Putins Rückkehr in den Kreml: Der Konterrevolutionär

AFPMoskau reagiert auf die Demos vom Wochenende mit Massenfestnahmen - Putins Rückkehr ins Präsidentenamt wird zum Rollback für Russland: Er wird die spärlichen Reformen seines Vorgängers Dmitrij Medwedews zurückdrehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831594,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er wird die spärlichen Reformen seines Vorgängers Dmitrij Medwedews zurückdrehen.
    Das wichtigste ist aber, dass DER SPIEGEL und die anderen Organe hier im Lande wieder ordentlich Russland und Putin "Bashing" betreiben koennen.
  2. #2

    Putin ist prima

    Wladimir Putin (Russland) hilft, den Frieden zu bewahren, indem er gegen einen Angriffskrieg auf Syrien und den Iran ist (man denke an Libyen). Außerdem will Wladimir Putin Russland wirklich verbessern - was man bei einigen Oppositionellen und insbesondere demonstrierenden Chaoten bezweifeln darf. (imho)
  3. #3

    Scheinheilige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Moskau reagiert auf die Demos vom Wochenende mit Massenfestnahmen - Putins Rückkehr ins Präsidentenamt wird zum Rollback für Russland: Er wird die spärlichen Reformen seines Vorgängers Dmitrij Medwedews zurückdrehen.

    Präsident Putin weitet Macht aus und schwächt Demokratie in Russland - SPIEGEL ONLINE
    Bei diesem Schmierentheater wird einem nur noch schlecht. Kürzlich wurden die Chinesen auf der Hannover-Messe hofiert und gar die Autobahn weiträumig gesperrt für den fernöstlichen Promitross. Unser Alt-Bundeskanzler ist jetzt bei der Amtsübernahme Putins dabei... Und von der Fußball-Nationalmannschaft erwartet man, dass sie sich bei der EM für die Menschenrechte in der Ukraine einsetzt? Wie verlogen ist diese Politik eigentlich? Deren Definition von »Menschenrechten« ist lediglich von ökonomischen Erwägungen bestimmt. Die Formeln sind einfach: Viel Handel + wenig Menschenrechte = nicht so schlimm. Wenig Handel + wenig Menschenrechte = ganz schlimm.
  4. #4

    Es geht wieder los!

    Als ich vor 12 Jahren hier in Tula begann zu arbeiten, liefen 98% der Mitmenschen hier mit einem verhaermten Gesicht herum, da sie aus dem Kommunismus direkt in die Jelzin/Gorbaschow -Aera , spricht Korruption etc. katapultiert wurden. Heute nach 8 Jahren Putin 4 Jahren Medwedew, gibt es diese Gesichter nur noch zu einem verschwindend kleinen Anteil bei den Mitmenschen. Alle hier haben verstanden, das Putin Medwedew endlich etwas fuer die normal Bevoelkerung getan haben, und tun werden. Das sie sich selbstverstaendlich auch bereichern werden ( wie in D - siehe Wulff etc.) steht ausser Frage, und ist hier jedem bewusst. Jedes Land braucht "seinen" Praesidenten. Ob "Angie" so gut fuer D ist, wie Putin fuer RUS sei mal dahingestellt.
  5. #5

    Naja, wen wundert's ? Wenigstens kann man Putin bescheinigen, die (wenn auch meist schweigende) Mehrheit seiner Landsleute zu vertreten.
    Demokratie hat in Russland keinerlei Tradition (Zarenherrschaft, Sowjetzeit, eine kurze Phase Choas-Demokratie unter Jelzin und nun seit längerem der neue Zar Putin), und wird von der Mehrheit offenbar auch nicht wirklich gewünscht.
    Der Russe braucht wohl die Regierung der harten Hand, und alles demokratische wird als verweichlicht-westlich angesehen. Das man dabei übersieht, das der Westen nicht nur in puncto Freiheit, sondern auch beim Wohlstand stehts vorraus war und ist, stört den kurzsichtigen Russen da offenbar wenig.
  6. #6

    Also, ich bin dafür

    mal wieder Sorgfalt im Sprachgebrauch walten zu lassen.
    Putin ist sicherlich kein Revolutionär. Steht wahrscheinlich ziemlich rechts.... von der Mitte.

