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Quotenstreit in der Koalition: Frauen-Aufstand gegen Schröder

dapdBrüssel bereitet eine Frauenquote für Europa vor - doch Familienministerin Kristina Schröder weist die Forderung nach einer verbindlichen Regelung strikt zurück. Mit ihrer Haltung steht sie zunehmend alleine da: Die Quotenfans in den eigenen Reihen erhöhen nach dem Machtwort aus Brüssel den Druck.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819638,00.html
  1. #150

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Brüssel bereitet eine Frauenquote für Europa vor - doch Familienministerin Kristina Schröder weist die Forderung nach einer verbindlichen Regelung strikt zurück. Mit ihrer Haltung steht sie zunehmend alleine da: Die Quotenfans in den eigenen Reihen erhöhen nach dem Machtwort aus Brüssel den Druck.

    Quotenstreit in der Koalition: Frauenaufstand gegen Schröder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Nun: Die meisten Posten in Aufsichtsräten u.ä. haben Männer. Die meisten Selbstmörder sind auch Männer. Ich habe den Eindruck, dass Männer im Allgemeinen extremer sind als Frauen. Also im Mittel nicht besser und auch nicht schlechter, aber dass Extreme bei Männern häufiger vorkommen.

    Vor diesem Hintergrund wundert es mich nicht, dass die meisten Aufsichtsräte, Nobelpreisträger, Professoren und was weiß ich nicht für Positivbeispiele männlich sind. Die ganzen Negativbeispiele gibt es auch und werden nicht genannt und finden keinen Platz in der Politik. Auch sehr schade, denn wie gesagt: die gibt es auch.
  2. #151

    Ich fordere eine Intelligenzquote für Politiker: mindestens 10% sollten einen IQ von 105 oder höher haben.

    Aber ich fürchte, es würde am Mangel an Bewerbern scheitern..
  3. #152

    sinnvoll nur mit bedingungen

    Ich bin als Mann durchaus für Frauenquoten zu begeistern, diese sollten aber dann auch an vernünftige Bedingungen verknüpft sein.

    Zum einen dürfte die Qualifikation der Quotenfrauen nicht schlechter sein als die der männlichen Mitbewerber, zum Anderen sollte es Quoten in jedem Bereich der Arbeitswelt geben. Denn einige haben es ja schon erwähnt: Sich nur die Geld- und Machteinbringenden Jobs auszusuchen ist ja schön und gut, hat aber nichtsmehr mit der Gleichstellung von Mann und Frau zu tun. Also entweder man zieht das konsequent auf allen Ebenen durch, oder man lässt es einfach wie es bisher geregelt ist.
  4. #153

    Ja!

    Zitat von punsen Beitrag anzeigen
    Das ergibt schon Sinn. Man muss nur mal die Bervorteilung von Mädchen in der Schule, welche zu höheren Abiturraten führt, und die Wahl der Studienfächer, mit niedrigen Abbruchsraten und Karrierechancen, von Frauen beachten.
    Es wird eben nicht jede Gender-Studentin Aufsichtsratsvorsitzende. Ein bißchen Kompetemnz und Leistungswille sind da schon gefragt.

    Da aber Gleichberechtigung immer nur aus Perpektive der Frauen gesehen wird, wundert so ein verzerrte Wahrnehmung niemanden.
    Bitte verwechseln wir nicht Gleichberechtigung und Gleichstellung! Gleichberechtigung ist ein Muß in unserer Demokratie. Das bedeutet aber doch längst keine Ergebnisgleichheit, wie sie durch die "Gleichstellung" in angenehmen Rosinenjobs betrieben werden soll. Gleichstellung würde letztendlich zu totalitaristischer Entmündigung des Bürgers führen, denn dann müßten letztlich alle Berufe zu 50% "gleichgestellt" werden. Und nicht nur die Berufe : Selbstverständlich darf dann z.B. auch das Sorgerecht für Kinder nur zu 50% an Frauen gehen. Auf die Reaktionen dürfte man gespannt sein.
  5. #154

    wenn Gleichberechtigung, dann für beide Geschlechter !

    Die Frage, ob Männer oder Frauen in dieser Gesellschaft benachteiligt sind oder sogar diskriminiert werden, ist eine schwierige Frage. Es ist allerdings unbestritten so, daß Männer und Frauen statistisch unterschiedlich sind in ihren Interessen, Werten und Fähigkeiten. Und dies spiegelt sich selbstverständlich auch darin wieder, was sie aus ihrem Leben machen und was sie erreichen. Und je nach den Zielen, die ein Mann oder eine Frau verfolgt und je nach dem was ihm/ihr wichtig ist, ist er/sie durch sein/ihr Geschlecht benachteiligt oder bevorteilt.

