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Qual der Auswahl: Entscheiden ist das Schlimmste

CorbisVon der Frühstücksmarmelade bis zum Flirtpartner - je mehr Optionen uns bei einer Entscheidung zur Wahl stehen, desto besser? Im Gegenteil: Laut Psychologen schmälern allzu viele Möglichkeiten häufig unsere Zufriedenheit.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...829881,00.html
  1. #1

    Deutschland braucht eine supergute Partnervermittlung

    Von der Frühstücksmarmelade bis zum Flirtpartner - je mehr Optionen uns bei einer Entscheidung zur Wahl stehen, desto besser? Im Gegenteil: Laut Psychologen schmälern allzu viele Möglichkeiten häufig unsere Zufriedenheit.
    Psychologie: Die Qual der Wahl beim Treffen von Entscheidungen
    Das kann den Erfolg einer guten staatlichen Partnervermittlung begünstigen helfen, die wenigstens so gut sein muss, dass man ihr ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis (Partnervorschlag) zutraut. Man muss überzeugt sein, dass später gesehene, scheinbar bessere Kandidaten irgendeinen unsichtbaren Makel haben müssen oder schlicht nicht ernsthaft an einem interessiert sein können.

    Frustgarantie: Hunderttausende theoretisch mögliche Heiratskandidaten, Traumfrauen im Fernsehen und die nächstbeste aus dem näheren Umfeld ist alles andere als perfekt. Ganz anders eine gute staatliche Partnervermittlung, die nach wissenschaftlichen Kriterien (auch mit Genanalyse) einen ziemlich optimalen Partner präsentiert: die Überzeugung, dass das wohl der beste für einem erreichbare ist, sorgt für Zufriedenheit und liebevolles Bemühen.

    Selbstverständlich freiwillig und man muss sich erst noch verlieben aber die Grundidee sollte überzeugen. Glücklichere Partnerschaften sorgen für mehr und besser erzogene Kinder, eine stabilere Gesellschaft. Jugendliche werden sich mit Aussicht auf einen besseren Partner mehr Mühe in Schule und Ausbildung geben, Mädchen nicht mehr rumschlampen => Deutschland wird besser. (alles imho)
  2. #2

    Überfluß vs Weniger ist mehr

    "Der Reichtum eines Menschen bemisst sich an der Zahl der Dinge, auf die er verzichten kann."
    Thoreau
  3. #3

    Qual der Wahl

    Der Esel verhungert vor zwei Hafersäcken.
  4. #4

    Das erklärt die Qual der Partnerwahl ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von der Frühstücksmarmelade bis zum Flirtpartner - je mehr Optionen uns bei einer Entscheidung zur Wahl stehen, desto besser? Im Gegenteil: Laut Psychologen schmälern allzu viele Möglichkeiten häufig unsere Zufriedenheit.

    Psychologie: Die Qual der Wahl beim Treffen von Entscheidungen - SPIEGEL ONLINE
    ... wo sonst treffen die im Beitrag beschriebenen "Qualfaktoren" mehr auf als bei der Partnerwahl?
    - Riesige Auswahl
    Die nur bei klarer Typpreferenz wirklich kleiner wird (brünett, höchstens 1,70 groß, dunkler Teint, ...)
    Kategorisierung möglich.
    - Riesige Menge an Merkmalen
    Lassen sich zumindest kategorisieren.

    - Ähnlichkeiten
    Tja. Warum soll ich Brünette A gegenüber Brünette B bevorzugen? Und was ist mit Brünette C?
    Wenn die Auswahl zu ähnlich ist ...

    - Begründung der Wahl
    Letztlich schreibt man zwar nicht auf, warum man jenen Partner erwählt hat, aber das Leben selbst fordert immerzu eine innere Begründung, war SIE es sein soll und nicht eine andere. Und wenn man die nicht findet, ist man unglücklich.