    Aber dieser Revolutionsbegriff im Artikel ist unsystematisch. Der Gebrauch ist interessengelenkt...
    Mir rollten sich ja schon die Fussnägel im wahrsten Sinne des Wortes auf, als man die Wiedervereinigung als Folge einer Friedlichen Revolution verkaufte.
    Auch der Reformbegriff ist inzwischen völlig korrumpiert. Das Abschaffen von Errungenschaften für Arbeiter und Angestellte wird als Reform hingestellt. Reformstau bescheinigt man Frankreich, das Schwierigkeiten zeigte beim Erhöhen des Rentenalters von 60 auf 62.

    Ich bin auch dafür, den jetzig herrschenden Gebrauch des Ideologiebegriffs mal sorgfältig unter die Lupe zu nehmen....
    Ideologie - ist diese Rede von Revolution. Und Ideologie - heisst falsches Bewusstsein.... Sind fremd-angestachelte Clowns mit Plastikeimern Revolutionäre?
  7. #7

    Das eine nicht ohne das Andere

    Zitat von sigstop Beitrag anzeigen
    Mal sehen ob er die nächsten 12 Jahre voll machen wird. Da brauche ich mir wenigstens keinen neuen Namen merken.
    Ich habe übrigens so das Gefühl, über die Demonstrationen in Russland wird zur Zeit nur das Nötigste berichtet. Da hat mit Sicherheit wieder ein Deal stattgefunden. Ging es dabei gegebenenfalls um Syrien?
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Moskau reagiert auf die Demos vom Wochenende mit Massenfestnahmen - Putins Rückkehr ins Präsidentenamt wird zum Rollback für Russland: Er wird die spärlichen Reformen seines Vorgängers Dmitrij Medwedews zurückdrehen.

    Präsident Putin weitet Macht aus und schwächt Demokratie in Russland - SPIEGEL ONLINE
    Von welchen Demos spricht denn der SPON? Gestern gab es 8.000 Rowdys (wie eure Autonome), die Krawallen zu machen versuchten. Gestern auch: Wladiwostok: 100 Menschen, Chabarowsk: 50 Menschen, Omsk: 50-60 Menschen, ein Drittel davon wie immer Journalisten und Fernsehleute...
    Lasst uns wissen, was fuer uns gut oder schlecht ist, lasst uns in Ruhe, denkt an das Schicksal der EU und des Euros und was danach kommt.
    Ein Forist schrieb hier, dem Westen ging und geht es besser. Aber alles ist vergaenglich, auch eure fetten Jahre. Mal sehen, wie es in 10-15 Jahren aussehen wird.
  9. #9

    Zustimmung

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Der Russe braucht wohl die Regierung der harten Hand, und alles demokratische wird als verweichlicht-westlich angesehen. Das man dabei übersieht, das der Westen nicht nur in puncto Freiheit, sondern auch beim Wohlstand stehts vorraus war und ist, stört den kurzsichtigen Russen da offenbar wenig.
    Ich kann Ihrem Beitrag nur zustimmen. Wir im Westen gehen in unseren Naivität davon aus, dass die bei uns erfolgreich herrschende Demokratie woanders auch erwünscht ist. Dies ist aber nicht so. Die Russen brauchen immer einen Fürsten und wenn dieser nur ein wenig nach ihren Interessen schauen, dann ist es der Richtige. Dieses Verhalten nimmt dann von jeden einzelnen die Eigenverantwortung für das Handeln ab, die da oben sind schuld. Damit lässt sich prima leben.