    Daher ist es selbstverständlich so, daß sich in bestimmten Berufen gehäuft Männer oder Frauen wiederfinden. Per Gesetz gleiche Quoten zu erzwingen, ist in den meisten Fällen aufgrund der Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen Unsinn. Es gibt allerdings einige wenige Bereiche, in denen eine zu starke einseitige Vertretung des einen oder anderen Geschlechtes für die Allgemeinheit von Nachteil sein kann. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, wenn die Politik versucht, im Dienste der Allgemeinheit mehr geschlechtliche Ausgeglichenheit zu schaffen. Ob dies nun eine Männerförderung für Kindergärten oder Grundschulen ist, oder eine Frauenförderung in Bereichen, in denen über wesentliche gesellschaftliche Belange entschieden wird, muß die Politik entscheiden.

    Einen Beigeschmack hat allerdings, daß sich die nicht wirklich demokratisch legitmierte EU-Bürokratie hier wieder einmal anschickt, Vorschriften zu machen, anstatt erst einmal das Desaster des Griechendlandbeitritts in den Euro und den eigenen diesbezüglichen Verantwortlichkeiten oder das Chaos mit den unnützen Umweltzonen aufzuarbeiten.

    Ein anderer Beigeschmack entsteht dadurch, daß Gleichberechtigung meist eher im Bezug auf Frauenbenachteiligung verstanden wird. Das ist ein Denkfehler und ein Widerspruch in sich, da dieses Verständnis selbst wieder zu einer Diskriminierung führt: Gleichberechtigung im eigentlichen Wortsinn kann daher nur Gleichberechtigung aller Geschlechter sein. Gleichberechtigungsbeauftragte sollten somit paritätisch mit Mann und Frau besetzt sein. Es sollte auch Männer- und Frauenhäuser geben, und Gesetze und Regelungen, die einseitig und offensichtlich Männer benachteiligen, gehören genauso auf den Prüfstand wie entsprechende bei Frauen. Zum Beispiel werden Männer kleidungstechnisch in Banken und Führungsetagen systematisch diskriminiert, indem sie gezwungen werden, eine (meist höchst unpraktische) Anzugsuniform zu tragen, wohingegen Frauen bei der Kleidungswahl eine viel größere Freiheit zugestanden wird und sie zum Beispiel (bei Hitze sehr angenehm) auch im T-Shirt und kurzer Hose/Rock auf der Arbeit erscheinen dürfen. Wenn Gleichberechtigungsforderungen, dann bitte ohne Scheuklappen, die Diskriminierung nur bei Frauen wahrnehmen.
  6. #155

    Zitat von falbala146 Beitrag anzeigen
    Ein häufiger Denkfehler, der hier begangen wird.
    Sie haben in Ihrer Argumentation aber auch ein paar Denkfehler drin.

    Zitat von falbala146 Beitrag anzeigen
    Je weiter man in der Hierarchie aufsteigt, desto weniger Fachwissen braucht man.
    Man steigt aber nicht oben in der Hierarchie ein, sondern muss sich erst mal einige Jahre im mittleren Management beweisen. Und da ist etwas Fachwissen doch sehr nützlich. Für ne Laborleiter- oder Produktionsleiterstelle ist ein gewisses Fachwissen beispielsweise Einstellungsbedingung.

    Zitat von falbala146 Beitrag anzeigen
    Was man als Führungsperson braucht ist die Fähigkeit, sich in neue Themengebiete schnell einzuarbeiten, und seine Mitarbeiter so zu organisieren, dass sie ihre Arbeit gut machen.
    Organisation: Volle Zustimmung. Schnelles Einarbeiten: Dabei hilft es auch, wenn man sich etwas in der Materie auskennt.

    Zitat von falbala146 Beitrag anzeigen
    Ergo: nur weil einer etwas Technisches studiert hat, ist er für eine Führungsposition nicht besser geeignet als jemand der beispielsweise Pädagogik oder Philiosophie studiert hat- unter Umständen sogar weniger.
    Unter Umständen. Je nach Stelle und Persönlichkeit ist dann aber eben wieder der MINT-Mensch besser geeignet. Man kann sich ungefähr vorstellen, welches Szenario realistischer ist, wenn man sich vor Augen führt, dass bei der Besetzung von Management-Positionen nicht überall händeringend Padagogen gesucht werden.

    Zitat von falbala146 Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst gibt es das Bild des Nerds - ein technikverliebter Sonderling, der sich in sozialen Zusammenhängen immer etwas unwohl fühlt...
    Ach, was macht Klischees dreschen Spaß. Ich kenne sehr viele solcher "Nerds" persönlich. Sozial inkompetente Sonderlinge habe ich dabei nur sehr wenige getroffen. "Komischerweise" war dabei die Kategorie "sozial inkompetenter Sonderling" annähernd gleich unter den Geschlechtern verteilt.

    Ich finds gut, dass männliche Chauvinisten langsam aussterben. Ich finds schlecht, dass dafür jetzt weibliche Chauvinistinnen nachwachsen.
  7. #156

    Eine Quote ist eine Bankrotterklaerung

    Zudem fuehrt eine Quote, wie alle monopolartigen Konstrukte zu einer massiven Qualitaetsverminderung. Der ganze Ansatz ist falsch. Hier wird von duemmsten Politikern versucht, die Statistik anzupassen, um den Effekt der die Statistik hervorbringt zu erreichen. Diese Leute haben das Prinziep von Ursache und Wirkung nicht verstanden, denn wenn ganz bestimmte Frauen im Vorstandsmix Vorteile haben, bedeutet das noch lange nicht, dass irgendwelche per Quote reingehobene Frauen irgendwelche positiven Effekte haben. Das Gegenteil ist warscheinlicher.

