Radikale bei den Piraten: "Unsere Ideen versinken in Müll und Dreck"

DPADie Piraten verlieren die Geduld im Streit um Neonazis in den eigenen Reihen. Geschäftsführerin Weisband ruft dazu auf, härter gegen Radikale vorzugehen. Es sei "Bullshit", dass man rechtsextreme Meinungen tolerieren müsse. Der Ton wird rauer - auch von Seiten der anderen Parteien.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828729,00.html
  1. #120

    Auch wenn es jetzt wieder PC Gebrüll gibt. Keine Partei sollte ungeprüft die Ratschläge und Vorschläge ihrer Gegner übernehmen. Die Gegner der Piraten sind den Piraten nicht wohlgesind und die gleichgeschaltet Presse biedert sich nur bei dem Mächtigen an. In jeder Partei gibt es Wirrköpfe und natürlich auch in bei den Piraten. Wichtig ist nur, dass die Wirrköpfe nicht überhand nehmen. Die herrschenden Partei haben Deutschland erst in die Lage geführt, die die Piraten erfordert und wenn es um die Fleischtöpfe der Macht geht, waren diese herschenden Partei schon immer jede Schurkerei recht. Denkt an den Putsch gegen Wulff. Wer nicht pariert, der wird zurückgetretten.
  2. #121

    Was einen nicht tötet härtet ab und macht stärker.
    Mehr ist zu dem ganzen Gestänkere gegen die Piratenpartei nicht zu sagen.
    Da auch rechte in einer solchen Partei Mehrheiten benötigen werden die sich bald von selbst eliminieren oder ausgeschlossen.
    Uns was soll bitte Konzeptlos bedeuten?

    Das Gegenteil von Schwarz Gelb, Rot Schwarz oder Rot Grün?

    Dieses ewige Schwarz Weiß gemale und Real / Nicht Realo Gelaber geht einem so auf den Keks.
    Mehr als die Grünen werden die Piraten auch nie an Stimmen haben, -der BILDungspolitik wegen.
  3. #122

    Auf 2 Augen Blind

    Zitat von lupenreinerdemokrat Beitrag anzeigen
    a) gibt es keine "Neonazis" bei den Piraten, das ist eine Erfindung der von den derzeitigen (Noch)Eliten gesteuerten Medien

    b) wird die Verleumdungskampagne, die zur Zeit mit allen möglichen Mitteln gegen den neuen, gefürchteten Konkurrenten (Piraten) vom Zaum gebrochen wird nichts nützen. Die Wähler sind zum Glück nicht ganz so dämlich, wie gerne gehabt und werden in den nächsten Wahlen schon ein Zeichen setzen, wer reif ist, abzudanken.

    Wind of Change - nie nötiger als heute!
    Manche sind nur auf dem rechten Auge blind, andere gleich auf beiden Augen. Jetzt sind also die Medien schuld, es ist eine "Verleumdungskampagne" von etablierten Parteien, usw. usf..

    Christian Wulf hätte es wahrscheinlich genauso gemacht. Erst leugnen, dann andere verantwortlich machen. Das ist also der neue Politikstil der Piraten
  4. #123

    Zitat von pepito_sbazzeguti Beitrag anzeigen
    "Die Grünen hätten ein Zitat "aus dem Kontext gerissen", führten "einen schmutzigen Wahlkampf" und würden mit "Dreck werfen"."

    Tja, mit Dreck schmeißen, das haben die GrünInnen den Piraten aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung natürlich voraus. Ich hoffe, dass die Piraten in Zukunft mit konstruktiven politischen Vorschlägen aufwarten - also das Gegenteil der GrünInnen werden.
    Vorschlag?
    Im Übringen wähle ich die Piraten... >:-)
  5. #124

    Zitat von weshalbwarumwohin Beitrag anzeigen
    um unsere Demokratie! Die eigentliche Farce und allgegenwärtige Schwäche ist nicht irgendwelcher Antisemitismus, sondern die Unfähigkeit, z.B. wie im Fall Grass, zwischen den Extremisten und berechtigter Kritiker unterscheiden zu können. Statt auf die Kritik einzugehen, wird gleich sämtliches aus dem Kontext gerissen, mit der "Rechtenkeule" ausgeholt und die aufkommenden Wogen mundtot geglättet. Dass dies vorläufig Ruhe bringt, ist nicht zu leugnen, aber genauso werden Fronten verfestigt und Extreme geschaffen!
    Diese Vorgehensweise macht mir auf alle Fälle mehr Sorgen, als der kognitive Schluckauf postpubertärer Pseudopolitiker!
    Da ist schon was dran, zumal auch Antisemitismus (Rassismus gegen Juden) und Antizionismus (Rassismus gegen den Staat Israel) völlig falsch benutzt werden.

    Teils ist sogar eher die Verknüpfung aktueller Ereignisser mit dem Holocaust weit antisemitischer, weil da irgendwie mitschwingt, dass es damals einen Grund gegeben hätte der auch heute noch irgendwie existiert.

    Doch Rassismus ist ja nunmal grundlos, sonst wäre es kein Rassismus.

    Antisemismus wird heutzutage eh selten Rechtsextremen vorgeworfen, sondern weit mehr Linken, wenn diese Israels Außenpolitik kritisieren.
  6. #125

    Es ist ja begrüßenswert, dass der Spiegel über den sehr guten und lesenswerten Blogeintrag von Marina Weisband berichtet und auch einen Link darauf setzt, so dass der Originalwortlaut nachgelesen werden kann.

