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Prozess gegen Torben P.: U-Bahn-Schläger muss für knapp drei Jahre ins Gefängnis
Brutal trat er auf dem Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße auf sein Opfer ein - jetzt hat das Landgericht*Torben P. zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...787026,00.html
- #150 19.09.2011 21:34 von
@ Jack19
Doch sinnvoll wäre es zumindest über Kosten für alkohol. Getränke nachzudenken. Die fatalen Wirkungen des Alkoholes werden von allen leider immer noch sträflich unterschätzt.Gleiches gilt für viele andere Suchtstoffe auch Tabak und Tabletten. Ob das Urteil für den Schläger annähernd gerecht ist, darüber möchte ich nichts sagen, obwohl ich finde jeglicher Drogengebrauch darf niemals und keinesfalls als Strafmilderungsgrund benutzt werden.
- #151 19.09.2011 21:43 von
- #152 19.09.2011 22:17 von
U-bahn-Schläger
Ich denke, dass das Urteil deutlich zu milde ausgefallen ist. Da hat wohl die Tätigkeit des Vaters ("Jurist") und das "Kommen aus gutem Hause" letztendlich wohl doch eine Rolle gespielt. Die Staatsanwaltschaft sollte prüfen, welche Gründe maßgeblich waren, dass das Gericht 14 Monate unter dem Antrag blieb. Bei jedem Kfz.-Sünder hat der Genuss von Alkohol eine strafverschärfende Wirkung, warum nicht hier auch? Da die neuen U-bahn-Schläger vom Kaiserdamm womöglich keinen juristischen Papa haben, dürfte deren Betrafung deutlich höher ausfallen. Dass der Gymnasiast hier auch Tötungsabsicht gehabt haben könnte, ist offensichtlich nicht beachtet worden. Ich halte das Urteil insgesamt für unausgewogen, zumal von ihm keine general-präventive Wirkung ausgehen dürfte.
- #153 19.09.2011 22:54 von
Vergil's Dichtungen
Haben sie schon einmal etwas gehört vom Grundsatz der Verhältnismäßigkeit? Haben Sie einmal überlegt, welche gesundheitlich schmerzhaften und langwierigen Folgen - auch Dauerfolgen - hier beim Opfer eingetreten sind? Verändert das die Situation, wenn der junge Mann vor Ihnen steht (und der Jurist-Papa gleich hinter ihm? Spüren Sie da einen besonderen Druck, oder was wollen Sie mit Ihrer Feststellung zum Ausdruck bringen? Dann sollten Sie sich besser für befangen erklären, weil Sie dem offenbar nicht gewachsen sind. Ein Urteil muss tat- und personenbezogen angemessen sein. Hierzu gehören auch die Belange des Opfers wie die der allgemeinen Wirkung.
- #154 20.09.2011 20:01 von
Ich finde es absurd über die angemessene Strafe zu streiten.
Ich finde dieses Urteil durchaus als Straf-und Täterbezogen ausgeglichen und in Ordnung.
Was ist bei einer Strafe von fünf Jahren besser.
Nein, einem 18 -jährigen Schläger, der noch nie auffällig war, muss man im Gegenteil zum auffälligen jugendlichen Intensivtäter zwar schocken, aber ihn nicht übermäßig drangsalierend behandeln.
Täter müssen, insbesondere jugendliche Täter, inviduell eine Strafe zugesprochen bekommen. - #155 20.09.2011 20:28 von
Medieninquisition hat voll gezogen
Ich sehe das deutlich anders vor allem nachdem ich die Fakten und nicht nur Springers Medienpropaganda gesehen habe:
http://www.youtube.com/watch?v=ubgKgw3-7kU
Ich habe mich heute mit einigen "quergelegt", die das Urteil für deutlich zu milde halten, aber die "heilige Inquisition" sollte seit ein paar Jahrhunderten beendet sein.
Offenbar nicht
Ciao
DerDemokrator
P.S.http://kettenhunde.over-blog.com/ - #156 20.09.2011 20:46 von
- #157 21.09.2011 06:23 von
.
Mich würde mal interessieren, welche Strafe Sie für einen 21 Jährigen für angemessen hielten und was Sie daran als Opfer besser fänden.
Das man keinem Menschen gegen den Kopf tritt, hat doch nichts mit der Intelligenz oder der Reife des Täters zu tun. Ich bin mir sehr sicher, dieser Torben würde sich nie im Leben mit einem richtigen Schläger anlegen, das soll heißen, dass er sich bestimmt zügeln kann, wenn er Macht erkennt. Das bedeutet, er empfindet den Staat als machtlos. Der Staat kann sich nicht deutlich machen, dass er alle Bürger vor Gewalt schützt. Das Problem ist der zahnlose Staat.
MfG. Rainer - #158 21.09.2011 07:04 von
Airbag Gesellschaft
Das einzige, was Guiliani zu Wege gebracht hat, war ein Verdrängungseffekt. Die Kriminellen wanderten schlicht in umliegende Gemeinden und sorgten dort für einen herben Anstieg.
Dann frage ich mich, warum in den USA 10x so viele Menschen pro 1000 Einwohner im Knast sitzen im Vergleich zu Deutschland, und die Kriminalitätsraten wesentlich höher sind als hier. Sollte doch bei dem harten Vorgehen der US-Justiz ganz anders sein, oder?
Und genau hier liegen Sie leider falsch. Die Kriminalitätsrate ist seit Jahrzehnten am sinken. Früher wurde nach einer Wirtshausschlägerei teilweise nicht einmal die Polizei eingeschaltet, und die Presse bekam von so etwas nicht einmal etwas mit.
In der heutigen Kuschelgesellschaft, in der jeder derartige Vorfall in Presse, TV und Internet breitgetreten wird, hat sich das Empfinden geändert. Wir leben heute wesentlich sicherer, empfinden aber mehr Unsicherheit und Angst.
Wenn heute in einem Bierzelt jemandem mit einem Maßkrug ein Scheitel gezogen wird, berichtet nicht nur das lokale Gemeindeblatt darüber, sondern sämtliche Medien. Früher war das eine Randnotiz.
Nein, die Dekadenz liegt ganz woanders. Und zwar bei den Erschaffern einer, ich nenne es mal "Airbag-Gesellschaft". Heute wird wegen jedem Scheiss ein riesiger Aufriss gemacht.
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