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Radikale bei den Piraten: "Unsere Ideen versinken in Müll und Dreck"

DPADie Piraten verlieren die Geduld im Streit um Neonazis in den eigenen Reihen. Geschäftsführerin Weisband ruft dazu auf, härter gegen Radikale vorzugehen. Es sei "Bullshit", dass man rechtsextreme Meinungen tolerieren müsse. Der Ton wird rauer - auch von Seiten der anderen Parteien.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828729,00.html
  1. #150

    aber nachdem ich den Herr Wovereit in aller Bigotterie und Verschlagenheit in der Talkshow gesehen, haben überleg ich es mir nochmal.
    Bergreifen diese "Politprofis" nicht, dass sie das Gegenteil mit ihren Schlammschleudern erzeugen, und eher Symphatie für eine im Gründungs und Findungszustand befindlichen Partei erzeugen.
    Es geht ja nicht nur um zweifelhafte Anschauungen, auch die Möchtegerne, die schon Kandidaten jeder dritten UWG waren, oder schrullige Prozesshansel die jetzt einen Platz im Landtag anstreben, müssen niedriggehalten werden, kurz all die Typen die an Zynismus mit den etablierten Politikern mithalten können, nur nicht den Erfolg gehabt haben, den sie nach eigener Meinung verdient hätten.
    Und dass die Grünen, die sich selbst noch gut an ihre Gründungsphase erinnern können sollten, jetzt die Kotkübel rausholen, macht sie noch unwählbarer als sie es wegen ihres Führungspersonals vorher schon waren.
  2. #151

    Zitat von G-Kid Beitrag anzeigen
    hatte ich vor, die Piraten zu wählen. Aber wenn ich hier lese, daß Mitglieder, die eine andere Meinung haben, mit "Schwein" beschimpft werden, nehme ich davon Abstand.
    Mal ganz grundsätzlich: Ein Nazischwein hat keine Meinung, sondern ist ein Verbrecher.
  3. #152

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Freiheit muss nicht "verteidigt" werden, das impliziert ja schon wieder den Kampf.

    Freiheit braucht Gleichheit. Wenn Freiheit z.B: nur für Deutschstämmige gilt, haben wir genau das Problem mit den Rechtsradikalen. Wenn Freiheit gleichermaßen für alle gilt, haben die Rechten ja eh keinen Halt mehr.

    Nährboden für Rechtsradikalismus ist ohnehin Ungleichgewicht in der Gesellschaft, dass dann auf irgendwelche Gruppen umgelenkt wird.

    Die Rechtsradikalen haben ja nämnlich durchaus damit recht, dass es ein Problem gibt im Land, dass sie keine Arbeit finden, dass sie fallen gelassen werden. Nur die Schlussfolgerung, dass daran z.B. Ausländer schuld sind, ist halt völlig falsch. Das ist ein Systemproblem.
    Es ist kein Systemproblem. Es ist ein Umstellungsproblem dessen Wehen wir noch Jahrzehnte spüren werden. Vor der Produktionsgesellschaft in die Dienstleistungsgesellschaft, in der Produktion weitgehend automatisiert ist. Und in der Bildung, Wissen und die Gabe Beides anzuwenden, unendlich viel mehr zählt als der Umfang der Oberarme.

    Dummerweise wird diese Umstellung noch Jahrzehnte dauern und damit erheblich länger als die von der Agrar- und Manufrakturgesellschaft zur Industriegesellschaft. Und erheblich lauter... denn die heutigen Mittel mit denen sich, glücklicherweise, jeder publizieren kann, gab es in den 30er, 40er und 50er Jahren des 19. Jahrhunderts und auch in der Nachkriegszeit nicht.

    Ansonsten haben Sie aber schon vollkommen Recht...
  4. #153

    Marina Weisband versenkt also die Ideale in lauter Müll und Dreck.

    Sorry, aber eine Partei, die gegen die Meinungsfreiheit ist, ist unwählbar.
  5. #154

    Zitat von movfaltin Beitrag anzeigen
    Ich halte es für eine Bankrotterklärung der Weisband, bei Meinungs- oder Kenntnisunterschieden beleidigend zu werden und einen Mitmenschen als "dieses Schwein" zu diskreditieren.
    D'accord - bislang hielt ich Frau Weisband ja nur für etwas naiv, politisch unerfahren und noch nicht durch Politiker-Sprech infiziert. Gute Kinderstube lässt sich halt nicht so einfach erbeuten.

