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Psychologen-Mangel in Deutschland: Therapeut verzweifelt gesucht

CorbisDie Zahl psychischer Erkrankungen in Deutschland steigt rasant, die Wartelisten für Therapieplätze werden länger. Patienten werden im Schnitt erst nach 80 Tagen erstmals behandelt - für viele eine unzumutbare Belastung.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...820748,00.html
  1. #130

    Yoga, Meditation, Sport, Johanniskraut, Schlaftabletten. Kusslowski hat schon vieles versucht, ohne Erfolg.
    Wie wär's einfach mal damit, beruflich einen Gang runterzuschalten ? Wie ich vor einiger Zeit (vermutlich auch auf SPON) las, sind vor allem die besonders engagierten, die alles und alles richtig machen wollen von psychischen Problemen betroffen. Eine überschaubarere Beschäftigung mit weniger Verantwortung wäre da doch das naheliegenste, um das Übel an der Wurzel zu bekämpfen.
  2. #131

    Die Ärztelobby ist überall präsent

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Dann braucht man mehr Fachärzte für Psychiatrie. Für Erkrankungen sind immer noch Ärzte zuständig und kompetent.
    Das sehe ich anders. Denn es gibt sehr gute und kompetente Heilpraktiker (ja, das böse Wort steht hier wirklich;) ) für Psychotherapie, die sehr wohl fähig sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Wenn nicht sogar besser als mancher Arzt. Doch dies wird gerne verschwiegen oder von der Ärztelobby - die hier reichlich vertreten ist - lächerlich gemacht. Dabei sollte es um das Wohl der Patienten gehen und nicht um das Portmonaie der Ärzte. Wer immer noch dagegen wittert, sollte diesen Therapien zumindest eine Chance geben und es ausprobieren anstatt blind abzulehnen weil irgendwo jemand mit einem Dr. Titel (der übrigens auch vom Vorstudium der Geologie stammen könnte) etwas schlaues geschrieben hat. Besser sich eine eigene Meinung machen.
  3. #132

    Amtsärztliche Prüfung

    Zitat von meja123 Beitrag anzeigen
    Das ist auch gut so, dass für diesen anspruchsvollen Beruf eine umfassende Qualifikation gefordert wird und nicht das Klangschalendiplom als ausreichend betrachtet wird.
    Genau, diese HPP ist eine Qualifikation, die am Ende von einem Amtsarzt überprüft wird. Oder wollen Sie sagen, dass die Amtärzte Idioten sind?
  4. #133

    Zitat von doppelblind Beitrag anzeigen
    Warum sollte das Arbeitsamt einem Heilpraktiker die Ausbildungen zum Psychotherapeuten bezahlen?
    Solche Maßnahmen kommen doch, wenn überhaupt, nur in Frage,
    wenn Sie arbeitslos sind und mit Ihrer Ausbildung nicht oder kaum vermittelbar sind und nicht, weil sie schon Ihren Beruf ausübern, weil sie gerne Psychotherapie bei Kassenpatienten machen würden.

    Mal davon abgesehen, rechnen die Krankenkassen bis auf Einzelfälle sowieso nur mit ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten ab.
    Und so, wie es aussieht, sind Sie weder Arzt noch Psychologe, oder?
    Was soll der Dünkel?! Nur weil jemand einen Beruf hat, der nicht mehr gefragt ist, soll die Person weniger wert sein? Und unfähig sein, nach einer fundierten und amtsärztlich überprüften Ausbildung einen anderen Beruf qualifiziert und mit Herzblut auszuüben?!
    Ich lese hier immer wieder, wie stark die Ärztelobby ihre Pfründe vertritt. Schade, denn beide Seiten könnten voneinander zu Gunsten des Patienten (und nicht der eigenen Tasche) profitieren.
  5. #134

    Aua

    Zitat von goldmund1@web.de Beitrag anzeigen
    Bei 100,-EUR die 50 Min. ( und das ohne Promotionspflicht...ich meine Psychologie darf kann ja wirklich jeder studieren)
    Ich weiß was von 80 €, Psychologie hat teilweise NC 1,0 und zur Therapieausbildung wird auch nicht jeder zugelassen. Eine Promotion kann man auch nicht mit einer fünfjährigen Therapieausbildung vergleichen...

    Zitat von goldmund1@web.de Beitrag anzeigen
    Bei dem Reibach, den man da machen kann, zieht es auch tendenziell die falschen Leute an, das ist nicht zu übersehen.
    Wieder Aua. Ich kenne keinen, der die Therapieausbildung wegen dem Geld macht. Das wäre auch unsinnig. Lieber Zahn-/Medizin studieren und Radiologe werden.

    Zitat von goldmund1@web.de Beitrag anzeigen
    Gesetzliche Kassenpflicht für alle zugelassenen Therapeuten und die Honorare um mindestens ein Drittel kappen
    Eine wahrhaft revolutionäre Idee. Damit haben Sie 20000 Therapeuten in München und Hamburg und 20 in Meck-Pomm. Dabei bitte ich aber auch, anderen "überbezahlte" Berufszweigen die Leistungen zu kürzen (z.B. 15 min Zahnreinigung beim Zahnarzt = 120 €).

    Zitat von goldmund1@web.de Beitrag anzeigen
    das ist immer noch eine mehr als üppige Bezahlung für diese im Grunde - entgegen allen Beteuerungen der Berufshelfer, die um ihre Tätigkeit auch gerne mal ein großes Mysterium machen - recht einfache Tätigkeit)
    Entschuldigung, Sie haben keine Ahnung von der Arbeit eines Therapeuten. Schauen Sie sich mal eine z.B. recht realistische Serie wie "In Treatment" an. Das ist kein Mysterium, sondern hoch komplexe geistige und emotionale Schwerstarbeit.

