dapdDer Internetkonzern Google ist solide ins Jahr gestartet: Im ersten Quartal steigerte der Suchmaschinen-Riese seine Gewinne auf 2,9 Milliarden Dollar, das sind rund 61 Prozent mehr im Vorjahreszeitraum. Ein Aktiensplit soll die Entscheidungshoheit der derzeitigen Führung sichern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827271,00.html
Konzerne wie Google zahlen auf Gewinne ausserhalb der USA-gesteuert aus Steueroasen wie Irland einen sagenhaften Steuersatz von 3%.
2009 waren das bei 5,8 MRD Gewinn ausserhalb der USA 174 Mio Steuern
Man muss sich also klar sein das diese Konzerne-obwohl die alleine in Irland 2000 Mitarbeitern beschäftigen im Endeffekt Sozialschmarotzer sind und vom Steuerzahler massiv subventioniert werden.
Denn trotz Lohn und Sozialabgaben reichen die Staatseinnahmen bei 3% Steuern nicht aus, um Infrastrukturkosten (Straßen, Schulen etc)die diese Mitarbeiter benötigen zu bezahlen bzw zu unterhalten
Google und andere: Über Irland Gewinne in Steueroasen schleusen - Google - FAZ
In ihrem Bürokomplex im ehemaligen Hafengebiet der irischen Hauptstadt beschäftigt die Tochtergesellschaft des amerikanischen Internetgiganten inzwischen rund 2000 Mitarbeiter. Von hier aus lenkt Google sein gesamtes Europa- und Asiengeschäft. Der letzte bislang veröffentlichte Jahresabschluss der Google Ireland Ltd. stammt aus dem Jahr 2009. Er weist einen Umsatz von 7,9 Milliarden Euro aus, rund ein Drittel der damaligen Gesamterlöse von Google. Seltsam ist nur: Es blieb fast nichts hängen. Der operative Gewinn belief sich auf magere 45 Millionen Euro – eine Umsatzmarge von 0,6 Prozent.
Die grüne Insel ist ein Steuerparadies für ausländische Konzerne. Der Unternehmenssteuersatz von 12,5 Prozent ist der niedrigste unter den 34 in der OECD zusammengeschlossenen Industrieländern. Andere europäische Staaten werfen den Iren deshalb schon lange „Steuer-Dumping“ vor. Aber amerikanischen Konzernen wie Google sind auch 12,5 Prozent Steuer zu viel. Das Unternehmen macht sich zwei Steuersparvehikel zunutze, die Fachleute als „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“ kennen.
Hinter den obskuren Namen verbirgt sich ein ausgefeiltes Finanzkonstrukt. Die Google Ireland Ltd. hat 2009 einen horrenden Verwaltungsaufwand von 5,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Ein Hauptgrund dafür dürfte sein: Die Europa-Sparte zahlt konzernintern hohe Lizenzgebühren an eine zweite irische Tochtergesellschaft für die Nutzung von dorthin ausgelagerten Patenten ...
Google lenkt so einen großen Teil seiner europäischen und asiatischen Gewinne am hiesigen Fiskus vorbei in die karibische Steueroase, wo darauf keine Abgaben bezahlt werden müssen. Um zusätzlich Quellensteuer in Irland zu vermeiden leitet Google das Geld allerdings nicht direkt nach Bermuda. Das Geld nimmt einen Umweg über die Niederlande, wo eine weitere Google-Tochtergesellschaft zwischengeschaltet ist – das „Dutch Sandwich“. Der Aufwand lohnt sich: Nach Berechnungen des amerikanischen Steuerwissenschaftlers Martin Sullivan zahlte Google 2010 auf internationale Gewinne von 5,8 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) nur 174 Millionen Dollar Steuern; das war ein effektiver Steuersatz von 3 Prozent.
Google und andere: Über Irland Gewinne in Steueroasen schleusen - Google - FAZ