Psychodrama mit Tilda Swinton: Mein Sohn, der Sadist

fugu filmsIm Krieg mit dem eigenen Kind: Eine verzweifelte Mutter sucht Zugang zu ihrem Sohn - der später als Teenager eine halbe Schulklasse massakriert. "We Need to Talk About Kevin" ist die grausame Geschichte einer Entfremdung. Ein Gewaltakt von Film mit einer furios aufspielenden Tilda Swinton.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,844338,00.html
  1. #1

    Klingt

    sehr interessant!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Krieg mit dem eigenen Kind: Eine verzweifelte Mutter sucht Zugang zu ihrem Sohn - der später als Teenager eine halbe Schulklasse massakriert. "We Need to Talk About Kevin" ist die grausame Geschichte einer Entfremdung. Ein Gewaltakt von Film mit einer furios aufspielenden Tilda Swinton.

    We Need to Talk About Kevin: Film über Amokläufer mit Tilda Swinton - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht ein kleiner Warnschuss vor den Bug jener Alleinerziehenden, die glauben, ein Kind großziehen zu können ohne Vater. Zumindest ist vom Paps des "lieben" Kevin ja keine Rede im Artikel ... ;)

    Kinder sind schon was schönes ...
    Ich möcht keins. Aber nicht wegen dem Artikel, sondern generell nicht. Lieber in Paris das Leben genießen ... in meinem Falle eher Florida & Springbreak :D
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Krieg mit dem eigenen Kind: Eine verzweifelte Mutter sucht Zugang zu ihrem Sohn - der später als Teenager eine halbe Schulklasse massakriert. "We Need to Talk About Kevin" ist die grausame Geschichte einer Entfremdung. Ein Gewaltakt von Film mit einer furios aufspielenden Tilda Swinton.

    We Need to Talk About Kevin: Film über Amokläufer mit Tilda Swinton - SPIEGEL ONLINE
    In der Vorstellung des Films im SPON - Artikel wird nur einmal der Vater erwähnt, der später ermordet wird.
    Frage: Ist die Mutter im Film alleinerziehend?
    Ansonsten ist das Ergebnis, wer Schuld an diesem Kind hat für 99% der Frauen bereits im Vorfeld klar!
    Der böse Mann, der nur seine Spermweitergabe im Kopf hatte, läßt die arme Mutti alleine mit der Problematik der Kindererziehung, daher ist es ja auch klar, dass das Verhalten des Kindes auf die vaterlose Erziehung zurückzuführen ist, die Mutti nicht kompensieren konnte.

    Daher ist Mutti sicher nicht Schuld am Verhalten des Kindes.

    Also, tiefenpsychologisch scheint der Film nur daran interessiert zu sein die Machtkämpfe zwischen Mutter Kind darzustellen, aber vermag nicht Gründe hervorzuheben, was eigentlich dazu führte, dass das Kind so geriet.
  4. #4

    Ja ja lesen und verstehen.

    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Vielleicht ein kleiner Warnschuss vor den Bug jener Alleinerziehenden, die glauben, ein Kind großziehen zu können ohne Vater. Zumindest ist vom Paps des "lieben" Kevin ja keine Rede im Artikel ... ;)

    Kinder sind schon was schönes ...
    Ich möcht keins. Aber nicht wegen dem Artikel, sondern generell nicht. Lieber in Paris das Leben genießen ... in meinem Falle eher Florida & Springbreak :D
    >>auch Vater (John C. Reilly) und Schwester bringt er um.<<

    Der Film dreht sich hauptsächlich um die Mutter, aber Vater und Geschwister gibt es auch in Nebenrollen.
  5. #5

    spoiler

    ich finds wirklich sehr ungluecklich, das ende des filmes gleich vorwegzunehmen, nicht selten lesen doch menschen so einen artikel vor dem filmschauen. da haette der autor schon drauf achten koennen. es wird ja sogar erwaehnt, dass der film teilweise wie ein horrorfilm inszeniert ist, da ist es doch eingeplant, dass ein wenig spannung erhalten bis zum schluss besteht.
  6. #6

    Ich bin beeindruckt!

