Speert ihn gut weg und last ihn nicht entkommen.Auch haltet schon mal eine Zelle für den Mörder Assad frei.
AFPEr galt als einer der brutalsten Warlords Afrikas, jetzt ist Liberias Ex-Präsident Charles Taylor wegen Kriegsverbrechen von einem Uno-Sondertribunal schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß ist noch offen - Taylor droht lebenslange Haft.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...829871,00.html
Speert ihn gut weg und last ihn nicht entkommen.Auch haltet schon mal eine Zelle für den Mörder Assad frei.
Journalistensprache besitzt eben ihre ganz eigenen Manierismen.
Einem Kriegsverbrecher "droht" lebenslange Haft. Was ist denn daran bedrohlich für ihn? Hat ein Mann mit einer solchen Biografie nicht selbst bereits jederzeit damit gerechnet, dass er irgendwann bestraft wird? WEM "droht" da WAS? Was ist seine lebenslange Strafe verglichen mit dem Leid, der Liste der Grausamkeiten, die zu verantworten in der Waagschale liegt?
Taylor "droht" gar nichts - es geht ihm vergleichsweise sehr gut. Lebenslange Haft ist humane Strafe für diese Biografie der Brutalität.
Ich freue mich über das Urteil. Trotzdem ist es irgendwie... zu spät. Taylor ist leider nicht geisteskrank. Dann könnte man sagen: "Der weiß es nicht besser!"
Taylor aber ist absolut berechnend. Er ist egoistisch, geldgeil, bösartig,... Er MUSS wissen, was er den Menschen angetan hat und es war ihm egal! Für so eine Grausamkeit kann es keine angemessene Strafe geben. Das ist so menschenverachtend, da fehlen einem die Worte.
Leider können wir nur noch darauf hoffen, dass er nicht die Chance bekommt, weiterzumachen und andere Staatschefs sehen, dass sie nicht unantastbar sind.
Die Opfer haben vermutlich das erste Mal das Gefühl, dass die Welt ihr Leid anerkennt. Das ist für die Psyche ein kleiner Trost, aber körperlich haben es diese Menschen immer noch schwer zu überleben. In einem Land, in dem körperliche Arbeit fast die einzige Einnahmequelle ist, ist eine Behinderung schnell tödlich.
Vorab: Ich halte Charles Taylor für schuldig.
Dennoch war das kein rechtsstaatlicher Prozess, sondern ein reiner Schauprozess, wie wir ihn aus düsteren Zeiten kennen, ein Musterbeispiel von "wishful thinking".
Eine saubere, weil nicht ideologisch vorverbrämte Analyse hat Stefan Klein in der SZ geliefert: (Link).
Es ist ein Urteil, das - in der Form - nicht Schule machen darf; man sollte sich darüber hinaus auf einen UN-Dienst verständigen, der künftig schlagkräftige Beweise gegen Menschen- und Völkerrechtsvergehen vorzubringen beauftragt ist. In allen Ländern. Vorurteilsfrei und so transparent wie möglich.
Genau! Und für Bush, Saddam und Gaddafi auch ! ... Hups, die letzteren sind ja schon von den Guten hingerichtet worden. Daumen hoch, wenn Rache und Doppelzüngigkeit Ihre politischen Triebfedern sind ! Ich kann Ihnen nur in einem Punkt recht geben ... es laufen noch genügend rum. Man sollte aufhören sich für eine moralische Instanz zu halten solange man noch ertragreiche Geschäfte mit Ihnen macht ...
Ich habe keine Beweise, aber diese Verbrechen, z.B. Kinder Soldaten sind doch schon seit Jahren bekannt. Nur sowas interessiert nur, wenn da ein hübsches Mädchen gezeigt wird und man das abhakt gesehen und für schlimm befunden.
Stellung beziehen, so einem Drecksack die rote Karte zeigen, aber mit Konsequenzen? Nö, lieber nicht ist schlecht für's Geschäft außerdem ist das ein souveräner Staat. Tja in Afghanistan,oder Pakistan da schicken wir mal eine Rakete hin, aber doch nicht dorthin, wo es noch nicht mal ausreichend Öl gibt. Die haben ja noch nicht mal genügend Waffen, aber da können wir aushelfen.
MfG. Rainer
Einmal ganz davon abgesehen, daß der Krieg immer und überall dem Recht überlegen ist, weshalb der Krieg, in seiner wahren Gestalt, dem Vernichtungskrieg, immer nur seinen eigenen Gesetzen folge leisten wird: „Da der Gebrauch der physischen Gewalt in ihrem ganzen Umfange die Mitwirkung der Intelligenz auf keine Weise ausschließt, so muß der, welcher sich dieser Gewalt rücksichtslos, ohne Schonung des Blutes bedient, ein Übergewicht bekommen, wenn der Gegner es nicht tut. Dadurch gibt er dem anderen das Gesetz, und so steigern sich beide bis zum äußersten, ohne daß es andere Schranken gäbe als die der innewohnenden Gegengewichte.“ So hat der Sieger immer die Staatsmacht inne und gibt damit das Recht, weshalb auch niemals die Sieger sich in den neumodischen Schauprozessen zu verantworten hatten, sondern immer nur die Besiegten angeklagt werden; und ein Recht, welches nur für den Schwachen, nicht aber für alle gilt, kann niemals nicht ein Recht genannt werden.