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Provokation nach Suspendierung: NPD-Trainer zurück bei der Fußballjugend
Er sollte weg sein, doch plötzlich ist er wieder da. Ein wegen NPD-Tätigkeiten suspendierter Trainer ist auf Fotos zu sehen, wie er im kleinen Laucha in Sachsen-Anhalt wieder das Jugend-Fußballtraining leitet. Im Ort gibt man sich entsetzt - über das große Medieninteresse.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,721801,00.html
- #30 08.10.2010 08:29 von Urquhart
- #31 08.10.2010 08:30 von
- #32 08.10.2010 08:32 von
- #33 08.10.2010 08:33 von
... und was ist mit den Linksradikalen?
Auch ich habe absolut nix mit Nazis am Hut, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen. Wenn der Mann nicht vorbestraft ist, muss unsere Demokratie das aushalten. Interessant finde ich das Verhalten der Sportfunktionäre. Vielleicht sollte man die Herren mal an ihre Vergangenheit in der DDR erinnern. Da tummeln sich doch in allen Ost-Verbänden die SED-Altkader. Bestes Beispiel: Der DFB wählt sich demnächst mit dem Thüringer Rainer Milkoreit einen lupenreinen Altkommunisten zum Vizepräsidenten. In dessen Verband wimmelt es von alten Stasi-Zuträgern und wo waren eigentlich die Proteste, als der Drittligist Carl-Zeiss Jena mit Jürgen Raab einen erwiesenen Stasi-Zuträger (der also hemmungslos Kollegen ans Messer geliefert hat) zum Cheftrainer machte. Ne, ne Leute - jeder kehre vor seiner eigenen Tür liebe Sport-Apparatschiks
- #34 08.10.2010 08:34 von
Wo sind wir denn hier?
Sehe ich auch so. Selbst als Konservativer kann ich keine Rechtfertigung dafür finden wie ein zum Teil aus öffentlichen Mitteln finanzierter Sportclub einen Rechtsextremen mit Erziehungsarbeit an Kindern beauftragen kann. Da sollte es entweder keine Fördermittel und keine Teilnahme an Wettkämpfen oder die Weiterbeschäftigung des Trainers geben. Eine Förderung von Vereinen mit Rechtsextremen die Jugendarbeit leisten sollte es aus meiner Sicht auf keinen Fall geben.
Der LSB kann jederzeit durch seine Gremien Mittel entziehen und in seinen Statuten verankern das keine Extremisten gefördert werden. Selbiges muss auch für Linksextreme und Islamisten gelten.
Und das liebe braune Demokratiewächter ist aus meiner Sicht sogar höchst demokratisch! - #35 08.10.2010 08:36 von Paul Bennard
Trainer auf dem rechten Weg
Es ist schon interessant. Kaum wird ein Artikel über Rechte in den neuen Bundesländern geschrieben, erscheinen umgehend Beiträge, dass man ja nicht übertreiben solle, es sei ja noch gar nichts geschehen, sofort würden Hetzartikel geschrieben, jetzt dürfe man noch nicht einmal mehr ehrenamtlich Kinder trainieren, Linksradikale, die gegen den Staat seien würde nichts geschehen, bla, bla, bla ...
Schon erschreckend, dass so viele User und Leser von SPON so erpicht darauf sind NPD-Sympathisanten zu schützen.
Natürlich tritt er nicht in brauner oder schwarzer Uniform auf oder mit Springerstiefeln und Bomberjacke. Er läßt auch nicht marschieren und hetzt sicherlich nicht offen gegen die Demokratie.
Das Ganze wird schon unterschwellig geschehen. Und wenn schon erwachsene User (ich unterstelle Ihnen mal, dass Sie alle erwachsen sind) die gefahr nicht erkennen, wie sollen es dann die Kinder tun???
Es wird schon seinen Grund haben, dass er gesperrt wurde. Und dass er NPD-Sympathisant ist, steht ja wohl auch fest.
Man muss seine Zugehörigkeit nicht immer durch eine Parteimitgliedschaft unter Beweis stellen. Auch die 13,5 % der Protestwähler haben schon eine bedenkliche und demokratiegefährdende Einstellung.
