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Psyche und Gesundheit: "Freunde sind wichtiger als die Ernährung"

CorbisZufriedenheit, Optimismus, Geselligkeit: Das Rezept für ein gesundes Leben besteht aus mehr als Ernährungstipps und Sportratschlägen. Psychosomatik-Experte Peter Henningsen erklärt, wie das Sozialleben die Gesundheit beeinflusst - und wo die positive Lebenseinstellung an ihre Grenzen stößt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...815388,00.html
  1. #10

    wo steht das?

    Ich habe mir gerade die Zusammenfassung der Women's Health Initiative-Studie reingezogen.

    Ehrlich gesagt, ich fand da nix über "Griesgram stirbt eher", es ging ausschliesslich um die Wirkung von künstlichen Hormonen auf Frauen nach der Menopause.

    Statistisch nachgewiesene Effekte der Geisteshaltung auf die Gesundheit wären doch eine Sensation- warum wurde das bei der Zusammenfassung der Studie nicht erwähnt?

    Es interessiert mich wirklich: wo steht das?

    aj
  2. #11

    Zitat von lotoseater Beitrag anzeigen
    Und falls Sie sich nur an dem Wort Anhängsel gestört haben..
    Ich denke der Forist hat sich eher daran gestört, dass eine Vererbung epigenetischer Veränderungen als das natürlichste der Welt dargestellt wird. Nach heutigem Forschungsstand kann das zwar nicht ausgeschlossen werden, die Annahme ist jedoch gerade bezüglich der Menschen auf sehr dünnem Eis und konnte kaum hinreichend nachgewiesen werden. Da es Hinweise dafür bei Pflanzen- und Tierarten gibt dürfte da wohl auch der Mensch keine Ausnahme darstellen, trotzdem ist das nicht viel mehr als Spekulation und lässt sich kaum einfach so generalisieren. Epigenetische Veränderungen an sich sind jedenfalls nicht zwangsweise vererbbar, im Gegenteil, diese zeichnet eigentlich gerade aus, dass sie meist in somatischen Zellen und damit ausserhalb der Reproduktionsebene stattfinden.
  3. #12

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Ich denke der Forist hat sich eher daran gestört, dass eine Vererbung epigenetischer Veränderungen als das natürlichste der Welt dargestellt wird.
    Das könnte natürlich sein, daran hab ich nicht gedacht. Vielleicht bekommen wir ja noch Aufklärung diesbezüglich.

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Nach heutigem Forschungsstand kann das zwar nicht ausgeschlossen werden, die Annahme ist jedoch gerade bezüglich der Menschen auf sehr dünnem Eis und konnte kaum hinreichend nachgewiesen werden. Da es Hinweise dafür bei Pflanzen- und Tierarten gibt dürfte da wohl auch der Mensch keine Ausnahme darstellen, trotzdem ist das nicht viel mehr als Spekulation und lässt sich kaum einfach so generalisieren. Epigenetische Veränderungen an sich sind jedenfalls nicht zwangsweise vererbbar, im Gegenteil, diese zeichnet eigentlich gerade aus, dass sie meist in somatischen Zellen und damit ausserhalb der Reproduktionsebene stattfinden.
    Was gegenteiliges hab ich ja auch nicht behauptet und die Artikel die ich zitiert habe auch nicht.

    Ich find es jedenfalls sehr bemerkenswert, dass so etwas modernes wie Epigenetik in der Öffentlichkeit einigermassen bekannt ist, ohne allzu grob mißverstanden zu werden. Wenn man Otto Normalmensch über Evolution (oder sonstige wissenschaftliche Themen) reden hört, hinkt er dem Stand der Forschung meist 100-150 Jahre hinterher.
    Das ist für mich also ein recht gut gelunges Beispiel für Wissenschaftskommunikation. Vielleicht irre ich mich diesbezüglich aber auch und es liegt einfach daran, dass man das einfach verbildlichen kann, ohne notwendigerweise auf Details einzugehen, oder daran, dass man da keine Verschwörungstherien und Weltuntergangsängste reininterpretieren kann. ;-)
  4. #13

    und ob das jeder kann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zufriedenheit, Optimismus, Geselligkeit: Das Rezept für ein gesundes Leben besteht aus mehr als Ernährungstipps und Sportratschlägen. Psychosomatik-Experte Peter Henningsen erklärt, wie das Sozialleben die Gesundheit beeinflusst - und wo die positive Lebenseinstellung an ihre Grenzen stößt.

    Psyche und Gesundheit: "Freunde sind wichtiger als die Ernährung" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    sich selbst wie Münchhausen aus dem Gefühlssumpf ziehen, wenn er/sie denn wirklich will. Jede/r hat die Möglichkeit, ob,wie und mit welchen Gefühlen und Emotionen er/sie auf "die Umstände" reagieren will. Zu sagen "ich kann nicht" geht natürlich leichter als sich einzugestehen "ich will nicht". Das eine bedeutet Opfer zu sein und somit Mitleid und Behandlung einfordern zu können. Das andere bedeutet Selbstverantwortung zu übernehmen und selbst aktiv zu werden. Die mangelnde Bereitschaft zur Selbstverantwortung in unserer Gesellschaft ist meiner Meinung nach der grösste Engpass und verantwortlich für eine gigantische Energieverschwendung.
  5. #14

    Zitat von gesichtimspiegel Beitrag anzeigen
    sich selbst wie Münchhausen aus dem Gefühlssumpf ziehen, wenn er/sie denn wirklich will. Jede/r hat die Möglichkeit, ob,wie und mit welchen Gefühlen und Emotionen er/sie auf "die Umstände" reagieren will. Zu sagen "ich kann nicht" geht natürlich leichter .....
    Also ist der Wille die letzte unabhängige Instanz? Der Wille allein bestimmt wo es langgeht? Bedeutet es gleichwohl auch das man alles allein mit genug Willenskraft erreichen kann? Das klingt nach einer universellen Konstante. Könnten Sie das nachweisen?


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