Forum: Blogs
Radikale bei den Piraten: "Ich geh jetzt kotzen und dann ins Bett"
dapdDie Piraten wollen offen sein für alle. So sorgen regelmäßig radikale Mitglieder für Aufruhr. Die Partei ist gespalten: Die einen fordern einen Google-Check, um rechtsextreme Kandidaten herauszufiltern, andere halten die "CDU gefährlicher für die Demokratie als die Nazis".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827120,00.html
- #20 12.04.2012 19:05 von
- #21 12.04.2012 19:06 von
- #22 12.04.2012 19:07 von
Das ist ja gerade der Zauber
der Piraten. wir haben für jeden ein offenes Ohr. Hier kann sich jeder aufgehoben fühlen. Themen wie Pädophilie, Gold als Währung, Zinslose Wirtschaft, Esotherik gegen Aids, alle Arten von Freunden des 9/11 oder die komplette Zeitgeisttruppe finden hier Unterschlupf. Wir wären ja verrückt, wenn wir uns den aktivsten Teil unserer Partei wegen solcher Anwürfe wegnehmen lassen würden. Und wir erfüllen zugleich einen wichtigen sozialen Auftrag, indem wir jede noch so verrückte Idee positiv begleiten. Das ist gelebte Basisdemokratie!
Und da kommt noch so einiges auf die Etablierten zu, die eh nichts besser machen als wir.
Ich bin so piratig heut! - #23 12.04.2012 19:08 von
Lego und Playmobil
Ihre Bildunterschrift "Logo und Lego" ist sehr griffig, aber auch sehr falsch. Bei dem abgebildeten Männchen handelt es sich nämlich um eine Playmobil-Figur. Ein himmelweiter Unterschied!
- #24 12.04.2012 19:08 von
Schlag(wörter)abtausch
Zitat aus dem Artikel: "Auch ein Pirat, der für die Partei in Hannover bei den Landtagswahlen antritt, will, dass Holocaust-Leugnung nicht mehr bestraft wird."
Was ist denn daran schlimm, eine solche Forderung zu stellen? Damit leugnet man den Holokaust doch nicht, und man unterstützt auch keine Holokaust-Leugner.
Es gibt ja auch Menschen, die der Ansicht sind, dass man den Handel mit Marihuana nicht mehr verbieten soll. Dass jemand diese Ansicht vertritt, bedeutet weder, dass er selbst mit Marihuana handelt noch dass er es gerne tun würde noch dass er gut findet, wenn andere es tun.
Man kann durchaus der Meinung sein, dass die Leugnung des Holokaustes falsch und für die Gesellschaft schädlich ist, und trotzdem finden, dass die Bestrafung von Holokaust-Leugnern der falsche Weg ist, um das zu verhindern.
Wenn man nicht erlaubt, bestehende Gesetze in Frage zu stellen (Gesetze zu brechen ist etwas ganz anderes!), kann man gar keine Politik machen. - #25 12.04.2012 19:09 von
- #26 12.04.2012 19:12 von
Im konkreten Fall wurde ein Kandidat gestrichen, weil er gefordert hat, das Leugnen des Holocaust nicht länger strafrechtlich zu verfolgen, es ging ausdrücklich nicht um das Leugnen des Holocaust selbst.
"Rechte Tendenzen unterstellt die Partei ihm nicht. Der Mann trete konsequent für die Meinungsfreiheit ein, habe dafür aber denkbar schlechte Beispiele gewählt."
Straffreiheit für Holocaust-Leugner: Piraten wehren sich gegen rechte Unterwanderung - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
Ansonsten ist mir nur ein Fall aus dem Jahr 2009 bekannt, aber auch in diesem Fall hat meines Wissens nie die Justiz handeln müssen, weil nichts Verwertbares vorlag. Die Stellungnahmen der Piratenpartei lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Man versucht nun seit 3 Jahren, den Piraten etwas zu unterschieben, wegen extrem weniger Fälle, die auch nie zu Strafanzeigen etc führten, nur heiße Luft. Wie diese verzweifelten Kampagnen der etablierten gewirkt haben, sieht man an den Wahlergebnissen und Umfragen. Und das ist auch gut so. Rufmord darf nicht belohnt werden.
Angesichts der Tatsache, dass man nur ein Internet-Formular ausfüllen muss, um Mitglied zu werden, kann niemand behaupten, die Partei sein interessant für Rechte. Ganz im Gegenteil. Zulauf haben die Piraten von ehemaligen Mitgliedern der Linkspartei und der Grünen. - #27 12.04.2012 19:12 von
Es geht hier nicht um eine bestimmre Version der Geschichte - schon alleine diese Formulierung ist seltsam. Es geht darum, das Deutschland wehrhaft zu seiner Geschichte steht. Und dazu gehört es zumindest das Andenken an die vielen aus rassitischer Gründe Ermordeten nicht zu schmälern. Daher hat man sich entschlossen, eine Leugnung der Taten nicht zu erlauben. Natürlich schränkt das die Redefreiheit ein, es ist aber nicht die einzige Einschränkung und damit muss eine Demokratie auch in Zukunft leben können, ob es für einige zeitgemäß ist oder nicht.
Mir scheint die Piraten müssen sich wirklich baldigst ein Grundsatz-Programm erstellen, das nicht mir mit recht leeren Schlagworten hantiert, wie das jetzige Wahlprogramm, sondern wirkliche Grundsätze definiert, damit die Mitglieder wissen, ob sie überhaupt in der richtigen Partei sind. - #28 12.04.2012 19:13 von
- #29 12.04.2012 19:14 von
Naja, der Vergleich von CDU und NPD hinkt sicher etwas.
Aber:
In welche Partei sind denn viele national-konservative Leute nach dem Krieg gegangen? In welcher Partei sind denn Leute, wie Erika Steinbach? In welcher Partei konnten Altnazis, wie Kiesinger und Carstens in höchste Staatsämter kommen?
oder um es mit den Worten von Ex-Finanzminister Alex Möller zu sagen:
"Die, die diese Weltkriege und die darauf folgenden Inflationen zu verantworten haben, stehen Ihnen (CDU) geistig näher als der SPD".
Die CDU sollte beim Thema Nazis in den eigenen Reihen sehr sehr vorsichtig sein...
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

