alljährlich mit beginn der großen rundfahren kommen wieder pünktlich artikel über doping im radsport.
darüber kann ich tatsächlich nur noch mit den achseln zucken.
es ist wirklich billig, sich auf eine sportart einzuschießen.
und die praxis, den radsport zu ignorieren, wie es die ÖR und diverse blätter tun, ist in meinen augen ein zeichen von primitivismus und kindergartenmentalität.
es ist absolut lächerlich, es immer wieder zu fragen, aber glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass der radsport die ausnahme ist, dass nur im radsport gedopt wird?
abgesehen davon, sollte man sich ernsthaft gedanken darüber machen, welche rollen medikamente und drogen in unserer gesellschaft spielen und in zukunft spielen werden, bevor man sich über sportler mokiert.
sich über den radsport aufzuregen ist eine billige ersatzhandlung. an schwachsinn mit der inquisition vergleichbar. die medien stellen sich gerne als gerecht und moralisch hin.
ich frage mich, warum sie überhaupt berichten, wenn sie den radsport verdammen und sowieso nur immer in das gleiche horn blasen.
übrigens, dieser spezifisch deutsche radsport-hass verfolgt einen auch in form von psychopathischen autofahrern, wenn man mit dem rennrad durch die gegend fährt. in einer auto-nation beobachtet man lieber, wie zehn idioten mit 300 km/h stundenlang stumpfsinnig im kreis fahren und dabei die umwelt mit gestank und lärm verpessten.
dass der radsport mittlerweile ein riesengeschäft ist, wer hätte das gedacht. was aber sind die olypiade und die fußball-wm anderes als gelddruckfabriken, als eine moderne form des imperialismus, die im fernsehen als sportereignisse angepriesen werden? ist ja klar, dass bei solchen veranstaltungen kein sportler mit illegalen mitteln nachhilft.
ja, ich finde es billig, naiv und heuchlerisch, die dinge so darzustellen.
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