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Rad und Doping: Helden des Spritzensports

Mit Alberto Contador und Lance Armstrong stehen die beiden*erfolgreichsten Radprofis der vergangenen Jahre unter schwerem Dopingverdacht - und die Öffentlichkeit nimmt es achselzuckend hin. Der Profiradsport*hat sich sein Image*mittlerweile so verdorben, dass sich keiner mehr aufregen kann.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,764204,00.html
  1. #110

    ...

    alljährlich mit beginn der großen rundfahren kommen wieder pünktlich artikel über doping im radsport.

    darüber kann ich tatsächlich nur noch mit den achseln zucken.
    es ist wirklich billig, sich auf eine sportart einzuschießen.
    und die praxis, den radsport zu ignorieren, wie es die ÖR und diverse blätter tun, ist in meinen augen ein zeichen von primitivismus und kindergartenmentalität.

    es ist absolut lächerlich, es immer wieder zu fragen, aber glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass der radsport die ausnahme ist, dass nur im radsport gedopt wird?

    abgesehen davon, sollte man sich ernsthaft gedanken darüber machen, welche rollen medikamente und drogen in unserer gesellschaft spielen und in zukunft spielen werden, bevor man sich über sportler mokiert.

    sich über den radsport aufzuregen ist eine billige ersatzhandlung. an schwachsinn mit der inquisition vergleichbar. die medien stellen sich gerne als gerecht und moralisch hin.

    ich frage mich, warum sie überhaupt berichten, wenn sie den radsport verdammen und sowieso nur immer in das gleiche horn blasen.

    übrigens, dieser spezifisch deutsche radsport-hass verfolgt einen auch in form von psychopathischen autofahrern, wenn man mit dem rennrad durch die gegend fährt. in einer auto-nation beobachtet man lieber, wie zehn idioten mit 300 km/h stundenlang stumpfsinnig im kreis fahren und dabei die umwelt mit gestank und lärm verpessten.

    dass der radsport mittlerweile ein riesengeschäft ist, wer hätte das gedacht. was aber sind die olypiade und die fußball-wm anderes als gelddruckfabriken, als eine moderne form des imperialismus, die im fernsehen als sportereignisse angepriesen werden? ist ja klar, dass bei solchen veranstaltungen kein sportler mit illegalen mitteln nachhilft.

    ja, ich finde es billig, naiv und heuchlerisch, die dinge so darzustellen.
  2. #111

    Fussball

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Finde ich super. Das sind mal Beweise. Keine positiven Test, keine Erklärung, warum es Radsportler erwischt und keine Fußballer, keine Erklärung, warum Fußballer fast über das ganze Jahr im Wettkampf sind (Bundesliga, DFB Pokal, Hallenturniere, Freundschaftsspiele, Länderspiele, WM, EM, CL und EL)... sie da regelmäßig getestet werden und nichts raus kommt.

    Aber natürlich gibt es "Beweise". Da wird ein "Buch" eines Sportmediziners zitiert. Tolle Werbung. Tolles Argument. So kann ich ohne Probleme "nachweisen", dass die Amis nie auf dem Mond waren....
    Guten Tag Herr Holgerson,
    sind sind da die schützende Hand des Fussballs. Ganz kurz zu Spanien und Fuentes:
    A: Fuentes arbeitet jetzt als Teamarzt eines Drittligisten in Spanien. Wäre es eine Damenmannschaft könnte man eine Verbindung herstellen... immerhin ist er Frauenarzt. (März 2011)
    B: Der Spanische Trainer vom FC Barcelona wurde als aktiver Spieler des Dopings überführt! Nun trainiert er den FC Barcelona. (2001!)
    C: Barcelona , schönes Stichwort: Maradona, der Weltfussballer wurde 1994 positiv bei einer WM getestet und legte vor ein paar Tagen nach, dass 1993 die argentinische Nationalmannschaft gedopt war... man musste sich ja für die WM qualifizieren. (aktuell Mai 2011)
    D: Messi ist wirklich ein toller Fussballer. Allerdings wurde er aufgrund seines Minderwuchses im Jugendalter mit Hormonen behandelt. Hört sich verdammt nach China-Praktiken an.
    E: Barcelona klagt gegen einen spanischen Radiosender, der den Verein mit Doping in Verbindung gebracht hat (Aktuell 2011).

    Das macht den Radsport nicht besser, lässt aber den fussball und die so gelobte beste mannschaft der welt (barcelona ist ja auch fast die spanische nationalmannschaft) schon in einem anderen licht darstehen.

    ich bin auf ihre erklärungen schon gespannt.
  3. #112

    Ausweichen, wegducken

    Sicher wird in vielen Sportarten gedopt. Sicher wird Doping in anderen Ländern (wie das Atomrisiko)nicht so ernst genommen wie hier. Das macht die Lage im deutschen Radsport aber nicht besser.Aber ganz sicher wurde Jan Ullrich 2002 positiv getestet und dafür bescheidene 6 Monate gesperrt - was belanglos ist, denn die Blutbeutel, Geldüberweisungen, Pevenage-Äusserungen, D'Hont-Aussagen und nicht zuletzt die simplen Feststellungen des BKA und der Staatsanwaltschaft ("Ullrich hat gedopt") und das Urteil des OLG Hamburg gibt es ja auch. Das ist alles unbestreitbar und die Diskussion ist unsinnig. Es gibt in keiner anderen Sportart so viele, die Doping klein- und schönreden, mit Dopern nachsichtig sind und Betrug zur Normalität machen. Schaut doch die Siegerlisten von Giro, Tour etc. an: es ist eine Schande und ein Debakel.

    Der Radsport ist als private Bewegung im Aufwind. Also ohne Kampf, Leiden, Doping, Betrug, Sieg und Wettkampf. Einfach nur gesund und schön. Das machen auch die Doper (das sind keine "Sünder", das sind Täter!) nicht kaputt. Radsport im TV muss aber nicht sein.


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