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Prozess gegen Anders Breivik: "Wir werden grauenhafte Dinge hören"

REUTERSGanz Norwegen ist in Aufruhr. An diesem Montag wird der Massenmörder Anders Breivik den Richtern vorgeführt, das Land steht vor dem größten Prozess der Nachkriegsgeschichte. Die meisten Bürger wollen nur noch, dass der Alptraum endlich vorbei ist.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...827678,00.html
  1. #1

    Auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Norwegen ist in Aufruhr. An diesem Montag wird der Massenmörder Anders Breivik den Richtern vorgeführt, das Land steht vor dem größten Prozess der Nachkriegsgeschichte. Die meisten Bürger wollen nur noch, dass der Alptraum endlich vorbei ist.

    Prozess gegen Anders Breivik: "Wir werden grauenhafte Dinge hören" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Mir wird regelmäßig speiübel, wenn ich von diesem Monster lesen muß, selbst, wenn ich nur einen kurzen Blick auf seine Mörderfratze werfe, könnte ich reihern. Diese Bestie hat uns allen Wunden geschlagen und einen Schaden zugefügt, der mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, nicht gutgemacht werden kann. Lebenslang im Komfiknast? Todesstrafe?? Nichts, rein gar nichts, kann die Schmerzen lindern und WUnden heilen, die das Monster uns, vor allem aber den Angehölrigen zugefügt hat. Das ist das Schlimme und Ungerechte, daß es Taten gibt, die schlicht dermaßen schlimm sind, daß sie einfach nicht gesühnt werden können. Nicht mal der liebe Gott hilft da, denn wenn man an den glaubt, sollte man wohl erst fragen, warum er so eine Tat zugelassen hat. Aber das ist müßig. Ich wünsche den MEnschen, die mit dem Unmensch zu tun haben, alle Kraft, dies zu überstehen. UNd dem Monster wünsche ich die schlimmsten Qualen, wann immer.
  2. #2

    Große Gerichtshow als Art kollektive Therapie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Norwegen ist in Aufruhr. An diesem Montag wird der Massenmörder Anders Breivik den Richtern vorgeführt, das Land steht vor dem größten Prozess der Nachkriegsgeschichte. Die meisten Bürger wollen nur noch, dass der Alptraum endlich vorbei ist.

    Prozess gegen Anders Breivik: "Wir werden grauenhafte Dinge hören" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Was soll die ganze teure Gerichtsshow, die vielen Gutachten, die extrem umfangreiche Kriminalistenarbeit ?

    Dieser Mann ist so schuldig wie irgendein Mensch nur schuldig sein kann, schuldiger geht nicht mehr.

    Diese Art von schwerfälliger Justiz kann man allenfalls als eine Art kollektive Therapie fürs ganze Land Norwegen verstehen, nur wird leider kein Mensch davon wieder lebendig. Und ob die Angehörigen irgendeine Genugttung empfinden, ob dieses ausufernden Prozesses, das ist mehr als fraglich, zumal der Angeklagte das Verfahren zu seiner eigenen Selbstdarstellung nutzen wird. Selbst wenn das nur sehr eingeschränkt möglich sein wird, dürfte es von den Angehörigen der Ermordeten als Schlag ins Gesicht empfunden werden.

    Für mich ist das zu viel Aktionismus. Die Behörden und die Politik haben halt ein schlechtes Gewissen, dass sie ihre Bürger nicht besser schützen konnten. Man könnte diesen Prozess auch anders führen... nämlich kurz, knapp und hart.
  3. #3

    Zumindest

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Was soll die ganze teure Gerichtsshow, die vielen Gutachten, die extrem umfangreiche Kriminalistenarbeit ?

    Dieser Mann ist so schuldig wie irgendein Mensch nur schuldig sein kann, schuldiger geht nicht mehr.

    Diese Art von schwerfälliger Justiz kann man allenfalls als eine Art kollektive Therapie fürs ganze Land Norwegen verstehen, nur wird leider kein Mensch davon wieder lebendig. Und ob die Angehörigen irgendeine Genugttung empfinden, ob dieses ausufernden Prozesses, das ist mehr als fraglich, zumal der Angeklagte das Verfahren zu seiner eigenen Selbstdarstellung nutzen wird. Selbst wenn das nur sehr eingeschränkt möglich sein wird, dürfte es von den Angehörigen der Ermordeten als Schlag ins Gesicht empfunden werden.