    -

    Tja - und deswegen ist die Partnerwahl bisweilen frustrierend ;)
  5. #5

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von der Frühstücksmarmelade bis zum Flirtpartner - je mehr Optionen uns bei einer Entscheidung zur Wahl stehen, desto besser? Im Gegenteil: Laut Psychologen schmälern allzu viele Möglichkeiten häufig unsere Zufriedenheit.

    Psychologie: Die Qual der Wahl beim Treffen von Entscheidungen - SPIEGEL ONLINE
    Was für'n Quark! Die angeblich so große Auswahl reduziert sich in den allermeisten Fällen drastisch oder ist in Wahrheit eher ein Unterangebot:

    Beispiel 1: Marmelade
    Es dürfte doch jeder schon mal in Laufe seines Lebens die eine oder andere Sorte probiert haben. Die Anzahl der unbekannten Geschmacksrichtungen ist daher entweder arg begrenzt oder aber es dürfte sich um irgendwelche Kompositionen handeln, die ich garnicht probieren will. Apfel-Zimt? Bäh!

    Beispiel 2: Notebooks/Netbooks
    Schminkspiegel als Bildschirm ---> Absolutes No Go
    Zu niedrige Pixelzahl (z.B. 1024x600 Bildpunkte) ---> Absolutes No Go
    Instabiler Aufbau ---> No Go
    Das Problem ist eher, daß das scheinbare Überangebot ein Unterangebot ist. Wenn ich heute ein Notebook kaufen müßte, würde mir eher schwerfallen, unter dem angebotenen Murks etwas einigermaßen Vernünftiges zu finden. Mein aktuelles Notebook mit matten 1920x1200 Pixeln wird leider nicht mehr gebaut, und das Nachfolgemodell ist keine Weiterentwicklung sondern ein großer Schritt zurück.

    Beispiel 3: Frauen
    Raucherin ---> Absolutes No Go
    Übergewichtig ---> Absolutes No Go
    Esoterikerin ---> Absolutes No Go
    Katzenliebhaberin ---> No Go
    Und schon wandelt sich zumindest hier in Deutschland das scheinbare Überangebot zu einem Unterangebot.

    Im Einzelnen mögen die jeweiligen Kriterien bei jedem anders aussehen, aber im Endeffekt gibt es die zu breite Auswahl überhaupt nicht.
  6. #6

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Das kann den Erfolg einer guten staatlichen Partnervermittlung begünstigen helfen, die wenigstens so gut sein muss, dass man ihr ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis (Partnervorschlag) zutraut. Man muss überzeugt sein, dass später gesehene, scheinbar bessere Kandidaten irgendeinen unsichtbaren Makel haben müssen oder schlicht nicht......
    Ist das ein Scherz? ...Schöne neue Welt...
  7. #7

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Was für'n Quark! Die angeblich so große Auswahl reduziert sich in den allermeisten Fällen drastisch oder ist in Wahrheit eher ein Unterangebot:

    Beispiel 1: Marmelade
    Es dürfte doch jeder schon mal in Laufe seines Lebens die eine oder andere Sorte probiert haben. Die Anzahl der unbekannten Geschmacksrichtungen ist daher entweder arg begrenzt oder aber es dürfte sich um irgendwelche Kompositionen handeln, die ich garnicht probieren will. Apfel-Zimt? Bäh!
    Stimmt - der persönliche Geschmack reduziert erheblich die potentiellen Wahlmöglichkeiten.

    Ein besseres Beispiel hierfür wäre gewesen eine Speisekarte im Lieblingsrestaurant. Man kennt fast alles und hat fast alles für gut befunden - und nun sitzt man hier und überlegt, was man denn nimmt. Man weiß, man wird nirgends enttäuscht, und doch ist die Enttäuschung da, weil man höchstens EINS essen kann.

