Forum


 

Putins Syrien-Strategie: Njet-Fraktion unter Zugzwang

Getty ImagesEigentlich wollte Wladimir Putin in Berlin und Paris über Wirtschaftsfragen sprechen, nun muss er seine Syrien-Strategie erklären. Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel wollen den Russen auf Anti-Assad-Kurs bringen. Der Kreml gibt sich unnachgiebig - steht aber selbst unter großem Druck.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836067,00.html
  1. #1

    bedeutet

    Wäre Syrien nicht so hochgerüstet mit russischen Waffen, wäre eine humanitäre Militärintervention leichter. Aber Russland hat den Mörder Assad jahrelang bis an die Zähne bewaffnet. Das Beispiel Syrien zeigt, was es bedeutet, wenn ein diktatorischer wie Russland internationalen Einfluß besitzt: es bedeutet eine humanitäre Katastrophe. Deshalb ist der nicht zu übersehende Niedergang Russlands im Interesse der Weltgemeinschaft. Je schwächer Russland, desto besser für die Welt.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Kreml gibt sich unnachgiebig - steht aber selbst unter großem Druck.

    Putin streitet mit Merkel und Holland über Syrien - SPIEGEL ONLINE
    Nicht "Njet", sondern: "Njet, so nicht" - nämlich nicht so wie in Libyen. Im übrigen ist "regime change" als Interventionsgrund weder von den Statuten der VN noch vom Völkerrecht gedeckt, und das aus gutem Grund.
  3. #3

    Grundsätzlich ein schauerliches Stück Geschichte, dass sich hier abspielt. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen. Was mir gleich ins Auge stach, war die irrtümliche Verwendung des Wortes Protegé, das hier mE nach vollkommen falsch eingesetzt wird. Putin als Protegé Assads zu bezeichnen, grenzt schon fast an bodenlose Dummdreistigkeit, das Gegenteil ist Tatsache.
    Ein weiterer Sargnagel für Bidders journalistische Kompetenzen.
  4. #4

    Ein Zitat aus dem Text:
    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich..."
    Man kann diesen Satz beliebig weiterführen:

    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich, die Syrische Souverinität zu vernichten"
    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich, die Syrischen Erdölvorräte zu stehlen"
    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich, die Regierung zu installieren, die erlaubt, eine Militärbasis für NATO-Kräfte zu bauen und das Land an den Westen verramscht"

    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich, die Weltpolizei zu spielen und mischt sich in die innere Angelegenheiten von Syrien ein"
    "Seit mehr als einem halben Jahr versucht der Westen vergeblich, eine islamistische Regierung an die Macht zu bringen, die später eine Eskalation im Nahost Region und teilweise in Europa herbeiruft. Durch diesen Konflikt wird der dritte Weltkrieg ausgelöst. 30 bis 40 Millionen Menschenleben in Europa und Nordafrika sowie die Opfer der amerikanischen Armee werden die Wirtschaften wieder auf Trapp bringen und die Regierungen in den USA und Europa von jeglicher Schuld an den Finanz und Arbeitskriesen befreien"

    Denkbar ist es...
  5. #5

    In der UNO

    hat sich die überwältigende Mehrheit der Staaten gegen ein militärisches Einschreiten gestellt. Russland ist also gar nicht so allein, wie es die Medien glauben machen wollen.
  6. #6

    Große Worte

    wenig Inhalt und der Mensch bleibt auf der Strecke.
  7. #7

    Selten

    so einen derartigen Unsinn gelesen. Wer oder was sollte auf Russland Druck ausübern, nachdem aus vielen Gründen eine Intervention des Westens vollkommen
    ausgeschlossen Ist? Russland ist auch nach dem Ende des Kommunismus - genau wie China - keine Demo-kratie. Es geht dort nur um Macht und Geschäft. Und beides wird durch ein paar protestierende Menschen-
    rechtler in Washingt oder Paris in keiner Weise tangiert.

    Die Nichtannahme der vorgelegten Wirtschaftsverträge beruht wahrscheinlich einfach auf dem Umstand, dass Russland angesichts der Lage noch günstigere Bedingungen erreichen will.
    Entweder die Rebellen setzen sich ohne ausländische
    Intervention durch oder es bleibt wie es ist.
    Alles andere - ist vorsichtig formuliert - Wunschdenken.
  8. #8

    Syrien

    Es ist nicht der syrische President, der einen Bürgerkrieg angefangen hat. - Sowohl der syrische President, als der grösste Teil der syrischen Bevölkerung, haben ein Leben geführt, mit grossen Fortschritten in politischen, wirtschaftlichen, und kulturellen Gütern, - Wohnungen, Schulen, Unis, Gesundheitswesen, Lebensmitteln...

    Es sind vom Ausland kommend Initiative, - dass ein kleiner Teil der Bevölkerung nun Lust bekommen hat, sich gegen die bestehenden Verhältnissen Aufruhr zu machen, - und zwar französichen und deutschen Unruhe-Macher, die grösseren Einfluss haben wollen in Syrien. - Genau wie es in Jugoslavien und anderen Ländern geschehen ist.

    Und der syrische President verteidigt sich, - und verteidigt das bestehende politische System, das vorläufig das beste ist, für die Versorgen des syrischen Volkes.
    Und das ist ja schliesslich das Ziel der Politik.
    Wir westliche Länder haben viel Schaden in anderen Ländern gemacht.
    Ich schäme mich einfach, zur westlischen Welt zu gehören.
  9. #9

    Fein beobachtet

    Zitat von stego0815 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ein schauerliches Stück Geschichte, dass sich hier abspielt. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen. Was mir gleich ins Auge stach, war die irrtümliche Verwendung des Wortes Protegé, das hier mE nach vollkommen falsch eingesetzt wird. Putin als Protegé Assads zu bezeichnen, grenzt schon fast an bodenlose Dummdreistigkeit, das Gegenteil ist Tatsache.
    Ein weiterer Sargnagel für Bidders journalistische Kompetenzen.
    Aber ich wuerde niemals ein vorsaetzliches Verhalten unterstellen, wenn ein Mangel an Koennen und Vermoegen, oder ein fehlender Duden im Regal als Erklaerung auch ausreicht.


TOP



TOP