    Für mich ist das zu viel Aktionismus. Die Behörden und die Politik haben halt ein schlechtes Gewissen, dass sie ihre Bürger nicht besser schützen konnten. Man könnte diesen Prozess auch anders führen... nämlich kurz, knapp und hart.
    Problem is halt, wie machen, ohne das gesamte Rechtsgefüge Norwegens auszuhebeln. Man kann ja nun schlecht für einen Einzelnen neue Gesetze erlassen. Das ist halt das Dumme. Denke aber, wenigstens unter Auschluß der Öffentlichkeit sollte das stattfinden, um der Bestie eben dieses auch von Ihnen zu Recht kritisierte Forum zur Selbstdarstellung nicht zu bieten. Das wäre gut, da sich diese perverse Figur vor allem davon zu ernähren scheint, die Menschen durch sein Verhalten noch weiter zu verletzen.
  4. #4

    nene

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Was soll die ganze teure Gerichtsshow, die vielen Gutachten, die extrem umfangreiche Kriminalistenarbeit ?

    Dieser Mann ist so schuldig wie irgendein Mensch nur schuldig sein kann, schuldiger geht nicht mehr.

    Diese Art von schwerfälliger Justiz kann man allenfalls als eine Art kollektive Therapie fürs ganze Land Norwegen verstehen, nur wird leider kein Mensch davon wieder lebendig. Und ob die Angehörigen irgendeine Genugttung empfinden, ob dieses ausufernden Prozesses, das ist mehr als fraglich, zumal der Angeklagte das Verfahren zu seiner eigenen Selbstdarstellung nutzen wird. Selbst wenn das nur sehr eingeschränkt möglich sein wird, dürfte es von den Angehörigen der Ermordeten als Schlag ins Gesicht empfunden werden.

    Für mich ist das zu viel Aktionismus. Die Behörden und die Politik haben halt ein schlechtes Gewissen, dass sie ihre Bürger nicht besser schützen konnten. Man könnte diesen Prozess auch anders führen... nämlich kurz, knapp und hart.
    .........

    Oh je. Mal kurz vom Stammtisch vorbeigeschaut? Solche "Denkungsweisen" sind denen dieses schrecklichen Täters erschreckend ähnlich.
    Natürlich muß es ein penibel rechtsstaatliches Verfahren gegen ihn geben. Nur sollte die Öffentlichkeit schlicht aisgeschlossen werden, das muß nicht nur die Angehörigen der Opfer überfordern, das überfordert alle, die Gefühl und MitGefühl mit den Opfern haben.
    Ein halbes oder ein Jahr später kann dann ein Film dieser Verhandlungen freigegeben werden, aber unmittelbar kann die Öffentlichkeit in diesem Fall nur schaden.
    Wie schwer es für die Urteilsfindenden werden wird, zeigt sich ja schon jetzt, da so alnge begutachtet wird, bis etwas vorliegt, was genehm ist.
    Demokratisches Rechtsverständnis ist aber, auch für solche Untaten faire Verfahrensführung und Urteilsfindungen zu suchen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  5. #5

    Ich beneide die Norweger um ihren großartigen Premier...

    ...und ich finde es bemerkenswert, wie viele Bürger mit diesem Verbrechen umgehen. Eben gerade NICHT mit Kopf-ab-Parolen auf Stammtischniveau jonglieren, sondern versuchen, die Sache so nüchtern wie möglich - und so fair wie möglich - über die Bühne zu bringen.
    Jawohl - fair! Alles andere hieße, sich auf das Niveau dieses Killers herunterzubegeben, das norwegische Rechtssystem auszuhebeln.

    Ich hoffe zusammen mit den norwegischen Bürgerinnen und Bürgern und vor allem mit den Angehörigen der Opfer, dass es schnell vorbeigehen möge. Dass man zur Tagesordnung übergeht und Herr B. in irgendeinem Knast dem Vergessenwerden überliefert wird.
    Im Judentum lautet der schlimmste Fluch mit dem jemand belegt werden kann: "Nicht gedacht soll seiner werden..."
  6. #6

    Luxusjustiz

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    .........

