REUTERSIn Oslo hat der Prozess gegen Anders Behring Breivik begonnen. Der 33-Jährige trat am Morgen vor die Richter - und nutzte den Gerichtssaal vom ersten Moment an wie befürchtet als Bühne: Der Attentäter hob den Arm zum rechtsextremen Gruß. Das Gericht, so der Angeklagte, erkenne er nicht an.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...827702,00.html
wird diesem Kerl bloß so eine gigantische Bühne geboten? Er ist nichts anderes als ein nach Aufmerksamkeit lechzender Selbstdarsteller. Gebt ihm seinen Prozess nach allen rechtsstaatlichen Grundsätzen, aber um Himmels Willen berichtet nicht über jeden Mist.
Das Schlimmste was man so einem Menschen antun kann ist ihn mit Nichtbeachtung zu strafen.
wäre eine Belohnung für diesen Kerl - bzw. eine viel zu seichte Bestrafung.
Einzelhaft bis zum Lebensende, keine Bücher, kein Fernsehen oder sonstiges Beschäftigungzeugs, keinerlei soziale Kontakte außer zu dem Wärter der ihm das Essen bringt. Eine leere Zelle bis aufs Klo, Waschbecken und nen Bett. Das wäre einigermaßen angemessen - soweit eine angemessene Strafe für diese Greueltaten überhaupt möglich ist.
Ich finde es beunruhigend im Sinne der Menschenrechte, daß es so einfach zu sein scheint, mithilfe von Gutachtern, bzw. einer revidierten Diagnose, einen Menschen so darzustellen, dass Gesetze zum Tragen kommen können, die bei einem "normalen" Kriminellen Anwendung finden.
Es mutet mir seltsam an, dass aus einem Mensch, der an einer "paranoiden schizophrenen Psychose" leidet, bei einem zweiten Gutachter ein "geistig gesunder" Mensch wird - selbst wenn zwischen Schüben und Phasen entsprechende Symptome vollständig zurückgehen können. Darf man Menschen, die schreckliches tun (was nicht zu entschuldigen ist), aber nachweislich krank sind, in den "normalen" Knast stecken? Sollte man nicht eher schauen, dass im Vorfeld in Zukunft mehr aufeinander geachtet wird, so daß sich solche Katastrophen vielleicht gar nicht mehr entladen können?
Das ganze Procedere bereitet mir ein flaues Gefühl. Nach dem Motto: wir haben unseren Staat im Griff - bei uns bleibt ein solches Verbrechen nicht ungesühnt. Ist ja auch richtig, nur stell Dich vor: es ist einer richtig krank und keiner sieht hin.....
Man kann so oder so berichten. Wenn die Medien die Heroisierung des Massenmörders betreiben, in dem sie sein Talent für starke Gesten und Selbstinszenierungen unterstützen, dann betreiben sie dessen Geschäft und machen solche Untaten für etwaige Nachfolgetäter attraktiv.
Sachliche Information sieht anders aus.
Der eigentliche Urheber solcher geschmacklosen Selbstinszenierungen wird hier überhaupt nicht erwähnt. Das Täterschutzjustizsystem. Das Gericht und Vollzugsbeamte so einem Subjekt überhaupt erlauben, so aufzutreten, ist erbärmlich und unsäglich. Der Mann gehört in Anstaltskleidung und Handschellen. Jegliche "Grüße" und Hinwendungen zu Kameras und Publikum sind strengstens zu unterbinden.
Aber um Gottes Willen: man muß ja schließlich auch die "Würde" des Angeklagten "respektieren". Auch Täter haben schließlich Persönlichkeitsrechte.
Armes Norewegen.