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Pubertätsbeichten: "Liebes Tagebuch, ich bin verliebt. Endgültig!"
Als Teenies schützten sie ihr Tagebuch mit einem Schloss, jetzt lesen sie als Studenten vor Publikum daraus vor. Drei Mutige berichten vom ersten Zungenkuss, der ersten Periode und Jungs, die so überhaupt nicht tanzen können. Mit Hörproben!
http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...798483,00.html
- #1 19.12.2011 10:02 von
(.)(.)
Ach Spiegel...*seufz*
Da komme ich her um anspruchsvolle Nachrichten und interessante Meinungen zu lesen und muss aber immer öfter Artikel wie solche lesen. Solche Sachen die jeder im Leben mal durchgemacht hat, warum sollte ich interesse haben mir soetwas durchzulesen oder gar anzuhören ?
"Das Publikum schreit vor Lachen" - Ist es so einfach ein Publikum zum lachen zu bringen ? Wow. Naja, man setzt ja oft eine zu hohe Erwartungshaltung an seine Mitmenschen.
Dem Spiegel würden ein paar bessere Artikel gut tun. Weg vom RTL-Nachmittagsprogramm. Es muss ja nicht um Riemannsche Flächen gehen, aber ein gewisser Anspruch wäre erwünscht. Ist nur gut gemeint, ich lese auch woanders sehr gerne. - #2 19.12.2011 10:08 von
Mutig also
Ich lese ja noch nicht mal mein eigenes Tagebuch gerne, was interessiert mich das Zeug der vergangenen Zeit?
Dieser Narzismuss heutzutage kommt mir vor wie in einem netten Dorf, in dem niemand die Tür abschließt. Aber nicht, weil es nichts ausmacht, wenn Fremde einfach ins Wohnzimmer latschen, sondern weil letzteres keiner macht. Aus Anstand.
Und wie immer meine Frage, warum man überhaupt Privatsphäre braucht...
Ich denke, ohne sie löst sich das Individuum auf, alles wird eins, beliebig, gleich. - #3 19.12.2011 10:43 von
Ach manta... *seufz*
Ach manta *seufz*...
Hast Du noch nicht mitbekommen, dass Kultur durchaus auch zum Thema Bildung gehört? Und dass solche DiarySlams durchaus etwas mit Kultur zu tun haben? Du unterstellst hier dem SPIEGEL B**D-Niveau (welch Widerspruch ins sich...), meinst es laut eigenem Bekunden sogar gut - aber es entgeht Dir völlig, dass ein Magazin wie SPON eben nicht nur ein Nachrichtenticker ist, sondern zur etwas breiter gefächerten Bildung und zur Vermittlung kultureller Werte beiträgt. Wenn Du nur die News of the day suchst, solltest Du Dir tatsächlich eher die Seiten von Reuters oder dpa ansehen.
Dem SPIEGEL würden ein paar bessere Artikel guttun? Glaubst Du nach Deinem Posting hier derjenige zu sein, der das beurteilen kann? Ich habe da so meine wohlangebrachten Zweifel!
Wenn Du mit Deiner eigenen kulturellen Kurzsichtigkeit glücklich bist, ist das schön für Dich - alle anderen werden solche Artikel gerne weiterhin lesen.
So, und nun zieh den Ellenbogen ein, da kommt Gegenverkehr. - #4 19.12.2011 10:53 von
- #5 19.12.2011 11:14 von
Ich befürchte eher, dass diese literarischen Geister uns bald mit einem Buch beglücken werden und das Bisherige nur ein Testballon war, ob`s verkaufbar sein könnte. Heute schreibt ja jeder Horni "sein" Buch. Dann dauert es auch nicht lange, bis man in einer der zahlreichen Volksverblödungssendungen im Fernsehen, genannt Talk-Shows, auftreten und sein Buch in die Kamera halten darf. Als wir alles das noch nicht hatten, hießen Schriftsteller Thomas und Heinrich Mann, Balzac, Christa Wolf, George Orwell, Majakowski, Tolstoi, ...alles Ge_chichte. Armes Europa!
- #6 19.12.2011 11:15 von
Fehlt eigentlich nur noch die in solchen Beiträgen übliche "Früher stand ich total auf David Hasselhoff, aber heute schäme ich mich dafür als wäre ich Aufseher in Auschwitz gewesen, weil David Hasselhoff geht ja nun gar nicht"- Nummer.
Eine "kritische Distanz" zur eigenen Jugend habe ich auch. Die meisten Sachen die ich damals gemacht habe würde (besoffen Verkehrsschilder klauen, sich von der Polente erwischen lassen, versprechen das Ding wieder an den ursprünglichen Platz zurückbringen, es heimlich in eine Baugrube feuern und danach ein Sonderlob von den Bullen für Einsichtigkeit und Kooperationsbereitschaft einheimsen) würde ich heute nie wieder machen. Aber das ich das coram publico vor einer halbbesoffenen Meute von Umhängetaschen-Besitzern ausbreite seh ich mal gar nicht ein.
Na ja, sind vermutlich Studentinnen von IMM (Irgendwas mit Medien), die sich auf die Art schon mal auf ihren künftigen Berufsalltag vorbereiten... - #7 19.12.2011 11:32 von
Voyeurismusindustrieerzeugnis à la "Feuchtgebiete" und RTL-Reality-Soaps
Atze Schröder hat auch etwas mit Kultur zu tun; eigentlich so ziemlich jeder, der sich auf eine Bühne stellt. Und ich schätze mal den Wahrheitsgehalt der "DiarySlams" ähnlich hoch wie den der Poetry Slams ein, nämlich so gegen Null. Nettes Entertainment für den, der's mag, aber wenn sich das Publikum wie bei der erwähnten Stelle wirklich vor Begeisterung fast in die Hose macht, kann man durchaus dessen Anspruch hinterfragen. Wobei mir natürlich klar ist, wo wir uns befinden, nämlich auf einem Portal, daß auch schon Artikel über Lady Gagas verschwundene Unterwäsche gebracht hat. Wahrscheinlich auch zum Brüllen komisch und irgendwo wohl auch Kultur, yeah.
Kritik darf man aber trotzdem üben. - #8 19.12.2011 12:21 von
Lieber Tsardian, ja, da hast du recht. Bevor ich zu einem Artikel (sei er auch schlecht) was schreibe, lese ich ihn erstmal. Kritisieren ohne den Inhalt zu kennen ist oft nicht zielführend.
Lieber Pixelschubser,
Jaja die Kultur. Sicher ein großer Brocken der Allgemeinbildung, keine Frage ! Nur irgendwo muss man einen Schlussstrich ziehen. Denn so einfach wie du es dir machst, kann man alles als Kultur bezeichnen. Und ja, langfristig unterstelle ich dem SPIEGEL B**D Niveau.
Spiegel hat durchaus gute Sachen, wie 'EinesTages', das lese ich sehr gerne.
Ich vermisse aber die bissigen Artikel, die einem auch mal ein Schmunzeln aufs Gesicht bringen. Wo es nicht um bissige Belletristik oder "DiarySlams" geht.
Das Beispiel ist zwar Tagespolitisch, aber man versteht was ich meine:
Böss in Berlin » Blog Archive » Schluss mit der angelawulffischen Langeweile!
(und das ist sogar von der W**T = B**D) - #9 19.12.2011 13:08 von
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