    Oh je. Mal kurz vom Stammtisch vorbeigeschaut? Solche "Denkungsweisen" sind denen dieses schrecklichen Täters erschreckend ähnlich.
    Natürlich muß es ein penibel rechtsstaatliches Verfahren gegen ihn geben. Nur sollte die Öffentlichkeit schlicht aisgeschlossen werden, das muß nicht nur die Angehörigen der Opfer überfordern, das überfordert alle, die Gefühl und MitGefühl mit den Opfern haben.
    Ein halbes oder ein Jahr später kann dann ein Film dieser Verhandlungen freigegeben werden, aber unmittelbar kann die Öffentlichkeit in diesem Fall nur schaden.
    Wie schwer es für die Urteilsfindenden werden wird, zeigt sich ja schon jetzt, da so alnge begutachtet wird, bis etwas vorliegt, was genehm ist.
    Demokratisches Rechtsverständnis ist aber, auch für solche Untaten faire Verfahrensführung und Urteilsfindungen zu suchen.
    rabenkrähe
    Da bin ich mit Ihnen aber absolut nicht d'accord. Was bitte muss denn hier noch nachgewiesen werden, welche faire Verfahrensführung meinen Sie denn konkret ? Wenn die Schuld so offensichtlich, so grauenhaft deutlich zutage tritt, und der Angeklagte auch alles zugibt und sogar noch stolz drauf ist, dann fragt man sich schon, weshalb so ein Prozess so ausführlich geführt werden muss. Kommt noch hinzu, dass es sich ganz klar um einen Einzeltäter handelt und keine Organisation dahintersteckt.

    Solche Art von Justiz ist mir tatsächlich suspekt. Was da in mehr als neun Monaten an personellen Ressourcen eingesetzt wurde, kaum zu glauben. Hoffentlich geht der kranke Typ nicht auch noch in Berufung. Luxusjustiz ist das für mich, Verschwendung von Ressourcen, und für die Opfer nur ein unwürdiges Spiel.

    Für heute Ende des Stammtischs.
  7. #7

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Da bin ich mit Ihnen aber absolut nicht d'accord. Was bitte muss denn hier noch nachgewiesen werden, welche faire Verfahrensführung meinen Sie denn konkret ?
    1. Jedem gebührt ein rechtsstaatlich korrektes Verfahren - auch ein widerlicher und kranker Massenmörder. Das ist übrigens die Grundlage der Demoraktie - Schauprozesse finden Sie im Orient, nicht hier. Wandern Sie halt aus!

    2. Es geht ja nicht nur darum die Schuld des Täters zu beurteilen, sondern auch mögliche Komplizen und Mitwisser zu ermitteln.

    Daher ist es sogar sehr nachvollziehbar dass es - obwohl die Täterschaft von Breivik wohl als sicher gilt - von Polizei und Staatsanwaltschaft Ermittlungen und Befragungen gibt.
    Warum sollte man Mitwisser, Unterstützer oder Komplizen Ihrer Meinung nach davonkommen lassen, sofern es welche gibt?
    Und ob es welche gibt muss wohl in einem rechtsstaatlichen Verfahren auch ermittelt werden, oder sehen Sie das anders?
    Wo genau ist also Ihr Problem, oder konnten Sie "so weit" nicht denken?
  8. #8

    Zuhören wäre besser

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Norwegen ist in Aufruhr. An diesem Montag wird der Massenmörder Anders Breivik den Richtern vorgeführt, das Land steht vor dem größten Prozess der Nachkriegsgeschichte. Die meisten Bürger wollen nur noch, dass der Alptraum endlich vorbei ist.

    Prozess gegen Anders Breivik: "Wir werden grauenhafte Dinge hören" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Vorsicht: Breivik hat aus seiner Sicht durchaus konsequent gehandelt: Er hat nicht irgendein Asylantenheim angegriffen, sondern die Kinder derer, die in Norwegen für die aus seiner Sicht verfehlte Einwanderung verantwortlich sind. Er hat nicht direkt die gut geschützten Verantwortlichen angegriffen, sondern ihre ungeschützten Kinder. Es wäre besser, wenn genau hingehört würde, was er zu sagen hat, so wie er denken nämlich sicher noch ein paar andere.
  9. #9

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Solche Art von Justiz ist mir tatsächlich suspekt. Was da in mehr als neun Monaten an personellen Ressourcen eingesetzt wurde, kaum zu glauben.
    Ganz einfach.
    Es gibt so etwas wie demokratische und rechtsstaatliche Grundsätze, die jedem aber auch wirklich jedem zustehen.

    Dass Sie das nicht wissen, nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen ist sehr bedauernswert und lässt leider in Bezug auf das intellektuelle Niveau sehr tief blicken.
    Da hat der Mitforst mit dem "Stammtisch" schon nicht unrecht...


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