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Putins Syrien-Strategie: Njet-Fraktion unter Zugzwang

Getty ImagesEigentlich wollte Wladimir Putin in Berlin und Paris über Wirtschaftsfragen sprechen, nun muss er seine Syrien-Strategie erklären. Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel wollen den Russen auf Anti-Assad-Kurs bringen. Der Kreml gibt sich unnachgiebig - steht aber selbst unter großem Druck.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836067,00.html
  1. #80

    Was wollen die Aufständischen?

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    es tut mir leid, aber ich erkenne in der russischen position weit mehr die furcht moskaus, bei einer unterstützung der demokratiebewegung in syrien könnten die eigenen leute auch auf "dumme gedanken" kommen - der kaukasus läßt grüßen.

    und nebenbei bemerkt, die chinesen haben angst vor tibet.
    Es ist ein ziemliches Wagnis, die aufständischen Syrer als "Demokratiebewegung" zu bezeichnen.Wie kommen Sie darauf?Es ist nicht so einfach, die kriegführenden Parteien in Syrien zu bewerten. Das liegt daran, dassl man nicht weiß, für welche Ziele diese stehen.Vermutlich sind dort auch Gruppierungen am satanischen Werk beteiligt, die in der öffentlichen Diskussion hier gar nicht benannt werden.
    Eigentlich ist nur bekannt, was das Regime will:Macht behalten.
    Was aber will die Opposition, die Aufständischen, die Freie Syrische Armee ect.? Demokratie?
  2. #81

    Zitat von tradutor Beitrag anzeigen
    ... Das liegt daran, dassl man nicht weiß, für welche Ziele diese stehen.Vermutlich sind dort auch Gruppierungen am satanischen Werk beteiligt, die in der öffentlichen Diskussion hier gar nicht benannt werden...
    Die gemischte syrische Opposition im Exil gibt sicher gerne Auskunft über ihre Ziele, man´müßte sie halt nur mal Fragen wollen, statt den gezielt Teufel an die Wand zu malen.

    Man kann an Ihren Postings und denen Ihrer Kollegen aber nicht die geringste Absicht zu einer fundierten Analyse erkennen. Vielmehr wird der syrischen Bevölkerung implizit das Recht zur demokratischen Selbstbestimmung abgesprochen, weil man nicht weiß, ob einem deren Wille in den russisch-imperialen Kram passt.
  3. #82

    ...

    Zitat von tradutor Beitrag anzeigen
    Es ist ein ziemliches Wagnis, die aufständischen Syrer als "Demokratiebewegung" zu bezeichnen.Wie kommen Sie darauf?Es ist nicht so einfach, die kriegführenden Parteien in Syrien zu bewerten. Das liegt daran, dassl man nicht weiß, für welche Ziele diese stehen.Vermutlich sind dort auch Gruppierungen am satanischen Werk beteiligt, die in der öffentlichen Diskussion hier gar nicht benannt werden.
    Eigentlich ist nur bekannt, was das Regime will:Macht behalten.
    Was aber will die Opposition, die Aufständischen, die Freie Syrische Armee ect.? Demokratie?
    Die Opposition ist in der Mehrheit finanziell von Saudi-Arabien
    und Qatar durchfinanziert. Die Ziele dieser sogn. Opposition sind
    daher eigentlich klar, oder?
    Diese Ziele sind den Russen natürlich auch bekannt.
    Was wir natürlich nicht wissen ist, ob unser derzeitiger
    Aussenminister da auch den vollen Durchblick hat.
  4. #83

    Zitat von tradutor Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist nur bekannt, was das Regime will:Macht behalten.
    Was aber will die Opposition, die Aufständischen, die Freie Syrische Armee ect.? Demokratie?
    Die Frage ist doch ganz einfach zu beantworten: die Opposition will die jahrzehntelange Unterdrückung und Willkür dieses Regimes beenden. Was danach kommt, spielt erst mal keine Rolle.

    Selbstverständlich gibt es verschiedene Gruppierungen in der Opposition mit verschiedenen Zielen, das ist genau das Problem. Einig sind sie sich nur darin, dass dieses Regime beendet werden muss. Für den Umsturz ist Gewalt unausweichlich, weil dieses Regime nicht freiwillig Macht abgibt. Danach muss das Volk lernen, dass Gewalt keine Lösung ist, dass sich die verschiedenen Gruppierungen allmählich friedlich annähern müssen. Bis dahin sind aktive Eingriffe von außen nicht sinnvoll, so traurig und grausam die Geschehnisse dort auch sind.
  5. #84

    Souveränität schützt keine Verbrecher

    Zitat von Thomas-Melber-Stuttgart Beitrag anzeigen
    Nicht "Njet", sondern: "Njet, so nicht" - nämlich nicht so wie in Libyen. Im übrigen ist "regime change" als Interventionsgrund weder von den Statuten der VN noch vom Völkerrecht gedeckt, und das aus gutem Grund.
    Natürlich ist die Verletzung der Menschenrechte ein Interventionsgrund. Humanitäre Interventionen sind legitim, denn sowohl die Souveränität wie auch die Menschenrechte sind Völkerrecht.
    Nur weil China und Russland aus politischen Gründen im UNS durch ihr Veto die Umsetzung der Völkerrechts verhindern, heißt das nicht, das die Souveränität über den Menschenrechten steht.
    Gerade die Prozesse gegen die Roten Khmer, Milisovic, Mladic, Saddam oder Taylor zeigen, daß hier ein Umdenken stattfindet!
    Souveränität schützt keine Verbrecher mehr!
  6. #85

