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Prozess um PCB-Skandal: Ex-Envio-Chef weist Vorwürfe zurück
DPABeim Recycling-Unternehmen Envio wurden Arbeiter ungeschützt der krebserregenden Chemikalie PCB ausgesetzt. Beim Prozessauftakt bestritt der frühere Geschäftsführer den Zusammenhang zwischen dem Gift und Gesundheitsschäden. Der ungesunde Lebensstil der Arbeiter sei schuld.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...832277,00.html
- #10 10.05.2012 02:43 von
@84 Black wegen PCB
Aha, also PCB durch das Waschen der Arbeitskleidung? Ich habe gehört, dass kürzlich wieder Eier mit PCB aufgetaucht sind. Könnte das nicht daher kommen? Also: Lebt gesund, meidet alles Schädliche und Giftige.
Und die Behörden sind natürlich absolut ahnungslos und wussten gar nichts. - #11 10.05.2012 04:06 von
Verurteilungen fast nie
Der Typ auf dem Photo sieht selber geschaedigt aus, jedenfalls nicht gesund.
Das waere zwar nicht schuldentlastend aber eine zusaetzliche kleine Gerechtigkeit.
Ich war im Pharma- und Oelfabrikenbereich als Chemiker taetig. Was da so alles ablief, laesst schaudern.
Uebrigens war der Entwicklungschef bei Gruenenthal, unter dessen Leitung Thalidomid fuer Contergan synthetisiert wurde, vorher Arzt mit Chemoversuchen an KZ-Haeftlingen gewesen.
Natuerlich lag auch bei Gruenenthal zu der Zeit eine schweizer Expertise vor, die davor warnte, Thalidomid bei Schwangeren einzusetzen. Es seien in Tierversuchen eindeutig darauf zurueckzufuehrende Missbildungen aufgetreten.....
Und dann diese PCP-story (Holzschutzanstriche), vergleichbar in der Giftigkeit mehr als PCB.
Die Schuldigen sind alle mit Kavaliersdeliktabstrafungen davongekommen- im Vergleichswege!!
Gutachter und Gerichte sind hinsichtlich Chemovergiftungen alle in der Pfeife zu rauchen. Man denke nur an das noch heute von Krankenkassen verordnete Quecksilber in den Zaehnen.
Vergiftungen ohne Ende. Verurteilungen: fast nie. - #12 10.05.2012 04:24 von
Schuld sind die Arbeiter...
ob es da Bauernopfer geben wird? bleibt wohl nur bei den bereits existenten opfern, denn angekündigt hat die verteidigung dass die vorkommnisse in arnsberg "aktiv geduldet" worden sind (von den behörden), also kein vergehen vorliegen kann. und bei allen hinweisen (und das waren wohl nicht wenige bis hin zu anzeigen) an die behörden zum vergehen bei envio wurde maximal mit einer angekündigten kontrolle reagiert, die dann auch keine stillegungsanordnung nach sich ziehen musste...
noch besser dass wohl mehrere jahre durch das landesamt nach der quelle für erhöhte pcb belastungen in der gegend gesucht wurde...
diese sich ergebenden fragen, was denn dort behörden und evtl. auch politik "verschleppt" haben, fehlen mir bei diesem artikel. wenn denn der staat diese fragen nicht stellt, sollte es doch der journalismus.
wenn man dann aber liest, die verteidigung schiebt krankheiten auf den negativen lebensstil der erkrankten, fragt man sich wirklich schon nach einem echtem korrektiv.. - #13 10.05.2012 07:55 von
Was mich viel mehr interessieren würde:
Wo ist denn dieser PCB-Abfall geblieben?
Auf welchen Äckern wurde der Mist untergepflügt?
In welchen Fässern ist das gelandet und in welchem See wurden die versenkt?
Kann der Betreiber überhaupt Entsorgungsunterlagen vorlegen?
Oh mann, da wird mir wirklich schlecht, wenn ich daran denke. Die haben sicherlich auch an der Entsorgung gespart! - #14 10.05.2012 08:23 von
Wer trägt die Schuld?
Erst einmal der Betreiber der Anlage. Danach muß sich aber die Gewerbeaufsicht Fragen stellen lassen. Es ist leider so, dass Kontrollen scheinbar bei Kaffee und Kuchen vorher abgesprochen werden, oder garnicht durchgeführt werden. ( Dann darf der Fuchs den Hühnerhof bewachen.) Vermutlich wird aber Personalmangel bei den Ämtern vorgeschoben, dank Einsparungen im Personalbereich der Kontrollbehörde. Das Problem löst wohl mit einer Bewährungstrafe für den verantwortlichen Meister, (nicht für den Betreiber, der konnte das ja nicht ahnen, und für den Betroffenen mit Krankheit und Siechtum ohne vernünftige Hilfe. Das klingt sarkastisch, aber leider fast immer die Regel.
- #15 10.05.2012 08:40 von
- #16 10.05.2012 08:43 von
- #17 10.05.2012 08:44 von
- #18 10.05.2012 09:17 von
Signale
und bis dahin hat ihnen die Bank aufgrund des Arbeitsplatzverlustes den Kredit gekündigt und sie und ihre Familie sitzen unter der Brücke und warten auf die Entscheidung der Arge? Ausserdem werden sie zurecht fristlos entlassen, denn Whistleblowing und Arbeitsverweigerung sind in Deutschland berechtigte Gründe zur fristlosen Kündigung. Wenn sie dann nach 10 Jahren vor Gericht recht bekommen hilft das bestimmt ihrem ruinierten Leben und der zerschlagenen Familie viel. Entschädigung mindestens ein halbes Monatsgehalt pro Jahr, geschätzt.
Die Gesetze in Deutschland haben nur ein Ziel, ein genau von ihnen beschriebenes Vorgehen theoretisch möglich zu machen aber dass die praktische Anwendung einem Suicid gleich kommt.
Aber tollerweise ist das Ergebnis genau das von Ihnen beschriebene, der Arbeitnehmer ist selber schuld. Entsprechend wird auch der Prozess ausgehen. - #19 10.05.2012 13:34 von
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