    Allerdings ist der eine Satz, der hier als Überschrift dient, leider sehr tendentiös aus dem Zusammenhang gerissen, so als ob Marina damit den Bankrott der Piraten erklären würde. Die Diskussion um die vernünftigen Grenzen des Geltenlassens abweichender Standpunkte ist wichtig und notwendig (nicht nur bei den Piraten, siehe die Maulkorbpläne im Bundestag!). Und bei den Piraten *wird* sie geführt. Danke, Marina!
  7. #126

    Zitat von NoName! Beitrag anzeigen
    die differenziert und vor allem offen und ehrlich den "hysterischen, antifaschistischen Anti-Nazikampf ablehnen! Linke Meinungsdiktatur. Ja ist man in Deutschland denn wirklich gleich ein extremer Neonazi, wenn man NICHT einseitig links und politisch korrekt denkt!? ich fasse es nicht, dass dieser Irrsinn, dieser fanatische und blinde, einseitige "Kampf gegen Rechts" nicht endlich mal etwas an Intelligenz und differenziertem Denken gewinnt!! Ich schäme mich für dieses Land voller politisch korrekter Hysteriker !
    Nein, das ist man nirgends, sehe ich auch nirgends. Ist auch genau umgelehrt, heutzutage sind sehr reche Positionen gerade Mal mitte und alles, was mitte ist, bereits links, fast schon linksextrem.

    Daher kommt die Vermutung hoch, weil alles nach rechts gerutscht ist, dass da so vieles links steht. Das liegt an der Perspektive, nicht an der eigentlichen Ausrichtung.
  8. #127

    Die Akzeptanz der Menschenrechte sollte der minimale Konsens sein,

    wenn man bei den Piraten mitmachen will.
  9. #128

    Jetzt haben die Systemparteien endlich ein Thema gefunden, um der Piratenpartei zu schaden. Zugegeben, es gibt vereinzelte rechtsradikale Äußerungen, aber in vielen Fällen - z.B. dem Friedman angeführten "Fall Theisen" - handelt es sich überhaupt nicht um Rechtsextremismus. Theisen wendet sich nur gegen die politischen Paragraphen unseres Strafgesetzbuches (§§ 120 ff. oder 130 ?), die eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig sind, weil sie die Meinungsfreiheit unterdrücken. Friedmans Unterstellung . Theisen würde den Holocaust relativieren, ist mehr als bösartig - eine gemeine Diffamierung.

    Aber unsere politisch-korrekten Gesinnungsterroristen können sich hier wieder einmal - wenn auch mit gefälschten oder bewußt mißverstandenen Zitaten - austoben.
  10. #129

    Zitat von marex23 Beitrag anzeigen
    So ist Deutschland nun einmal. Überall auf der Welt werden die Parteien politikwissenschaftlich und gesellschaftlich so verortet, wie sie sind: rechts = konservativ, (mitte = liberal?), links = progressiv. extrem rechts = reaktionär, extrem links = revolutionär.
    Die Rechten wollen erhalten, die Linken wollen verändern. Die extremen Rechten wollen Gesellschaft/Politik/System zerschmettern und die "gute alte Zeit" wiederaufbauen, die extremen Linken wollen Gesellschaft/Politik/System zerschmettern und durch irgendetwas "utopisches, besseres, neues" ersetzen.

    Nur die Deutschen, die politischen Extrawürste, müssen alles anders benennen und anders einteilen:

    Die Linke: Vom Namen links, vom Programm eher rechts (falls ich das richtig mitbekam, wollen die doch etwas "wiederhaben", das es früher gab, also eher reaktionär... also ziemlich rechts?).

    Die CDU: Von der Historie mitte-rechts (Vorläufer: Centrumspartei), wollen immer alles so belassen, wie es ist, also rechts (jetzt wird aber eher im Wind gekreuzt, je nach Wähler-Wind).

    Die Grünen: Früher ganz klar links, fast schon umstürzlerisch links, doch jetzt schwenkt das Ruder um und man befindet sich schon auf Kurs in Richung Rechts...

    Die FDP: Früher war die mal relevant ;-)

    Die Piraten: Tja, die haben sich noch nicht entschieden und stehen dazu, möchten das auch in Zukunft nicht festschreiben. Denn das eine möchten sie erhalten (Datenschutz?), das andere abschaffen (Copyright).
    Der Einzige Unterschied der Piraten ggü. den anderen Parteien?
    => Sie geben zu, dass sie sich grundsätzlich und immer nach dem Wind drehen, nicht unbedingt dem Wählerwind, aber auf jeden Fall im Mitgliederwind. Hört sich eigentlich gar nicht schlecht an, birgt aber viele Risiken...

    Denn sie sind unberechenbar für andere politische Akteure und manipulierbar durch Lobbyarbeit von Politik und Wirtschaft.
    Stimmt letztlich nichtmal, nur war damals halt rechts die Verteidigung des authoritäten Obrigkeitsstaates und links wollte die Herrschaft des Volkes, galt daher als revolutionär.

    Inzwischen wird da alles mögliche reingedeutet, weshalb die Worte an sich nicht mehr viel wert sind.

    Die Linke hat nebenbei in der Tat sehr viele konservative Standpunkt, eben gerade das Grundgesetz betreffen, während die Blockparteien da eher revolutionär denken und das immer weiter verändern bis abschaffen wollen.

    Aber all diese Einteilung hilft nicht viel, man sollte sich immer einfach ansehen, was die Parteien tun.