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Beispiel 2: Notebooks/Netbooks
    Schminkspiegel als Bildschirm ---> Absolutes No Go
    Zu niedrige Pixelzahl (z.B. 1024x600 Bildpunkte) ---> Absolutes No Go
    Instabiler Aufbau ---> No Go
    Das Problem ist eher, daß das scheinbare Überangebot ein Unterangebot ist. Wenn ich heute ein Notebook kaufen müßte, würde mir eher schwerfallen, unter dem angebotenen Murks etwas einigermaßen Vernünftiges zu finden. Mein aktuelles Notebook mit matten 1920x1200 Pixeln wird leider nicht mehr gebaut, und das Nachfolgemodell ist keine Weiterentwicklung sondern ein großer Schritt zurück.
    Zumindest für mich ergab sich die Lösung, schlichtweg keine Notebooks zu kaufen, sondern weiterhin Desktop-PCs eizusetzen. Und die wiederrum bau ich selber zusammen, also ... von daher.
    Gerade weil bei Notebooks immer die Zusammenstellung eine "Sparlösung" enthält - meistens wird an der Grafik und Display gespart, seltener an der CPU oder RAM.

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Beispiel 3: Frauen
    Raucherin ---> Absolutes No Go
    Übergewichtig ---> Absolutes No Go
    Esoterikerin ---> Absolutes No Go
    Katzenliebhaberin ---> No Go
    Und schon wandelt sich zumindest hier in Deutschland das scheinbare Überangebot zu einem Unterangebot.
    Lässt sich erweitern, stimmt aber so.
    "Raucherin" und "Adipositas" geht gar nicht, da hilft auch der beste Charakter nix: mehr als 'ne Freundschaft ist da nicht drin.
    Esoterik? Hmm najavielleicht. Und Katzenliebhaberin? Egal - ich möcht eigentlich generell keine Haustiere oder "verpflichtende Hobbies". Ist aber kein Killerkriterium.

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Im Einzelnen mögen die jeweiligen Kriterien bei jedem anders aussehen, aber im Endeffekt gibt es die zu breite Auswahl überhaupt nicht.
    Das ist richtig.
  8. #8

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Was für'n Quark! Die angeblich so große Auswahl reduziert sich in den allermeisten Fällen drastisch oder ist in Wahrheit eher ein Unterangebot:

    Beispiel 1: Marmelade
    Es dürfte doch jeder schon mal in Laufe seines Lebens die eine oder andere Sorte probiert haben. Die Anzahl der unbekannten Geschmacksrichtungen ist daher entweder arg begrenzt oder aber es dürfte sich um irgendwelche Kompositionen handeln, die ich garnicht probieren will. Apfel-Zimt? Bäh!
    Quitte! Ganz klar Quitte!
    Kiwi-Marmelade? Ist das ernst gemeint?!
    Pflaume-Marmelade? Dass muss schon richtiger "Latwersch" (Mus) sein. Zu ner schönen englischen Orangenmarmelade würd ich auch nicht nein sagen.

    Außerdem, schön morgens Frühstück im Hotel, da zieh ich mir mindestens (!) zwei Brötchen rein. Zwei Brötchen macht vier Brötchenhälften, also muss ich am ersten Tag gar nicht mehr wählen, und könnte alle vier Sorten testen.


    Aber wer schonmal in einem US-amerikanischen Supermarkt vorm Klopapierregal gestanden hat, weiß was Überforderung ist. Selbst mit der einfachen Regel "billig kaufen" stößt man schnell an die Grenzen...
  9. #9

    Überangebot

    Hallo, da haben wir es, das Überangebot
    führt ergo auch dazu dass überverhältnismäßig viel weggeworfen wird, man höre und staune, daletzten groß
    in den Medien vermeldet 50% der Nahrungsmittel werden weggeworfen.
    Und wer bei der Partnerwahl nur auf Äuserlichkeiten abfährt ist sowiso ein armes
    Schwein. Marmeladensorte usw. wird Mann und Frau gleichgesetzt, nein Danke








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