Forum


 

Psychologie: Meditation verbessert Gehirnnerven

DPASchnellere Signale, Verdichtung der Nervenfasern: Meditation verändert bereits nach vier Wochen das Gehirn, zeigt eine Studie. Forscher sehen die Chance für neue Therapien von psychischen Erkrankungen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...838296,00.html
  1. #10

    Ja leider...

    Leider ist die Psychologie unserer Fähigkeit zur "Aufmerksamkeit" zu wenig bekannt. Unsere Aufmerksamkeitsleistungen umfassen die große Spanne von "Trance", der extremsten Form von "Konzentration", bis zur sog. "Panoramabewusstheit", wie in dem Wikipedia-Eintrag zum Begriff "Achtsamkeit" dargestellt wird (unter 1.4 samt dazu relevanter Literatur). Für Achtsamkeits- oder wie es im Artikel heißt "Aufmerksamkeitsmeditationen" ergeben sich damit als wichtigste Unterscheidung die beiden Hauptformen von "focused attention meditation" und "open monitoring meditation". (Bei ersterer kommt immer dazu, auf was man seine Aufmerksamkeit fokussiert und wie "tief"; denn psychologisch kommt dann noch vieles mit ins Spiel – aus der Wahrnehmungspsychologie und der Psychologie unserer Vorstellungsfähigkeit – , was seinerseits Folgen haben kann. NB: Das beste Buch zu unserer Vorstellungsfähigkeit stammt erstaunlicher wie bemerkenswerter Weise von einem Philosophen, nämlich Colin McGinn; sein Werk "Mindsight" ist auf Deutschen unter dem Titel "Das geistige Auge" publiziert worden und hoch empfehlenswert.) Wenn die jeweilige Meditationsform nicht genau genug angeben oder geschildert wird, sind Berichte über Folgen von Meditieren wenig aussagekräftig, so wie Untersuchungen, bei denen die jeweilige Art des Meditierens nicht genau kontrolliert wird, zumindest "schwierig zu interpretieren" sind. (Weiteres gerne per PM)
  2. #11

    Buch

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Nach all den positiven Dingen, die ich über das Meditieren gehört habe, würde ich das Ganze auch gerne mal selber ausprobieren, aber leider konnte mir bisher noch niemand genau erklären, wie man das macht. Wenn ich einfach nur dasitze oder liege und an nichts denke (versuche, an nichts zu denken), penne ich nach kürzester Zeit ein.
    So geht es also schon mal nicht!

    Da ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, beim Suchen nach Ratgebern im Internet und im Buchladen auf die Esoterikschiene zu geraten, habe ich das Ganze wieder aufgegeben.
    Mir hat das Buch "Buddha und die Wissenschaft vom Glück" von Yongey Mingyur Rinpoche bisher am meisten geholfen Meditation zu verstehen. "Meditation für Dummies" habe ich zwar auch, fand es aber nicht so angenehm zu lesen.
  3. #12

    Aufmerksamkeit heißt aufmerksam sein

    Die Aufmerksamkeitsmeditation hat zum Ziel, dass der Betreffende wahrnimmt, was in ihm und um ihn herum im diesem Augenblick stattfindet. Dabei zeigt sich eindeutig, dass der Geist den Körper führt. Entscheidend ist das Hier und Jetzt. Dieses Training führt dazu, dass man im täglichen Leben, egal was man auch tut oder denkt, aufmerksamer ist als sich nur driften zu lassen. Die großen Meditationslehrer schaffen das sogar im Schlaf. Sie schlafen und wissen trotzdem, im Hier und Jetzt zu sein. So ist diese Meditation ein Weg, um sich seines Denkens und seiner Gefühle nicht nur während der Meditation, sondern tagein und tagaus bewusst zu sein. Der eigene Körper, der Kontakt zur Umwelt und damit die sozialen Belangen profitieren davon. Die Merkfähigkeit steigt messbar. Lernen fällt leichter und Gelerntes bleibt länger haften.
  4. #13

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Nach all den positiven Dingen, die ich über das Meditieren gehört habe, würde ich das Ganze auch gerne mal selber ausprobieren, aber leider konnte mir bisher noch niemand genau erklären, wie man das macht. Wenn ich einfach nur dasitze oder liege und an nichts denke (versuche, an nichts zu denken), penne ich nach kürzester Zeit ein.
    So geht es also schon mal nicht!

    Da ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, beim Suchen nach Ratgebern im Internet und im Buchladen auf die Esoterikschiene zu geraten, habe ich das Ganze wieder aufgegeben.
    Man setzt sich bequem aber aufrecht hin. Hände in den Schoß. Lotussitz (Schneidersitz) ist schön, muss aber nicht sein. Dann fixiert man einen Punkt ca. 1,5 m vor einem. Egal was. Die Augen bleiben also offen.