    Zitat von !!!Fovea!!! Beitrag anzeigen
    In der Vorstellung des Films im SPON - Artikel wird nur einmal der Vater erwähnt, der später ermordet wird.
    Frage: Ist die Mutter im Film alleinerziehend?
    Ansonsten ist das Ergebnis, wer Schuld an diesem Kind hat für 99% der Frauen bereits im Vorfeld klar!
    Der böse Mann, der nur seine Spermweitergabe im Kopf hatte, läßt die arme Mutti alleine mit der Problematik der Kindererziehung, daher ist es ja auch klar, dass das Verhalten des Kindes auf die vaterlose Erziehung zurückzuführen ist, die Mutti nicht kompensieren konnte.

    Daher ist Mutti sicher nicht Schuld am Verhalten des Kindes.

    Also, tiefenpsychologisch scheint der Film nur daran interessiert zu sein die Machtkämpfe zwischen Mutter Kind darzustellen, aber vermag nicht Gründe hervorzuheben, was eigentlich dazu führte, dass das Kind so geriet.
    Ihnen gelingt eine vollständige Analyse samt Bewertung des Films, ohne ihn gesehen zu haben. Beeindruckend!

    Aber im Ernst: Es handelt sich nicht um eine alleinerziehende Mutter und der Film will auch gar nicht erklären, warum es so komt. Es geht viel eher um die Unerklärbarkeit des Geschehens. Die Schuldfrage stellt der Film nicht, zumindest sucht er keine Antworten, es geht eher um Schuldgefühle, um das Abgestempeltwerden durch eine Gesellschaft, die simple Antworten will, und die eigene innere Hölle. In jedem Fall gehört auf die Liste der Filme, die man in diesem Jahr gesehen haben muss. Sehr erfreulich, dass er es endlich in die deutschen Kinos schafft.
  7. #7

    Wenn man keine Ahnung hat...

    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Vielleicht ein kleiner Warnschuss vor den Bug jener Alleinerziehenden, die glauben, ein Kind großziehen zu können ohne Vater. Zumindest ist vom Paps des "lieben" Kevin ja keine Rede im Artikel ... ;)
    ... sollte man wohl lieber still sein.

    1. Nur Kinder Alleinerziehender werden soziopathisch? Wie erklären Sie dann bitte Winnenden!?

    2. Die Eltern im Roman auf dem der Film basiert sind verheiratet, der Vater will sich erst kurz vor dem Amoklauf scheiden lassen. Es geht aber nur am Rande um die Vater-Sohn-Beziehung (*SPOILER*der Vater leugnet, dass es irgendein Problem mit dem Kind gibt und trainiert das Kind im Bogenschießen, womit der Sohn später den Vater, die Schwester und seine Schulklasse umbringt).
  8. #8

    Kein Spoiler

    Zitat von typo3 Beitrag anzeigen
    ich finds wirklich sehr ungluecklich, das ende des filmes gleich vorwegzunehmen, nicht selten lesen doch menschen so einen artikel vor dem filmschauen. da haette der autor schon drauf achten koennen. es wird ja sogar erwaehnt, dass der film teilweise wie ein horrorfilm inszeniert ist, da ist es doch eingeplant, dass ein wenig spannung erhalten bis zum schluss besteht.
    Der Film beginnt nach dem "Ende", das ist von vornherein, wenn auch zunächst nur vage, bekannt oder zumindest erkennbar, es ist die Voraussetzung für alles was gezeigt wird und für die dem Film zugrunde liegende Erzählung.
  9. #9

    Schon gruselig

    Man kommt schon mal ins Nachdenken: Wenn ich mit meiner Tochter spiele oder sie wickle, füttere, bade oder sie in den Schlaf singe denke ich manchmal: Hitler, Stalin und alle anderen üblen Kreaturen waren auch mal Babys und kleine Kinder. Waren die vielleicht auch mal so lieb, verspielt und fröhlich wie unser kleiner Sonnenschein?

    Wie wird aus einem kleinen Kind, das einen jeden Tag mit neuem Unfug zum Lachen und mit seiner Neugier zum Staunen bringt, ein Monster?

    Ist das angeboren oder wird es durch Erfahrungen zu dem was es später ist? Was kann man als Vater oder Mutter tun, dass es ein glückliches Leben hat und ein guter Mensch wird?