Forum


 

Prozess um Millionen-Erbstück: Gericht bleibt auf dem Teppich

Um 7,1991 Millionen Euro verschätzte sich ein Auktionator bei der Bewertung eines alten Perserteppichs - und muss trotzdem nicht haften. Die ehemalige Besitzerin scheiterte vor dem Landgericht Augsburg mit ihrer Klage.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,811760,00.html
  1. #100

    Zitat von BurtCocain Beitrag anzeigen
    Das liegt doch auf der Hand sie wollte natürlich keinen echten Fachmann für eine qualifizierte Expertise bezahlen weil ihr das zu viel Geld war.Dafür ging sie eben das Risiko ein daß die Auskunft die sie bekommt nicht qualifiziert ist.Jetzt zahlt sie alleine an Gerichts und Anwaltskosten schon ein vielfaches,was die Expertise gekostet hätte.
    Am falschen Fleck gespart....
    hinter her ist man immer schlauer oder wer den Schaden hat... Wer sagt, den dass die Frau keinen echten Experten wollte, danach ist sie vom Auktionshaus doch überhaupt nicht gefragt worden, hätten die nämlich zugeben dass sie keine Ahnung von alten Perserteppichen haben, hätte sie vielleicht sogar den Fachmann befragt und hätte den Wert des Erbstücks erfahren.
  2. #101

    ok dann bitte ich Sie

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    halt mal in Deutschland gibt es durch aus Sachverständige nur mal so ;) Wir haben z.B großartige Museen mit guten Sachverständigen, man muss die Leute halt nur suchen. Nur als Laie kann man halt wie hier passiert durch aus auch an Leute geraten, die nicht zugeben wollen wen sie keine Ahnung haben.
    mir 3 Beispiele aus den letzten 2 jahren zu geben wo Kunstgegenstaende in D verkauft wurden die mehr als 10Mio wert sind.

    Ich will Si enicht beleidigen aber ich hab nichts in den Medien gehoert, immer wenn es um versteigerungen und Mio geht, ist es Christies or Southebys
  3. #102

    Zitat von marsupilama Beitrag anzeigen
    Nur wenn sie das vorsätzlich machen.
    Wenn ich meine "grüne Mauritius" fallen lasse und sie treten unachtsam drauf und zerstören sie, ist sie kaputt. Da haben sie einen Schaden angerichtet, werden aber kaum dafür haftbar zu machen sein.
    Recht so
    kurzer Nachtrag genau aus dem Grund sollte man eine private Haftplichtversicherung haben die bezahlt Schäden die nicht aus Vorsatz entstehen.
  4. #103

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    tja dann hätte er dies gegenüber der Frau zugeben müssen, ein einfaches tut mir leid Frau XY aber ich habe keine Ahnung von alten Teppichen, hätte doch gereicht, aber hier einen niedrigen Preis nennen aber eigentlich von der Materie keine Ahnung haben ist einfach nur dreist und gehört bestraft.
    Laut dem von ihnen selbst zitierten Wikipedia-Artikel wurden doch vom Auktionator externe Gutachter und Experten herangezogen, warum also ständig dieser Hinweis er hätte seine Ahnungslosigkeit verschwiegen?
  5. #104

    "fahrlaessig" ist gut!

    Mindestens laessig, denn andersherum, kann der Mann auch bewusst eine ganz niedrige Quotierung gegeben haben! Da die Moeglichkeit der Bereicherung, garnicht, oder nicht hinlaenglich geprueft wurde, "waren der Kaeufer/Neubesitzer und der Haendler/Auktionator bekannt?", ist dieses Urteil eher einer der typischen Lacher die sich die "Justiz" im Namen von Jusitizia so gern ab und an mal leistet!

    Oder sind 7 Mill. auch schon Peanuts?


    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    Sie haben eine Villa in Spanien und die wollen Sie verkaufen. Sie beauftragen einen Makler und der Verkauft die fuer 10000. Danach Verkauft der kaeufer die Villa wieder fuer 3Mio.

    was wuerden Sie sagen? Immer noch der gleichen Meinung? Denn das prinzip ist das gleiche, wenn der Makler sagt ich bin kein experte fuer Villas, ich mache sonst nur lagerhallen.....
  6. #105

    Die Dame haette wohl

    erst einmal einen Sachverstaendigen aufsuchen sollen. Bei alten Teppichen gibt es nur wenig gute Fachleute. Und der arme Auktionator hat sich ja auch ganz maechtig anmd eigene Bein gepinkelt, weil er ja sowohl von Verkaeufer als auch kaeufer ca 25 % des Betrages erhaelt fuer den er das Stueck verkauft.
    Also nicht nur die dame hat tuechtig verloren.
    JD
  7. #106

