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Psychologie des Fehlermachens: Irren ist nützlich

Unser Gehirn hat den Umgang mit komplexen Problemen perfektioniert - oder doch nicht? Immer wieder stolpern wir beim Entscheiden oder Erinnern über dieselben Fallstricke. Anna Gielas von der Harvard University stellt einige vor und erklärt, warum sich die Fehler unterm Strich doch auszahlen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...759346,00.html
  1. #20

    Aus Fehlern wird man klug

    Fehler machen kann jeder, Fehler macht jeder. Und wie es im Volksmund so schön heißt: Aus Fehlern wird man klug.

    Doch wer Fehler übersieht, sie nicht wahrhaben will und ihnen nicht entgegensteuert, wird bald eine Krise erleben.
  2. #21

    ...

    Zitat von fahrgast07 Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich, was an der Anecdotal Fallacy so falsch sein soll. Klar achte ich mehr auf Erfahrungsberichte als auf technische Daten. Denn zum einen bilden technische Daten nicht alle Probleme ab, die in Erfahrungsberichten zu Wort kommen - etwa schlechter Kundendienst. Was nützt mir die Maschine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn sie wegen unerwarteter Probleme stillsteht? Zum zweiten kann man mit Zahlen vortrefflich lügen, Erfahrungsberichte sind auch in dieser Hinsicht unbestechlicher.

    Ganz praktisches Beispiel: Seit ich bei Hotel-Buchungen nicht mehr auf die Sterne, sondern auf die Gäste-Kommentare achte, mache ich sehr viel bessere Erfahrungen.
    Dazu eine Anekdote ;) : Als ich bei Amazon mal nach einem Billardqueue suchte, war ein Erfahrungsbericht folgendermassen: "So ein Schrott, die Spitze war nur angeklebt. Ist nach 4 Spielen abgefallen."

    Nun, allerdings sind bei allen Queues ausser bei dem billigsten Schrott die Spitzen immer angeklebt. Man sollte einen Queue auch mit einer gewissen Sorgfalt behandeln, sonst geht er nun mal kaputt, es ist nicht das stabilste Sportgerät.

    Sie sehen also, der Erfahrungsbericht war völlig unzutreffend, der Typ hat gespielt wie eine Axt und nicht die geringste Ahnung gehabt, aber ganz nach Dunning-Kruger gross mit seinen Erfahrungen rumgetönt.

    Sie sagen jetzt, das sie damit bessere Erfahrungen gemacht haben, aber möglicherweise reden sie sich das jetzt auch schön, während sie in Wirklichkeit immer die schlechtere Lösung ausgesucht haben weil sie auf solche Pfeifen gehört haben.
  3. #22

    Jetzt weiß ich endlich...

    ...warum perfekte Menschen (und die, die nach Perfektion streben) so unerträglich sind: Sie machen eben (vorgeblich)keine Fehler, irren sich nie und sind damit schlicht unmenschlich;)
  4. #23

    Erkenntnissprung durch Chaos- und Evolutions-Physik

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    ... Der Homo sapiens aspergiensis wird mit den gestiegenen Lern- und Erfahrungsanforderungen auf lange Sicht besser fertig, .. und wird die zukünftige Gesellschaft dominieren, ..
    Ihr Hinweis steht auf der Evolutionsprozessebene und geht (deshalb) auch in die richtige Denk-Such-Richtung.
    Den Zugang für ALLE zum fruchtbaren Fehlerverhalten verspreche ich mir von der Akzeptanz meiner Erkenntnisse zur kybernetischen/steuerungssystemischen Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Heute gibt es kein hinreichendes, universal anwendbares, operationales Evolutionsprozess-Modellwissen. Wenn diese Theoriegrundlage fehlt, kommt man im Bereich Politik u n d Wirtschaft (= Felder höchster Komplelxität) mit Innovationen notwendig auf den Konfliktkampf-/Machtkampf und Crashpfad (= Reich der Notwendigkeit) - oder scheitert mit seinen Innovationsversuchen recht schnell.

    Mit einer hinreichenden Evolutionsprozess- und Chaosphysik geht man besser abgesichert in die Zukunft.








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