmangel und der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit müsste man längst etwas ändern.
    Wann setzen das alle involvierten Parteien endlich in die Tat um ? Oder kommen zunächst jahrelange Auseinandersetzungen Israel - Iran, bis nichts mehr von beiden übrig ist oder nur noch einer existiert ?
  8. #17

    Nach den Gründen fragt Niemand

    Zitat von tksuper Beitrag anzeigen
    Es ist die dortige Kultur, in Verbindung mit einer fundamentalen Auslegung des Korans, gepaart mit Bildungsmangel, Minderwertigkeitsgefühle und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit die diese Explosive Mischung tragen.
    Bildungsmangel ist nur sehr selten der Grund warum jemand zum Selbstmordattentäter wird.Oft sind es gerade gebildete Palästinenser, die sich in die Luft sprengen.
    Nach Gründen auf israelischer Seite (Schikane an Checkpoints, die bewusst schlechte Strom- und Wasserversorgung der Palästinenser, nur um mal ansatzweise ein paar Gründe zu nennen.) Aber darüber was Israel alles in dem Konflikt falsch macht (damit kann man Bücher füllen) will ja Niemand was hören.Statt dessen einfach mal difus auf den bösen Moslem an sich schimpfen.

    Zitat von tksuper Beitrag anzeigen
    Schon der Fakt, das Eltern, Nachbarn, Geschwister, Freunde und Ehegatte auf diese „Martyrer“ noch stolz sind, belegt die aussichtlose Situation.
    Egal was Israel tun wird. An diesem Problem, wird sich so schnell, nichts ändern.
    Und wie sieht es in Israel aus?
    Vor einigen Jahren hat sich mal ca. ein Dutzend Piloten der Luftwaffe geweigert weiterhin Bombenangriffe in palästinensische Wohngebiete zu fliegen. Kampfpiloten sind in Israel sehr hoch angesehen.Aber nicht die "Verräter", sondern die jenigen, die weiterhin "Vergeltungsschläge" in Wohngebieten durchführen...
  9. #18

    ???

    Zitat von sylviam1 Beitrag anzeigen
    Warum ergreifen Journalisten immer wieder Partei für eine Seite. Das hat nichts mit Journalismus und neutraler Berichterstattung zutun. Das was in diesem Artikel zum Ausdruck kommt, ist unterschwellige Meinungsmache gegen Palästinenser.
    ....
    Das Gegenteil ist wohl der Fall. Zum Beispiel hier. Zitat: "Gefährlicher als mein Alltag konnte das eh nicht sein: Hier wurden Menschen erschossen, wenn sie im falschen Augenblick aus dem Fenster schauten." Da wurde sovíel ich weiss immer nur zurückgeballert. Guter Journalismus hätte eine solche einseitige Aussage nicht stehenlassen. Seit der Mauer ist auch das dort ruhiger, wo die Mauer die Wohngebiete voneinander so abschirmt, dass man sich nicht mehr sehen kann.

    Daher, der Mann hat aus seinem Leben aus seiner Sicht berichtet. Und das wurde alles in dem Artikel so stehen gelassen. Was ist daran bitte üble Meinungsmache?
  10. #19

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen

    die Frage zu stellen, warum dies immer wieder ausgenutzt wird, egal ob Hilter oder Stalin oder Honecker oder oder oder?
    Warum wird diese eigentlich sehr positive Seite des Menschen immer ausgenutzt?

    MFG
    Ich denke die Antwort ist einfach. Durch eine massentaugliche Idelogie kann man anscheinend immer wieder Menschen für Missetaten ausnutzen, besonders Jugendliche. Ob nun Stalinismus, Maoismus, Nationalsozialismus....immer wieder kam es im letzen Jahrhundert vor, das Hassbücher und die mit ihnen prophagierten Ideologien Menschen radikalisiert haben. Im Falle des im Artikel genannten, klingt es schon so, als das er seine Legitimation aus dem Islam zog, wenigstens zum Teil. Das würde dann in die Reihe mit den anderen Ideologien passen.

    Nur das Ende klingt etwas merkwürdig:
    - er will seinen Kindern die freie Entscheidung lassen seinem Weg zu folgen Oo Das ist doch nicht normal^^

    - Die Nachbarstochter findet ihn total heiß, weil er ein Selbstmordbomber war Oo (Habe ich den falschen Beruf gelernt? Meine Nachbarin ignoriert mich immer :( )

    - Die religiös angehauchte Bemerkung, das Hunde unrein sind und er nicht versteht, das ein Anwohner Gassi mit nem Hund geht. Ist das nicht des Nachbars Sache?

    - Beschwert sich über westliche Kleidung bei anderen....

    ----
    Ansonsten sieht man mal den deutlichen Unterschied vom israelischen Rechtssystem und dem der umliegenden Länder. Vor allem weil die Hamas vor 2 Tagen mal wieder höchstoffiziell ein paar sog. "Verräter" gehängt hat... Krasser Kontrast.


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