    Merkwürdig

    Wenn ein allgemeiner Auktionator ohne Vorinformationen den Marktpreis spezieller Kunstgegenstände nicht richtig einschätzen kann, hätte ich das Urteil verstanden. Hier liegt der Fall jedoch anders. Die Frau hat auf einem deutlich höheren Preis beharrt - vermutlich hat sie dafür auch konkrete Gründe genannt - wieso sollte sie sonst auf einem Preis von über 100.000 € für einen alten Teppich pochen? Der Autkionator hat auf seiner Wertvorstellung massiv beharrt und den Eindruck erweckt, er könne den Wert des Teppichs beurteilen. Sicherlich müssen die Details des Falls beachtet werden, doch scheint mir, dass hier durchaus Fahrlässigkeit vorliegt aber ein Berufsstand vor einer ihm lästigen Haftung bewahrt werden soll
  8. #107

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    mir 3 Beispiele aus den letzten 2 jahren zu geben wo Kunstgegenstaende in D verkauft wurden die mehr als 10Mio wert sind.

    Ich will Si enicht beleidigen aber ich hab nichts in den Medien gehoert, immer wenn es um versteigerungen und Mio geht, ist es Christies or Southebys
    nur weil sie nichts gehört haben muss es solche Deals nicht gegeben haben, die meisten großen Deals werden eher hinter verschlossenen Türen gemacht. Und viel Geld muss lange nicht heißen, dass der Artikel Kunsthistorisch wertvoll ist. (Okay das war bei dem Teppich anders) Ich werde aber nachher mal nachschauen, ob ich etwas finde was ihren Ansprüchen genügt
  9. #108

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    *seufz* das ein iranischer handgewebter alter Teppich sehr wertvoll ist müsste eigentlich jedem klar sein. Nebenbei wie ein Vorposter schon schrieb, wenn mir nicht sicher bin muss ich das zu geben oder mir fachkundige Hilfe von einem Kollegen suchen. Es geht durch aus Sachverständige für alte Teppiche die dem Gutachter mit Kuss Hand beim bewerten geholfen hätten.
    Viele ältere Perser sind einfach nur alt und abgetreten und nicht viel wert - oder genauer gesagt "erzielen einen Verkaufspreis, der mitunter weit unter dem Kaufpreis liegt". Wenn ein Perser erst mal 100 Jahre alt ist, kann man auf einen höheren Preis hoffen, weil es Leute gibt, die sich unabhängig vom Zustand für altes Zeugs interessieren. Seltsamerweise spielt es auch eine Rolle, in wessen Besitz der Teppich mal war. Das sind aber alles Dinge, die mich persönlich nicht interessieren.

    --> Einem Teppich sieht man seinen "Wert" nicht unbedingt an.


    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    Aus der Wikipedia und aus einer TV Doku weiß, ich aber dass auch Teppiche aus dem Iran teilweise aus Seide sind.

    Bei Isfahan-Teppichen aus Persien und Hereke-Teppichen aus der Türkei wird diese Haspelseide für Kettfäden genutzt. Einige Teppicharten werden auch gänzlich aus Seide hergestellt. Seide ist nicht so elastisch wie Schafwolle, aber sehr strapazierfähig. Aufgrund ihrer hohen Reißfestigkeit lässt sich Seide dünner verspinnen und Teppiche von sehr hoher Feinheit, mit hoher Knotendichte können geknüpft werden.
    Wie ich schon schrieb: Aus Ghom kommen auch Seidenteppiche, wenn dieser Name Ihnen etwas sagt. Die sind aber normalerweise aber "nur" 10x10 (also 1 Mio. Knoten pro Quadratmeter). Hereke in kaufbarer aber sehr teurer Qualität haben bis zu 20x20 (also 4 Mio. Knoten pro Quadratmeter). "Experimentalteppiche" gibt's bis zu 10 Mio. Knoten pro Quadratmeter, aber die sind sehr klein und dienen nur dem Renommée.

    Meine beiden Isfahans haben Seide als Kettfäden, aber es gibt zahlreiche andere Perser, bei denen Baumwolle, Baumwolle mit Seide oder Wolle verwendet wird. Worum's ging: Anders als vom OP dargestellt ist Seide kein Standard bei Perserteppichen.

    Quelle: Orientteppich das Muster dürfte hier auch eine Rolle spielen.[/QUOTE]Das "Muster" ist mehr oder minder Kennzeichen für die Herkunft: Bidjar anders als Isfahan anders als Nain anders als Täbriz etc., sofern's keine Kopie aus Indien bzw. Pakistan ist.
  10. #109

    hand

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    *seufz*Es geht durch aus Sachverständige für alte Teppiche die dem Gutachter mit Kuss Hand beim bewerten geholfen hätten.
    Ich vermute das wäre weniger eine Kuss Hand, sondern eine aufgehaltene Hand und eine dicke Rechnung in der anderen Hand gewesen...


TOP



TOP