    Zitat von goldmund1@web.de Beitrag anzeigen
    Dieser ganze Psychomarkt ist einfach ein riesiges Business, und die Therapeutenlobbyverbände, die auch in diesem Artikel vollkommen unkritisch gezeichnet werden, stehen auf einer Stufe mit der üblen Pharmaindustrie.
    Insgesamt haben die Therapeuten eine wesentlich schlechtere Lobby als z.B. die Ärzte und verdienen im Vgl. zu denen auch wesentlich weniger. Vielleicht ziehen Sie passenderweise lieber über Ärzte oder Pharmavertreter her...
  6. #135

    schön

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Wie wär's einfach mal damit, beruflich einen Gang runterzuschalten ? Wie ich vor einiger Zeit (vermutlich auch auf SPON) las, sind vor allem die besonders engagierten, die alles und alles richtig machen wollen von psychischen Problemen betroffen. Eine überschaubarere Beschäftigung mit weniger Verantwortung wäre da doch das naheliegenste, um das Übel an der Wurzel zu bekämpfen.
    Ok, die einen trompeten laut, Depressionen gäbs gar nicht und wären die pure Einbildung. Sie dagegen haben das Übel mitsamt Wurzel gefunden und wissen wie es abgestellt wird. Alle Achtung.
    Wie kommt es, dass Mütter an postnatalen Depressionen erkranken? Wegen der Arbeit? Arbeitslose unter ihrer Situation leiden und krank werden? Die arbeiten auch zuviel? Missbrauchs- und Gewaltopfer? Die viele Arbeit ist schuld?
    Es gibt viele Ursachen für Depressionen. Jetzt so zu tun, als wäre ausschliesslich der berufliche Stress dafür verantwortlich, das ist ähnlich blind wie die Aussage, ein Depressiver wäre nur zu faul seinen Hintern zu heben.
    Depressionen haben nichts mit der Intelligenz und beruflicher Befähigung zu tun (wo genau die, die immer alles richtig machen wollen das Problem schon als Kind gehabt haben dürften. Anerkennung suchen und sie nicht unbedingt zu kriegen). Schon kleine Kinder haben Depressionen. Bei denen kann es kaum der berufliche Stress sein. Ursache und Wirkung. Das sollten Sie auseinanderhalten.
  7. #136

    Psychiatrie?

    "Dann braucht man mehr Fachärzte für Psychiatrie. Für Erkrankungen sind immer noch Ärzte zuständig und kompetent."
    Gleich der erste Kommentar zeigt geringe Kompetenz. Psychotherapie ist das Arbeitsfeld von psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten. So sagt es da Psychotherapeutengesetz von 1999.
  8. #137

    Zitat von bribo2012 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Denn es gibt sehr gute und kompetente Heilpraktiker (ja, das böse Wort steht hier wirklich;) ) für Psychotherapie, die sehr wohl fähig sind, diese Aufgabe zu übernehmen. Wenn nicht sogar besser als mancher Arzt. Doch dies wird gerne verschwiegen oder von der Ärztelobby - die hier reichlich vertreten ist - lächerlich gemacht. Dabei sollte es um das Wohl der Patienten gehen und nicht um das Portmonaie der Ärzte. Wer immer noch dagegen wittert, sollte diesen Therapien zumindest eine Chance geben und es ausprobieren anstatt blind abzulehnen weil irgendwo jemand mit einem Dr. Titel (der übrigens auch vom Vorstudium der Geologie stammen könnte) etwas schlaues geschrieben hat. Besser sich eine eigene Meinung machen.
    Es steht Ihnen doch frei, zum Heilpraktiker Ihres Vertrauens zu gehen.
    Sie müssen es halt selbst bezahlen!
  9. #138

    Zitat von vhn Beitrag anzeigen
    Ich weiß was von 80 €, Psychologie hat teilweise NC 1,0 und zur Therapieausbildung wird auch nicht jeder zugelassen. Eine Promotion kann man auch nicht mit einer fünfjährigen Therapieausbildung vergleichen...

    Insgesamt haben die Therapeuten eine wesentlich schlechtere Lobby als z.B. die Ärzte und verdienen im Vgl. zu denen auch wesentlich weniger. Vielleicht ziehen Sie passenderweise lieber über Ärzte oder Pharmavertreter her...
    Die 80 € stimmen für die GKV, nach der GOP sind es 100. In 2000 lag der NC bei 1,8. Promotion und postgraduales Studium sind zwei verschiedene Felder. Die Ausbildung ist auch schon in drei Jahren ganztags möglich, erfordert allerdings erhebliche finanzielle Mittel,
    Natürlich wäre eine Selbstverwaltung der PP besser, aber zur Not frißt der Teufel auch die KBV.
  10. #139

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    wenn ich früher Probleme hatte und nieder geschlagen war bin ich zu meiner alten Tante gefahren.Die stellte einem ein Glas Schnaps auf den Tisch mit der Aufforderung:Nun erzähl mal.Sie konnte einem stundenlang zuhören und hatte den ein oder anderen Rat parat.70 Jahre Lebenserfahrung.Wer kann heute noch zuhören?
    Viele Streßsituationen sind selbst gemacht-man muß doch nicht im allem der Erste sein.
    Depression allerdings hat mit einer vorübergehenden Verstimmung nichts zu tun. Genau so wenig wie Migräne mit ein bißchen Kopfweh.


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