Zitat von
goldmund1@web.de
Ach ja, die Therapeuten und das liebe Geld...eine traditionell sehr innige Beziehung. Gerade die Analytiker sind da immer ganz weit vorne. Das fing schon bei Freud und seiner Vorliebe für zahlungskräftige Kunden an. Bei 100,-EUR die 50 Min. ( und das ohne Promotionspflicht...ich meine Psychologie darf kann ja wirklich jeder studieren) und der derzeitigen Situation kann man es sich eben leisten, nur die läppischten Fälle anzunehmen, nur ca. dreieinhalb Tage die Woche zu arbeiten und ne richtig gute Zeit zu haben und dabei auf ziemlich großem Fuß zu leben. Bei dem Reibach, den man da machen kann, zieht es auch tendenziell die falschen Leute an, das ist nicht zu übersehen. Die beste Lösung wäre: Gesetzliche Kassenpflicht für alle zugelassenen Therapeuten und die Honorare um mindestens ein Drittel kappen (das ist immer noch eine mehr als üppige Bezahlung für diese im Grunde - entgegen allen Beteuerungen der Berufshelfer, die um ihre Tätigkeit auch gerne mal ein großes Mysterium machen - recht einfache Tätigkeit), und simsalabim, schon hat man 1.) entsprechend mehr freie Plätze, 2.) die Therapeuten wären endlich vollbeschäftigt und 3.) der Selbstbedienungsladen Kassenleistung drohe die Gesundheitskosten nicht mehr explodieren zu lassen. Wer genügend Therapeuten im Bekanntenkreis hat, kennt die häufig anzutreffende gemütliche Selbstbedienungsmentalität bei praktisch nicht vorhandener (Leistungs-) Kontrolle. Ein wahres anachronistisches Schlaraffenland, das allein der erfolgreichen Lobbyarbeit eines gewissen Herrn Mitcherlich in den 50er Jahren zu verdanken ist. In der Schweiz verdienen sie zurecht deutlich weniger. Dieser ganze Psychomarkt ist einfach ein riesiges Business, und die Therapeutenlobbyverbände, die auch in diesem Artikel vollkommen unkritisch gezeichnet werden, stehen auf einer Stufe mit der üblen Pharmaindustrie. Da sind einfach unheimliche Einsparungen bei gleichzeitig deutlich besserer Versorgung möglich und nötig. Und die überholten Pfründe der Therapeuten sind der Hebel.