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Pussy-Riot-Prozess: Der Fehler der unbarmherzigen Kirche

DPADie einen wollen sie "auf dem Scheiterhaufen" sehen, die anderen fordern "Freiheit für Pussy Riot". Im Moskauer Prozess gegen die dreiköpfige Protest-Guerilla wird das Urteil erwartet. Kirchenvertreter dämmert langsam, dass das bizarre Verfahren ein Fehler war.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...848818,00.html
  1. #1

    BB halt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die einen wollen sie "auf dem Scheiterhaufen" sehen, die anderen fordern "Freiheit für Pussy Riot". Im Moskauer Prozess gegen die dreiköpfige Protest-Guerilla wird das Urteil erwartet. Kirchenvertreter dämmert langsam, dass das bizarre Verfahren ein Fehler war.

    Urteil im Pussy-Riot-Prozess könnte Russlands Kirche schaden - SPIEGEL ONLINE
    Aus dem Artikel:
    Zitat von SPON
    Langsam dämmert auch Kreisen der russischen Orthodoxie, dass sich Kreml und Kirche einen Bärendienst erwiesen haben könnten mit der gleichermaßen unbarmherzig und bizarr anmutenden Strafverfolgung der drei Frauen.
    Das ist wohl eher Wunschdenken des Verfassers (und wie realitätsnah dessen "Berichte" sind wissen die interessierten Leser mittlerweile).

    Weiterhin:
    Zitat von SPON
    Ein hartes Urteil werde nicht die erhoffte abschreckende Wirkung haben, warnt der orthodoxe Intellektuelle und Geistliche Andrej Kurajew. Im Gegenteil: Die Kirche provoziere Nachahmungstäter und leiste einer Radikalisierung der Opposition Vorschub. In Russland habe es "noch nie einen Mangel an jungen Extremisten" gegeben, mahnt Kurajew.
    Ganz im Gegenteil. Ohne diese Straftat zu ahnden würde es Nachahmungstäter geben (man hätte ja nichts zu befürchten).

    Nichts gegen eine Opposition in Russland (sofern diese denn den Namen verdient und nicht von Ausland bezahlt und gesteuert wird, oder wie im vorliegenden Fall als PR-Maske missbraucht wird), solange diese sich an geltende Regeln und Gesetze halten.
  2. #2

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die einen wollen sie "auf dem Scheiterhaufen" sehen, die anderen fordern "Freiheit für Pussy Riot". Im Moskauer Prozess gegen die dreiköpfige Protest-Guerilla wird das Urteil erwartet. Kirchenvertreter dämmert langsam, dass das bizarre Verfahren ein Fehler war.

    Urteil im Pussy-Riot-Prozess könnte Russlands Kirche schaden - SPIEGEL ONLINE
    Die russisch-orthodoxe Kirche biedert sich um bestimmter Privilegien willen seit Jahren dem mafiösen Machtapparat an und hat damit jeglichen Kontakt zu christlichen Werten und jegliche moralische Autorität verloren. Ich will nicht wissen, in was für dreckige Geschäfte diese Leute verwickelt sind. Die haben moralisch rein gar nichts zu melden.
  3. #3

    Spalten, Spalten, Spalten...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die einen wollen sie "auf dem Scheiterhaufen" sehen, die anderen fordern "Freiheit für Pussy Riot". Im Moskauer Prozess gegen die dreiköpfige Protest-Guerilla wird das Urteil erwartet. Kirchenvertreter dämmert langsam, dass das bizarre Verfahren ein Fehler war.

    Urteil im Pussy-Riot-Prozess könnte Russlands Kirche schaden - SPIEGEL ONLINE
    Alles tun zu dürfen, bedeutet noch lange nicht dass es im Namen der Freiheit geschehen wird.
  4. #4

    Pussy Riot

    So sympathisch die Mädchen wirken, aber ihre Aktionen finde ich nicht gerade vorbildlich. Auch wenn man die geistige Nähe von Kirche und Kreml anprangern will, ist diese Aktion vor dem Altar einer Kirche doch sehr geschmacklos und eine Beleidigung der Gläubigen.
  5. #5

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Ganz im Gegenteil. Ohne diese Straftat zu ahnden würde es Nachahmungstäter geben (man hätte ja nichts zu befürchten).
    Ja und das wär ja schrecklich, wenn auf einmal die Leute anfangen würden, sich öffentlich zu äußern. Ganz ehrlich, diese unglaubliche Überreaktion der Kirche, der mafiösen Herrscherclique und von Teilen der Öffentlichkeit ist doch der Indikator schlechthin für den miesen Zustand von Demokratie und Freiheit in Rußland. Die haben den Stalinismus geistig nie überwunden. Ein Land, das so reagiert, ist doch hochgradig autoritär.


