Putin und die Medien: Der Gestank des KGB

DPAWladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...818711,00.html
  1. #10

    In den sogenannten 'lupenreinen' Demokratien regiert zunehmend die Unregierbarkeit. Man muss sich bei uns nur den allgemeinen Affentanz und seine Protagonisten anschauen.
    'Regieren' ist etwas anderes, als sich gegenseitig in 'politischer Korrektheit' zu überbieten. Es jedem rechtmachen zu wollen ist unmöglich und untergräbt letztlich den demokratischen Gedanken.

    Oder nach Max Weber: Macht bedeutet: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Individuum – in der Wirtschaft ein Unternehmen – seinen Willen auch gegen den Widerstand anderer Beteiligter durchsetzen kann.

    Unter Putin mag vieles in diesem Sinne nicht 'demokratisch' zugehen, aber dem Land als Ganzem wird das gut tun. Wenn man sich die Regionen im Umfeld Russlands so anschaut, kann auch uns ein starkes Russland nur nützen. Immerhin ist es eine alte Kulturnation und uns weniger artfremd als manchmal so behauptet.
  2. #11

    jomei,

    dann mal Nachrichten aus allererster Hand:

    Schlimm, schlimm, was dieses Russland aus seinen gigantischen Moeglichkeiten macht:

    Krankenhaeuser auf Stand 1960. Bekannte von mir, 26 J. alt, verstarb 2011 wegen Verwechslung der Blutkonserven nach Blinddarmentfernung<!!!>. Geheimdienst- und Apparatschickleute werden natuerlich fuerstlich versorgt in strengst abgeschirmten Einrichtungen.

    Bei der Bank 2 Stunden 20 Minuten Wartezeit und 14 verschiedene Dokumente fuer Auslandsueberweisung i.H.v. EUR 1.800.-. Von 8 Angestellten sprach keine einzige der <jungen!> Damen ein Wort Englisch oder Franzoesisch oder Deutsch. Dafuer wurde aber mein kompletter vollgestempelter Pass ohne mein Einverstaendnis kopiert - geschehen zu St. Petersburg, Dezember 2011.

    Fern- und Europa<!>strasse von Estland nach St. Petersburg ist auf russischer Seite in solch grauenvollem, schlaglochuebersaeten Zustand, dass ich gezwungen bin, jedes Mal nach Tallinn zu fliegen, nachdem ich 2 X Achsbruch erlitten hatte auf dieser "Europastrasse".

    Undundundundund.

    Wohlgemerkt: Russland hat mehr Devisenreserven als die EU-27 zusammen <!> und einen ausgeglichenen Staatshaushalt - nur, warum friert meine achtjaehrige Enkelin bei 9 Grad Celsius im Klassenzimmer <geschehen zu St. Petersburg, Februar 2012>, weil kein Geld da ist, die Schule ausreichend zu heizen?

    Dieses Russland unter Medwedew / Putin ist gut fuer eine ganz kleine Clique aus Apparatschicks und Wirtschaftsgewohnheitsverbrechern, aber keinesfalls fuer den arbeitsamen Durchschnittsrussen!
  3. #12

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.

    Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.
    In der tat habe ich das Gefühl, dem Westen wäre es viel Lieber, dass vornehme westliche Konzerne wie Shell Russland ausplündern dürften, wie es etwa in Nigeria seit Jahrzehnten geschieht.

    Über die "freien Medien" in der Jelzin-Ära kann man wirklich nur lachen.
  4. #13

    dert

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.

    Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.
    Wut darüber,dass Russland seine Ressourcen gesichert hat...alle Russen wären viel glücklicher,wenn Exxon und Hallyburton im Land wären und die Russen eigenes Gas bei Amis kaufen würden...aber so sind die Russen unglücklich und hassen ihn eigentlich aber er hat die Medien in der Hand und die Bevölkerung weiss nichts von seinen Machenschaften...die armen Russen..
  5. #14

    Lupenreiner Diktator

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

    Putin und die Medien: Der Gestank des KGB - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

    Gerhard Schröders Vision eines lupenreinen Demokraten kann nie in Erfüllung gehen. Ehe nicht die Korruption besiegt ist. Und das wurd Towarisch Wladimir nicht erleben. Also prägte er die neue Form der Diktatur. Mit Wahlen !!!!
  6. #15

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.

    Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.
    Und aus Ihnen spricht die Wut des Linken dass den Linken nichts gelingt und der Westen immer siegt, da werden denn offensichtliche Diktatoren und Schlächter zu Helden stilisiert obwohl sie nur Mörder und Verbrecher sind, Gaddafi, Assad, die chinesischen Kommunisten oder eben der lupenreine Demokrat Putin, um von den Linken ins Herz geschlossen zu werden muss man nur radebrechen "Westen böse", dass man mordet, foltert, underdrückt ist den Linken egal.
  7. #16

    "Konkurrenten"

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.

    Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.

    Bezeichnend ist auch das Hochjubeln von Putins "Konkurrent" im Kampf um die Präsidentschaft, Michail Prochorow, der aus den Reihen eben dieser Spekulanten und Finanzhaie kommt.
  8. #17

    .... das müssen Sie schon den Russen selbst

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Ist das was der Herr Putin da von sich gibt nur das übliche dumme Wahlkampfgetöse, oder kommt bei ihm der kalte Krieg und seine KGB Tätigkeit wieder hervor?
    Es ist eine Schande und ein Rückschritt für Russland wenn dieser kalte Krieger erneut Präsident wird.
    Außer die Rohstoffe des Landes zu verhökern, sich die Taschen vollzustecken und alle Kritiker fern halten, damit kann man doch kein Land entwickeln.
    HR
    überlassen, ob sie Putin als Schande empfinden. Sie werden morgen eines besseren belehrt werden. Die Russen sind nicht dumm, sie wissen schon was sie tun. Es gibt keinen annähernd fähigen Politiker in Rußland, der in der Lage ist, dieses größte Land der 'Welt zu lenken.
    Und was die rohstoffe angeht: Putin macht genau das Gegenteil, er hat die Oligarchen gestoppt, Rußlands Rohstoffe auszuverkaufen, so wie es der Wirtschaftskriminelle Chodorkowski (mit israelischem Paß) getan hat, als er Öl incl. Land und Schürfrechte an Exxon verhökern wollte.
  9. #18

    Zitat von fhouseman Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.
    Dem kann ich nur beipflichten, bravo!

    Darüber hinaus ist es sicherlich in einem von Filz und Mafia durchzogenen Land, wie Russland nach der Öffnung, nicht einfach wieder ein funktionierendes Sozialgefüge durchzusetzen. Niemand will den freien Kapitalismus (ohne gleich ins andere Extrem zu mutieren), denn er verkauft vor allem die Jugend.
  10. #19

    Frau Dikun...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

    Putin und die Medien: Der Gestank des KGB - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    arbeitet jetzt also für die Konkurrenz. WAs Wunder, dass sie gegen Herrn Putin schießt. Macht man das bei uns nicht, wenn man die Partei wechselt?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Interesse des Volkes ist, dass die Superreichen, welche alle!!!! unrechtmäßig zu ihrem REichtum gekommen sind, auch noch die Medien und somit die öffentliche Meinung kontrollieren.
    Und dass die Opposition in Rußland saftige Geldspritzen und Beratung von USA bekommt, das ist doch Fakt. Es beleidigt meine Intelligenz, dass man beim Spiegel so tut, als sei das nicht so. Das haben die Amis schon in der Ukraine gemacht, oder hat sich schon mal jemand gefragt, woher die bettelarmen Leute plötzlich zu hunderttausenden orangene Jacken herhatten?