    Wie dumm und unfaehig muss man eigentlich sein um so einen Anfaengerfehler zu machen?
  8. #157

    -

    Zitat von sin_is_in Beitrag anzeigen
    Die Qualifikation ist ja schon da...
    Also, lieber mit Quote ins Amt, als aus chauvinistischen Gründen nicht.
    Männer müssen sich einfach daran gewöhnen von Frauen autoritär behandelt zu werden. Die Quote kann dann irgendwann auch wieder weg...
    Frauen können einen wunderbaren Weg wählen, wo sie von all diesen Gründen wunderbar verschont bleiben. Sie können sogar selbst voll und ganz gestalten. Einfach ein Unternehmen gründen. Da gibt es dann keine angebliche gläserne Decke, da gibt es dann keine angeblichen Männerseilschaften usw. usw.

    Warum ist der Frauenanteil aber dort dann deutlich unter 10%?

    Aus denselben Gründen wie bei Vorständen. Es ist einfach ein Job, der verdammt viel Zeit erfordert und der es notwendig macht, jederzeit voll und ganz für die Arbeit da zu sein. Und sehr viele Frauen haben darauf gar keine Lust, sondern bevorzugen andere Lebensmodelle.
  9. #158

    Zitat von tutz Beitrag anzeigen
    Glauben Sie wirklich, dass es keine Rolle spielt, was man studiert hat? Dann sagen Sie mir doch eine Ethnologiefirma mit Mia.-Umsätzen? Oder eine Soziologiefirma? Oder eine Linguistikfirma? Oder Vorstandsmitglieder mit einer dieser Ausbildung. Einen Geschichtsstudenten als CEO von Porsche?

    Betreffend BWL gebe ich Ihnen Recht, jedoch machen diese Jobs den Braten nicht feiss, da nicht allzu viele Firmen davon betroffen sind und bei Möglichkeit jemanden mit Fachkenntnissen vorziehen. Alles andere wäre ja auch erstaunlich...
    Na, dann schauen wir uns doch mal den Aufsichtsrat von Siemans an!
    Wenn man die Betriebsräte (unter denen auch einige Frauen sind) mal beiseite lässt, dann hätten wir da:

    Dr. Josef Ackermann, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
    Michael Diekmann - studierte Philosophie und Jura
    Gerd von Brandenstein - Diplom-Volkswirt
    Jean-Louis Beffa - der hat wohl eine Ausbildung mehr in die technische Richtung (Ecole nationale Superieure des mines)
    Dr. Hans Michael Gaul - hat Jura studiert
    Prof. Dr. Peter Gruss - hat Biologie studiert...

    und an der Stelle mache ich mal Schluss. Wie man sieht: Siemans ist recht erfolgreich, auch ohne Aufsichtsratsmitglieder mit technischem Hintergrund. Also warum nicht ein paar Juristinnen, Wirtschaftswissenschaftlerinnen, Philosophinnen, Biologinnen? Behauptet immer noch irgendwer, die gäbe es in Deutschland nicht?
  10. #159

    Männerquote

    Zitat von Nickela Beitrag anzeigen
    Auf welchen zahlenmäßigen Grundlagen sollen Quoten denn gemacht werden?

    Als ich angefangen habe, auf Elektroingenieur zu studieren, waren 2 von 120 Studierenden Frauen, sagen wir also 2%. Wo sollen da z.B. 30% oder 50% Professorinnen für Elektrotechnik herkommen?

    Wenn HEUTE über 50% eines Abi-Jahrgangs weiblich sind, kann das wohl auch keine Grundlage für eine Quote für Vorstände und Aufsichtsräte sein. Wie alt sind denn durchschnittliche Vorstände und Aufsichtsräte? Wie hoch war für DIESE JAHRGÄNGE der Frauenanteil beim Abitur und beim Studium?

    Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass Quoten vorgeschlagen werden, die über dem Frauenanteil liegen, die sich in den betreffenden Jahrgängen auf den Weg zur Karriere gemacht haben. Das wäre gelebte Männerdiskriminierung.

    Wie nennt man eigentlich eine Frau, die sich als Chauvi oder Macho aufführt?
    Mann könnte aber auch gleichzeitig mal eine Männerquote für Branchen mit übermäßig hohem Frauenanteil einführen. Ich persönlich habe es auch nach vielen Jahren noch nicht verdaut, dass ich bei einer Ausschreibung für einen Bibliotheksposten (die Frauenquote lag dort damals bei locker 90 Prozent) lesen musste, dass Frauen mit gleichwertiger Ausbildung zu bevorzugen seien. Was soll man da noch zum Thema Gleichberechtigung sagen?








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