Forum: Blogs
Pyrotechnik im Stadion: Fußball-Bosse erzürnen Ultras
Neuer Streit über Pyrotechnik im Stadion: Erst versprechen Deutschlands Fußballfunktionäre, bengalische Feuer zu legalisieren - doch nun wollen die Verbände die Zusage nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen umgehen. Ultra-Fans sind empört.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...780925,00.html
- #70 18.08.2011 16:14 von
- #71 18.08.2011 16:24 von
Herrlich
Mir ist wirklich schleierhaft, wie man jedes Wochenende damit verbringen kann, sich in heimische und besonders auswaertige Stadien zu begeben.
Aber wer einen Grossteil seiner Freizeit mit einer solchen Nichtigkeit wie Fussball ausfuellen will/kann, der empfindet halt auch bei einem einfachen Feuerchen innere Genugtuung ;-) - #72 18.08.2011 16:25 von
Ach ja
Es ist doch schön zu sehen wie sich solch ein absolut winziger Teil der "Szene" immer so wichtig nimmt.
Diese Leute sollen sich an Verbote halten und nicht ständig davon reden wie sehr ohne sie doch die Stimmung leiden würde.
Vielleicht war es für die Ultras "früher" wirklich besser bevor das böse Kommerzgespenst herumspukte, doch zum Glück sind wir heute weiter. Früher war der Fußballsport selbst recht grob und die Leute hatten ihre Stehplätze. Heute können wir neben technisch weitaus besserem Fussball das ganze auch in angenehmerer Atmosphäre genießen, dazu gehört neben einem Sitzplatz auch das man nicht Gefahr läuft von hinten eine Bierflasche auf den Kopf zu bekommen weil ein Hardcorefan nichts anderes im Leben als seinen Verein hat.
Pyrotechnik gehört weder in die Hände solcher Leute (die können übrigens soviel für KITAs spenden wie sie wollen, solange sie sich im Stadion als versoffener Assimob verhalten können sie mir gestohlen bleiben), noch sollte mehr Geld dafür ausgegeben werden diesen Chaoten mehr Raum zu geben.
Stadionverbot für alle die dagegen handeln, die Plätze werden trotzdem voll. Müssen die Ultras ihr Sixpack halt zuhause in der Garage trinken. - #73 18.08.2011 16:25 von
...
Man merkt eben, dass manche Leute bisher noch nie oder selten im Stadion waren. Da werden Ultras schnell mit Hools verwechselt (wobei nicht alle Ultras sich immer eindeutig von grenzwertigen oder grenzüberschreitenden Aktionen distanzieren). Denn du hast recht: Im Familienblock ist man mit Kindern bestens aufgehoben. Und auch wenn das Verhalten von Ultras auf Familien mit kleinen Kindern abschrecken wirken kann - in der Regel gilt bei ihnen doch die Devise: Hunde, die bellen, beißen nicht.
Fußballfans werden häufig über keine Kamm geschoren: Dumm, besoffen, auf Randale aus. Wenn's so wäre, wäre jedes WE in den Stadien richtig was los... Ist es aber nicht. Nur leider glauben halt auch die Ultras, genau zu wissen, was Fan-Sein ausmacht und was nicht. - #74 18.08.2011 16:28 von
Ist
denn tatsächlich der frühere "Fußballfan" überwiegend zum "Ultra" mutiert. Die früher kleine Gruppe von total überzeugten Fans, deren ganzer Lebensinhalt der Spielbesuch war, galt seinerzeit als Gruppe harmloser Spinner. Diese scheinen zu einer größeren Gruppe geworden zu sein, die nunmehr aus ihrem totalem Zugehörigkeitsgefühl zum Verein Rechte ableitet und seine eigenen Regeln und Rituale im Stadion zu verfolgt.
Sie halten sich für die einzig wahren Fans und alle anderen nur für "Gäste". Es reicht, wenn sie sich schon so benehmen, als gehöre das Stadion und der Verein ihnen, sie müssen nicht auch noch ihr gefährliches Feuer-Spielzeug mitnehmen dürfen. - #75 18.08.2011 16:30 von
Vorgehensweise bei anderen Veranstaltungen
Zwei Punkte sind hier anzumerken.
1. bei den Skispringevents Anfang des Jahres gab es 2 mal Pyroeinsatz(Abschiedsspringen adam malisz in polen und skifliegen in slovenien, glaub ich). Dies wurde durch die öffentlich rechtlichen Sender jedoch nicht kommentiert.