    .. amüsant ist der Blog des gesammelten Rassismus / Sexismus. Manches ist sicher weit jenseits des guten Geschmacks, aber bei einigen Dingen fragt man sich, worüber der Pirat von heute sich so alles echauffiert.

    Liquid Democracy bedeutet wohl: "Cybermobbing gg die Verqueren"
  6. #155

    Bis jetzt sind die Piraten so erfolgreich, weil sie sich nicht positiniert haben bei vielen elementaren Themen. Auf Dauer kann so eine Partei nicht funktionieren. Sobald sich die Piraten wie eine richtige Partei organisieren werden sie aussterben.
  7. #156

    Sie

    Zitat von snigger Beitrag anzeigen
    was ist daran rechtsradikal? es kann doch genauso auf die momentane verschwendungssucht der bundesregierung hinweisen. wo ist der kontext?
    wenn ich sage:
    "die katholische kirche wird jedes jahr mit XYZ Millionen Euro aus hart erarbeiteten Steuergeldern alimentiert! Weitere Kommentare spare ich mir an dieser Stelle" ... bin ich dann ein anti-christ(also teufelsanbeter) ???
    wollen wohl nicht den Unterschied erkennen!? Aus der Kirche können Sie jederzeit austreten, und bezahlen keine KS mehr. Die zehn Mille bezahlen alle an diese Lauschepper. Mit Geld damals wie heute, konnte oder kann man sowieso nicht lindern, was man den Juden 39-45 angetan hat! Es gibt für mich auch keine Kollektivschuld, die haben die zu tragen, die seinerzeit in Amt und Würden waren, bezw. deren Kinder! Meine Eltern z.b, haben auch keinen A.H verhindern können, waren nicht NSDAP Mitglieder haben diese auch nicht gewählt. Mein Vater mußte Soldat werden, und war weder bei der SS noch Schreibtisch Befehlsgeber! Die Kinder der wirklichen Kriegsverbrecher von 39-45 leben größtenteils wirklich noch in D., und sitzen stellvertretend für Ihre Eltern auch wieder in Amt und Ehren! Deshalb in D. Abschaffung des Militärs, oder zumindest lt. GG nur zur L.verteidigung!
  8. #157

    'Wie viele Mitglieder der Piratenpartei stehen denn unter dem Verdacht, rechtsradikalem Gedankengut nahezustehen. Unter 25.000 Mitgliedern wird 1 genannt. Oder gibt es im Netz eine Liste mit mehr Namen?
  9. #158

    Zitat von steelman Beitrag anzeigen
    Mal ganz grundsätzlich: Ein Nazischwein hat keine Meinung, sondern ist ein Verbrecher.
    Genau! Nur von der linken Gesinnungskontrolle anerkannte Meinungen sind erlaubte Meinungen.
  10. #159

    Etikettenschwindel

    Was ich an der Sache so erheiternd finde ist, daß die Piraten quasi als Jedermannspartei angetreten sind. Entsprechend ist der Zulauf einmal quer durch die politische Bandbreite, das sollte EIGENTLICH bei der Gründung solch einer Partei eingepreist sein.

    Und nun, da wunschgemäß "Jedermann" kommt stellt die Partei voll Erschrecken fest, daß "Jedermann" auch wirklich oder vermeintlich fragwürdige politische Ansichten vertritt, von rechtsaußen bis linksaußen.

    Na sowas, kann man da nur sagen. Und die wollen sie auf einmal nicht? Gut, kann man verstehen. Aber dann sollte man jenen grundsätzlichen Webfehler beseitigen, sich als "Jedermannspartei" zu vermarkten, denn das entpuppt sich doch wohl als Etikettenschwindel. "Jedermann" vertritt eben nicht nur keine oder unauffällig angepaßte Ansichten in der Mitte des Meinungsmainstreams. Und auf die Idee hätten die Piraten spätestens angesichts der derzeit tobenden Debatte um Rechtsradikalität auch jederzeit selbst kommen können. Stellt sich nur die Frage: Sind die wirklich sooo dumm?








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