Sicherlich wird die Demokratie auch mit diesem Trainer fertig, aber warum sollen wir unsere Kinder erstmal in Gefahr bringen, sich mit dem rechten Mist anstecken zu lassen.
Letztendlich darf er nicht trainieren und soll es dann auch lassen. - #36 08.10.2010 08:36 von
..
Das Bundesverfassungsgericht in seiner unendlichen Weisheit hat entschieden, das Land darf es - voraussichtlich noch jahrelang - ausbaden.
Die ganzen NPD-Fans hier können sich auf den Parteistatus stützen und haben damit noch nicht mal Unrecht. Das gleiche gilt für den Fussball-Nazi im Trainingsanzug.
Aber in Karlsruhe war man ja überzeugt, dass ohne die V-Leute der Rest des Vereins nicht der kriminelle Abschaum wäre, der er ist. Schläger, Mobber, Menschenhasser, Kriminelle aller Schattierungen....laut BVG eine zuzulassende, demokratische Partei. Wer schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, eine NPD-Demo oder Versammlung zu sehen, weiß was ich meine.
Wir sollten jeden Tag dankbar sein für diese weise Gerichtsbarkeit, die unsere Verfassung so trefflich schützt. - #37 08.10.2010 08:37 von shifter
NPD - demokratisch - na klar...
Vielleicht ist er kein NPD Mitglied um weiter an (grenz-)illegalen Nazi-Veranstaltungen teilnehmen zu können.
Wer dieses Trainerengagement beführtwortet ist sich nicht bewusst, wie einfach Kinder und Jugendliche zu beeinflussen sind. Und bei fast 14% NPD Wählern im Ort kann man sich ja denken wie es bei den Kids daheim aussieht. Da wird bei einigen sicher nicht gegengesteuert. Aber das renne ich wahrscheinlich offene Türen ein: ich denke die meinsten Beführworter fänden es garnicht sooo schlecht wenn ein paar mehr Heranwachsende mit braunen Hosen rumlaufen.
Klar kann man so einen Typen machen lassen - wenn es entsprechende Alternativen gibt. Aber siehe Wahlausgang - da wird nicht viel kommen.
Und natürlich wird der Trainer (in seiner Freizeit eine ganz große Nazi-Nummer) seine politische und idiologische Einstellung nicht (niemals nicht... auf keinen Fall... wie kann man nur auf so eine Idee kommen...) im Training raushängen lassen...
Bei den Leuten die das glauben, frage ich mich wie sie diese heute den Computer anbekommen haben... - #38 08.10.2010 08:37 von
~
Ginge es ausschließlich um Gesetzeskonformität, bräuchten hier viele Dinge gar nicht erst diskutiert zu werden.
Die NPD steht am Rande der Legalität, ist aber (noch) legal, etwas anderes habe ich auch nicht geschrieben.
Ebenso hat man nur dürftige Informationen zu diesem bestimmten Fall, so dass es schwierig ist, sich eine eigene (möglichst objektive) Meinung zu bilden. Eine Meinung ist zur Diskussion aber unerlässlich, da werden sie mir zustimmen? - #39 08.10.2010 08:38 von matula
gezielt
es ist ja nichts neues, dass die NPD sich im Osten ganz gezielt iund intensiv in der Jugendarbeit engagiert und damit die Lücken füllt, die der Staat aus finanziellen Mitteln hinterlässt.
Wenn jetzt auch noch die verbliebenen staatlich geförderten Institutionen (Vereine) unterwandert werden, geh das zu weit.
Und mit Verlaub:
Zunächst mal unterstelle ich, dass die ehrenamtliche Tätigkeit Stratgie ist! damit ist es unglaubwürdig, dass er das trennt.
Die Tatsache wie betont werden muss, dass er das trennt, zeigt ja auch, dass das keine selbstverständlichkeit ist.
Zum anderen ist es gar nicht möglich politische Ideologien rauszuhalten. Ein trainer in einer Kindermannschaftist eine der wichtigsten Bezugspersonen, die selbstverständlich (nebenbei) immer auch Werte, Einstellungen vermittelt und eine Hilfe bei der Beurteilung des Alltags darstellt.
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