2. Neujustierung des Recht sehe ich hier nicht, da bei Konzerten, also Großveranstaltungen, ebenfalls Pyro eingesetzt wird. Muss als irgendwo schon geregelt sein. - #76 18.08.2011 16:31 von
Pyrotechnik
Sie haben ja in gewisser Weise recht.
Betrachtet man jedoch den Ist-Zustand sieht der folgendermaßen aus: Pyrotechnik in Stadien ist verboten. Es gibt sie aber trotzdem...
Unter diesem Aspekt, wäre ein kontrolliertes Abbrennen ein großer Fortschritt.
Natürlich ist Pyrotechnik gefährlich. Trotzdem ist noch niemand auf die Idee gekommen, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Sylvesternacht (durch Besoffene im Beisein von übermüdeten Kindern) zu verbieten. Ganz so einfach ist es also nicht...
Zudem muss man sich die Frage stellen: Warum wurde den Ultras dieses Versprechen gegeben, wenn man es nun nicht halten will? Dass man das trotzdem nicht will, hätte man sich vorher überlegen müssen. Wenn sich Offizielle mit einer Interessengruppe an einen Tisch setzen und ein offizielles Statement abgeben, müssen sich die Offiziellen auch nachher daran messen lassen.
Dieses verlogene Verhalten seitens der DFL kann dazu führen, dass sich Teile der Voll-Spinner unter den Ultras noch weiter radikalisieren, weil sie sich (in diesem Falle leider zu Recht) verarscht fühlen...
Ein weiterer Punkt ist der Umgang der Medien mit diesem Thema. Ultras bemängeln zurecht eine Doppelmoral bei der Bewertung von Pyrotechnik. Bei Spielen im Ausland, sprechen deutsche Kommentatoren bei Einsatz von Pyrotechnik fast durchgängig von "toller Stimmung" in einem "Hexenkessel". In deutschen Stadien sprechen die gleichen Leute von "Chaoten". Dabei handelt es sich um den gleichen Sachverhalt der (so oder so) gleich betrachtet werden sollte. - #77 18.08.2011 16:31 von
Halbwissen
Tennis ist stellvertretend für die Aufspaltung unserer Gesellschaft. Die Akzeptanz der anderen Seite ist nicht mehr gegeben, da diese entweder pauschalisiert "Assi-Volk" oder "Bonzen" sind. Ultras setzen sich hingegen aus beiderlei zusammen - über materielle Grenzen hinweg.
Bei den WMs und EMs und bei Länderspielen allgemein ist die Stimmung einfach schlecht. Gegen Brasilien konnten sich nur ein paar aufraffen, ein paar Mal "Deutschland, Deutschland" anzustimmen, ebbte aber sofort wieder ab.
Inwiefern gefährdet ihr Kind eine Blockfahne oder kleine Fähnchen?
Das ist ein Vorturteil. Und im Familienblock will keiner zünden, das ist ein Ammenmärchen.
Im Falle einer Legalisierung werden in diesen Pyro-Zonen bestimme Abstände per Flatterband, flankiert von Ordnern, eingehalten, sodass das Risiko minimiert werden kann. So machen die das z. B. in Österreich.
Hätten Sie weitere Quellen gesucht, wüssten Sie, dass bei diesem Vorfall freies Magnesiumpulver verwendet wurde, das von der Initiative, wie auch Kanonenschläge und Leuchtspurraketen, strikt abgelehnt wird.
Bei den Herstellern von Pyrotechnik wurde durch die Initiative angefragt und Lösungen entwickelt, ob Bengalos mit weniger Rauchentwicklung möglich seien. Dies wurde bejaht.
Gewaltbereite Schläger sind ebenso oft abseits der Ultra-Blocks anzutreffen.
Aus meiner Sicht muss nicht jede Veranstaltung familienfreundlich sein. Fußball ist eine Freizeitbeschäftigung primär für Männer. Wäre ja noch schöner, wenn jemand auf die Idee käme, seine Familie mit auf den Golfplatz zu nehmen und dies zum Familien-Event zu erklären.
Die Kommerzialisierung setzte in den 80ern ein. Ultras gibt es seit den späten 90ern. Sie sind nicht der Ursprung. - #78 18.08.2011 16:32 von
- #79 18.08.2011 16:33 von
Die aktuellen Top-Themen