    Gut, Staaten kennen keine Moral,nur Interessen,

    aber sich durch Passivität/Waffenlieferungen an den Diktator am Blutbad zu beteiligen machen, kann Putin-Rußland eines Tages auf die Füße fallen. Der Sturz Assads läßt sich nicht aufhalten, Putin wird als lupenreiner Schlächter in die Geschichte eingehen, nicht als "lupenreiner Demokrat". Er hätte die Macht gehabt, einmal auf der richtigen Seite zu stehen. Sicher, Assad weniger, aber Putin sieht aus wie ein Mensch.
  7. #86

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Und Hula? Waren bewaffnete Kleinkinder der Auslöser, dem sich die syrischen Truppen nicht entziehen konnten?

    Ihre Pro-Assad-Theorie unterschlägt einfach die Verbrechen, die tatsächlich gegen die Zivilbevölkerung begangen wurden.

    Und dann die französischen und deutschen Unruhe-Stifter, die einen "kleinen Teil" der syrischen Bevölkerung die Lust auf was? Auf den Auftstand gegen die paradiesischen Zustände in Syrien?

    Ihr Beitrag ist ein süßlicher Speichellecker für Assad.
    Völlig ohne Glaubwürdigkeit, denn die Franzosen und Deutschen haben mit einer Indoktrination der syrischen Opposition nichts am Hut.
    ich hätte da mal einen Textauszug des SPON, damit Sie nicht uninformiert über Syrien sterben müssen:

    Im Laufe des Nachmittags habe die im Ort stationierte Einheit der FSA unter Führung von Hauptmann Mahmud dann beschlossen, die Toten zu rächen: Bei Einbruch der Dunkelheit hätten die Rebellenkämpfer zeitgleich alle Checkpoints im und um das Dorf angegriffen. So weit deckt sich das mit der Aussage des Sprechers des Außenministeriums, Dschihad al-Makdisi. Der sagte am Sonntag, am Freitagnachmittag sei es "von zwei Uhr bis elf Uhr abends" in Hula zu einem Angriff von "Terroristen" auf die dort stationierten Regierungstruppen gekommen. Das syrische Regime bezeichnet die Aufständischen durchweg als Terroristen.
    Nach ihrer Offensive gegen die Regierungstruppen scheinen die Männer der FSA, die einem Augenzeugen zu Folge im Laufe des Nachmittags schwere Verluste erlitten hatten, dann einen entscheidenden taktischen Fehler begangen zu haben: Anstatt ihre Stellung im Dorf zu halten, beschloss Hauptmann Mahmud, seine Einheit zurückzuziehen. Damit überließen die Kämpfer die Dorfbewohner ungeschützt der Rache der Armee.
  8. #87

    Meinung, nicht Analyse

    Zitat von Hochwuerden Beitrag anzeigen
    Die gemischte syrische Opposition im Exil gibt sicher gerne Auskunft über ihre Ziele, man´müßte sie halt nur mal Fragen wollen, statt den gezielt Teufel an die Wand zu malen.

    Man kann an Ihren Postings und denen Ihrer Kollegen aber nicht die geringste Absicht zu einer fundierten Analyse erkennen. Vielmehr wird der syrischen Bevölkerung implizit das Recht zur demokratischen Selbstbestimmung abgesprochen, weil man nicht weiß, ob einem deren Wille in den russisch-imperialen Kram passt.
    Ich meinte nicht die "gemischte syrische Opposition im Exil", sondern die unterschiedlichen militärischen Gruppierungen im Land.
    Es geht doch in erster Linie, wie in allen Kriegen, um Macht.
    Gut möglich, dass auch Religionen eine Rolle spielen.
    Sie ergreifen blindlings Partei, ohne zu wissen, was am Ende für eine machtpolitische Konstellation entstehen könnte. Übrigens hatte ich nicht die Absicht, Ihnen eine Analyse zu präsentieren.Ich bringe meine Meinung ein zu einem scheußlichen Vorgang der mich bewegt.Ohne tiefgründige Analyse.Die überlasse ich gern Ihnen.
  9. #88

    optional

    Leute! Denkt mal ein wenig nach. Überall wo die westliche Welt einmischt, kommt nie was gutes heraus.
  10. #89

    .........

    Zitat von vantast64 Beitrag anzeigen
    aber sich durch Passivität/Waffenlieferungen an den Diktator am Blutbad zu beteiligen machen, kann Putin-Rußland eines Tages auf die Füße fallen. Der Sturz Assads läßt sich nicht aufhalten, Putin wird als lupenreiner Schlächter in die Geschichte eingehen, nicht als "lupenreiner Demokrat". Er hätte die Macht gehabt, einmal auf der richtigen Seite zu stehen. Sicher, Assad weniger, aber Putin sieht aus wie ein Mensch.
    Sie scherzen wohl. Assad soll gewaltsam als gewählter
    Präsident aus seinem Amt gejagt werden, was man heute
    Regimechange nach Interessenlage nennt.
    Sowas kann kein souveräner Staat dulden.

    Mal sehen was passieren würde, wenn ein Opposition
    in einem westlichen Staat von aussen dazu angeregt würde,
    die reguläre Regierung abzusetzen.
    Da muss nur der Preis stimmen.
    Nichts Anderes wird in Syrien versucht. Es wundert nicht, das da Russland und China nicht mitmacht.








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