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Psychopharmaka im Flusswasser: Forsche Barsche
Bent ChristensenRückstände gängiger Psychopharmaka geraten über Abwässer in Flüsse, Seen und Teiche. Dort verändern sie das Verhalten von Fischen. Sie agieren aktiver und mutiger. Die ökologischen Folgen könnten dramatisch sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-883433.html
- #1 14.02.2013 20:42 von
Hört auf Jerker Fick...?
Klingt doch super, was Herr Fick da vorschlägt...ein Umweltmonitoring für Arzneimittel...Aber was hat man sich darunter vorzustellen? Und wie kann Monitoring Einfluss auf die amenge an Arzneimitteln im Grundwasser haben? Die Natur wird's schon richten... hoffentlich
- #2 14.02.2013 20:44 von
Iregndwie mal wieder Politik
Zitat:
"Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth empfiehlt daher, "ein Umweltmonitoring für Arzneimittel" einzuführen. Eine entsprechende Umweltverträglichkeitsprüfung solle "im Zulassungsprozess für Medikamente verankert werden"."
Was soll das? Kein Medikament ist umweltverträglich. Jährlich gelangen massenhaft Tonnen Medikamente und dabei viele Antibiotika in die Umwelt. Sie werden verschrieben und dann weggeworfen, meist direkt ins Abwasser. Das sind Medikamente für 4 Mrd. Euro. Nur spricht darüber niemand, ist ja keine Industriemassentierhaltung.
Das hat sogar Verdi festgestellt:
ver.di: Die große Verschwendung
Was bitte, Herr Flasbarth, soll eine "Umweltverträglichkeitsprüfung" machen? Sollen dann die giftigen Krebsmedikamente verboten werden? Sollen Antibiotika für den Menschen verboten werden? Möchten Sie lieber homöopathische Mittel? Die sind sicher unheimlich umweltverträglich. Ein Molekül in einem See verursacht sicher keine Umweltprobleme. Medikamente verursachen auch beim Menschen Schäden, aber ohne geht es auch nicht. Dann bleibt die Krankheit bestehen, die betroffenen Menschen wohl kaum ... - #3 14.02.2013 20:53 von
...wer sich einmal in der Onkologie umgesehen hat...
...der fragt sich eh, warum Krankenhausabwässer in den normalen Abwasserzufluss gelangen dürfen. Man möchte gar nicht wissen, wie unsere Umwelt schon belastet ist... gruselig.
- #4 14.02.2013 20:54 von
Bullsh*it
Die Versuchsanordnung moechte ich gerne mal sehen. Millionenfach verdünnte Benzos sollen Barsche, mit selbstverständlich wahrscheinlich moeglicherweise schwerwiegenden und fatalen oekologischen Folgen, zu ungeheurem Verhalten führen. Derselbe Kokolores wie das Kokain im Flusswasser in Italien vor ein paar Jahren, das Schnecken zu entartetem Tun verleitet haben soll.
- #5 14.02.2013 21:00 von
Olala, das muss ich gleich einmal melden
[QUOTE=sysop;12021355]Rückstände gängiger Psychopharmaka geraten über Abwässer in Flüsse, Seen und Teiche. Dort verändern sie das Verhalten von Fischen. Sie agieren aktiver und mutiger. Die ökologischen Folgen könnten dramatisch sein.
Medikamente in Gewässern verändern das Verhalten von Fischen - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE
Der Vorsitzende unseres Angelvereins hatte sich schon auf der letzten Mitgliederversammlung verwundert darüber gezeigt, dass die Fische jetzt viel mehr laichen und die Seen und Flüsse voller Jungfische sind.
Sollte dass am Medikamenten - Einfluss liegen, muss herausfinden können, welches Medikament hierfür verantwortlich ist. - #6 14.02.2013 21:15 von
Es sind doch nicht nur
Psychopharmaka, die im Abwasser landen, sondern auch andere Medikamente, vor allen auch Hormone wie die Pille, die schon in geringsten Mengen Tiere beinflussen können. Das ist also längst bekannt. Nur das Wissen ändert nicht, denn nach wie vor werden viel zu viele Medikamente verschrieben, die zum Teil gar nicht nötig wären. Wen juckt*s? Die Medizinmafia interessiert doch ihre Hinterlassenschaften nicht.
- #7 14.02.2013 21:16 von
dazu mal eine Stellungnahme des BfR
http://www.bfr.bund.de/cm/343/rueckstaende-pharmakologisch-wirksamer-stoffe-in-lebensmitteln-pflanzlichen-ursprungs.pdf
Es ist echt ätzend, dass in der Stellungnahme zwar festgestellt wird, dass Rückstände nachweisbar sind, ein paar Absätze weiter das Problem jedoch wieder heruntergespielt wird. - #8 14.02.2013 21:34 von
fly pills and down pills
Zum oxazepam würde ich etwas prozac oder trevilor geben, das dürfte die wirkung in etwa ausgleichen
- #9 14.02.2013 21:38 von
PeerVanDijck lesen Sie die Artikel auch oder lassen Sie nur heiße Luft ab? Nicht Herr Fick fordert ein Umweltmonitoring, sondern Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth. Wenn Sie wirklich wissen möchten wie Umweltmonitoring funktioniert, welchen Sinn ökotoxikologische Untersuchungen haben und welchen Beschränkungen sie unterliegen empfehle ich Ihnen die Lektüre von "Ökotoxokologie, Karl Fent, thieme Verlag".
Hier finden alle Interessierten auch Beispiele dafür wie derartige Untersuchungen dazu geführt haben, dass giftige, zunächst als unverzichtbar geltende Stoffe durch weniger umweltrelevante ersetzt wurden.
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