    Jetzt versucht man sich auf den eigenen Atem zu konzentrieren, ohne ihn zu beeinflussen. Man beobachtet nur und versucht die gesamte Aufmerksamkeit der Atmung folgen zu lassen. Ein und Aus. Wenn man merkt, dass die Gedanken abschweifen, einfach wieder auf die Atmung konzentrieren. Nichts erzwingen. Es geht um eine entspannte Art der Konzentration, ähnlich wie der in der man an etwas arbeitet was einem Spaß macht und man darin völlig versinkt und die Zeit vergisst.

    Dabei lässt man die Aufmerksamkeit weiter herunter gleiten, bis zu einem Punkt etwa in Höhe des Bauchnabels und verfolgt, wie dieser sich mit der Atmung bewegt.

    Wenn man merkt, dass die Gedanken zur Ruhe gekommen sind, richtet man die Aufmerksamkeit auf das Hören. Man hört, ohne zu werten oder zu analysieren, was man hört. Es ist einfach da und man hört zu. Auch hier gilt, verliert man die Konzentration und schweift mit den Gedanken ab, Aufmerksamkeit wieder auf die Atmung richten.

    Das ist eine Meditationstechnik die aus der Zen Lehre stammt.
  5. #14

    Meditation geht auch ohne Esoterik

    Auf diesem Feld gibt es inzwischen allerdings viel Unsinn. Die Kunst besteht darin, echte, bodenständige Meditation, die mit beiden Beinen fest auf der Erde bleibt von all den luftigen Heilsversprechern und spirituellen Wohlfühllandschaften zu unterscheiden. Überraschenderweise habe ich vor einigen Monaten auf Schloss Heinsheim bei Heidelberg ein Seminar erlebt, das jenseits von Religion und Glauben dennoch traditionelle Meditation vermittelt hat. Und am Abend gabs 3-Gang Menü´s. Da war ich doch froh, dass Meditation weder Lebens - noch lustfeindlich sein muss. und abgehoben muss es auch nicht sein. Da ist man doch gerne ganz im Hier und ganz im Jetzt. Esoterik Träumer konnten mich noch nie aufs Sitz-Kissen locken.
  6. #15

    es wirkt

    Das Potential der Meditation für die persönliche Entwicklung und auch für unsere Gesellschaft wird im Westen leider noch total unterschätzt.
  7. #16

    @Paul Panda

    Das beste Buch dürfte wohl von Jon-Kabat-Zinn stammen. Das ist nach wie vor DIE Referenz für Meditation und verbindet Wissenschaft mit Spiritualität. Name des Buches: Gesund durch Meditation. Viel Spaß
  8. #17

    Meditation, Gehirngesundheit und Hirnforschung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schnellere Signale, Verdichtung der Nervenfasern: Meditation verändert bereits nach vier Wochen das Gehirn, zeigt eine Studie. Forscher sehen die Chance für neue Therapien von psychischen Erkrankungen.

    Hirnforschung: Meditation verbessert Nerven - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann diese Aussagen nur bestätigen. Seit über 40 Jahren meditiere ich und habe mich zum Meditationslehrer nach TM ausbilden lassen. In meinen Kursen erhalte ich von meinen Teilnehmern und Teilnehmerinnen immer wieder gutes Feedback wie: Steigerung der inneren Ruhe, tiefe Entspannung und geistige Kreativität, verbesserte Lernfähigkeit und Klarheit des Denkens, mehr Freude am Leben, Erhöhung von Energie und Lebenskraft, Abbau von Stress, veränderte Sichtweise, Burnout-Vorbeugung, weniger Krisen im Leben.

    Es wird nicht mehr lange dauern, bis jeder verstehen wird und die Hirnforschung wird dazu beitragen, dass korrekte regelmäßige Tiefen-Meditation, wie sie von den alten Yogis der Vedatradition und des Ayurveda (vedische Meditation, TM, Advaitameditation etc. ) übermittelt wurde, für unser Gehirn, für die gesunde Erneuerung des Zellkerns, sowie des kohärenten Informationsfluss der Neurotransmitter so wichtig ist, wie Wasser für den Fisch, Luft für unsere Lungen, Schlaf für Gesundheit und Gedeihen.

    Buchtipp: Der direkte Weg von Peter Russel
  9. #18

    Effektive und alltagstaugliche Meditation

    n
    Ich kenne eine gute Meditation, die sehr effektiv ist, unter anderem weil sie alltagstauglich ist. Das heißt, ich kann verschiedene Elemente unmittelbar im Alltag einsetzen, um mich von Stress und anderen Problemen nicht aus meiner Ruhe und Gelassenheit bringen zu lassen. So kann man sich selbst genau in dem Moment helfen, in dem man ein solches Handwerkszeug dringend braucht. Diese Meditation heißt Ham-Zentrierung und ist frei von Esoterik.
  10. #19

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Vielen Dank an Sie und an alle anderen Forumsteilnehmer für die zahlreichen Tipps und Empfehlungen. Jetzt dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen.
    Hallo,
    bin Entspannungstrainerin und gebe Kurse in Geführte Meditation
    mit Musik.
    Bei Interesse meldet euch einfach


TOP



TOP