    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Nichts gegen eine Opposition in Russland (sofern diese denn den Namen verdient und nicht von Ausland bezahlt und gesteuert wird, oder wie im vorliegenden Fall als PR-Maske missbraucht wird), solange diese sich an geltende Regeln und Gesetze halten.
    Ich glaube kaum, daß Pussy Riot das gemacht haben um der PR willen. Die werden schon gewußt haben, was für ein Risiko die eingehen. So was macht man in der Regel eher aus Überzeugung. Und vom Ausland bezahlt, naja viel kann das bei denen nicht gewesen sein. Oder glauben Sie, die CIA überschüttet neuerdings Punkbands mit Geld?

    Was Sie eigentlich sagen wollen, ist doch, jeder darf seine Meinung sagen, hauptsache er hält die Fresse und sagt sie nicht und schon mal gar nicht öffentlich und wenn dann gibts halt die volle Packung.
  6. #6

    Re: Nichts gegen eine Opposition

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Nichts gegen eine Opposition in Russland (sofern diese denn den Namen verdient und nicht von Ausland bezahlt und gesteuert wird
    "Vom Ausland bezahlt" ist ja immer wieder ein Argument, wenn eine Regierung eine Opposition schlecht machen will...

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    oder wie im vorliegenden Fall als PR-Maske missbraucht wird
    PR wofür?

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    solange diese sich an geltende Regeln und Gesetze halten.
    Manchmal sind aber die Gesetze so, dass man unter "geltenden Regeln" etwas gegen die Regierung unternehmen kann. Manchmal ist es legitim, etwas illegales zu tun!
  7. #7

    Diese Frauen haben sich in einer Kirche provuzierend aufgeführt, das ist Hausfriedensbruch. Aber anscheinden will Russland einigen islamischen Ländern Konkurrenz machen, indem die Beleidigung der Religion und die "Entweihung einer heiligen Stätte" mit hohen Strafen belegt wird. Dadurch führt dieses Gerichtsverfahren der ganzen Welt vor Augen, was in Russland Sache ist und das rechtfertigt die Aktion der jungen Mütter im nachhinein.
  8. #8

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Nichts gegen eine Opposition in Russland (sofern diese denn den Namen verdient und nicht von Ausland bezahlt und gesteuert wird, oder wie im vorliegenden Fall als PR-Maske missbraucht wird), solange diese sich an geltende Regeln und Gesetze halten.

    Also hätte eine Opposition in Hitlerdeutschland - wenn es sie denn gegeben hätte - auch Juden diffamieren müssen, weil es ja Gesetz war?

    Was dieser Vergleich soll: Nicht jedes Gesetz ist richtig und muss gehalten werden. Und ein Gesetz, welches Kritik verbietet, ob nun an Staat oder Kirche, kann nicht richtig sein, denn es widerspricht sämtlichen freiheitlichen Grundordnungen.

    Bei dem Auftritt ist kein wirklicher Schaden entstanden, es wurde nichts kaputt gemacht, man hat sich nur respektlos der Kirche und des Staates gegenüber dargestellt und soetwas MUSS in einer Demokratie erlaubt sein, zumal der Kritikpunkt, dass Kirche und Staat in Russland zu eng verwoben sind, ja auch stimmt.

    Wenn Sachbeschädigungen stattgefunden hätten, dann gäbe es einen berechtigten Grund für eine Strafverfolgung, aber religiöse oder konservative Gefühle können kein Grund für eine Verurteilung sein.

    Das eine Extrem ist der Stalinismus, welcher jegliche Religion verfolgt hat (und im Grunde selber auch nur eine Ersatzreligion war) und das andere der Gottestaat, wo religiöse "Traditionen" Gesetze und Gerichtsbarkeit bestimmen.
  9. #9

    kunst!

    kann an der genannten kunst nichts befremdlichen entdecken ausser die ansicht des autors...


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