Providerhaftung: Der nächste Angriff auf Filehoster und Streaming-Dienste

Nächste Runde im Kampf ums Copyright: Im US-Senat*ist ein Gesetz vorerst gescheitert, das die Sperrung*von Filehostern, Stream- und Cloud-Diensten*erlaubt hätte. Deren Schicksal könnte sich jedoch auch vor Gericht entscheiden - in einem Prozess*von Musikfirmen*gegen MP3.com-Gründer Michael Robertson.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...730432,00.html
  1. #10

    Und die Post?

    Ich fänds schlimm wenn Filehoster wegen den Nutzern angeklagt werden könnten, denn vom Prinzip her machen die nix anderes als die Post. Jemand gibt ein (Daten)Paket auf, Dienstleister lagert(speichert) es, jemand anderes holt es ab.

    Es hat den Anbieter auch nicht zu interessieren was da drin ist, ich habe schon öfter urheberrechtlich geschütztes Material (Fotos) dort ausgetauscht, wenn ich mit Fotografen zusammengearbeitet habe und kein FTP mit ausreichend Kapazität verfügbar war. Und da will ich nicht dass da einer einfach reingucken kann, weil irgendwelche Musikkonzerne meinen dass da MP3s drin sein können. Nicht dass das dann evtl. sogar einer klaut. (mal davon abgesehen dass die Dateien eh ein Passwort haben)

    Und der Post wird sogar gesetzlich vorgeschrieben dass sie die Briefe nicht einfach öffnen darf. Und wenn einer illegales Zeug per Post verschickt wird die auch nicht verklagt, weil sie illegale Handlungen ermöglicht hat.
  2. #11

    Der Piratierie

    ist so nicht beizukommen, da die Technik des Datenaustauschs voranschreitet. In Wirklichkeit gibt es fast nur EINEN Faktor der in der ganzen Sache bestimmend ist. Und das ist der Preis. Solange die DVD oder CD einer aktuellen Produktion ueber 20 Euro kosten bleibt das Problem ungeloest. Der Vergleich "fast kostenlos vom Fernsehen oder Internet Stream aufnehmen z.B. Sky" mit "als DVD kaufen" faellt fuer die DVD sehr schlecht aus. Und bei HD gibts keine Qualitaetsargumente mehr. China loeste es vor ca. 20 Jahren durch die Drohung ein eigenes Videoformat statt DVD einzufuehren (damals war allerdings der Rohlingspreis noch ein Thema). Das hiess glaube ich SVCD. In Folge pressten die Medienkonzerne Filme im SVCD Format auf CD Rohlinge und verkauften diese legal fuer etwas 1/4 des DVD Preises. Schon knickte die Piraterie ein. Also: die Loesung heisst, MusikCDs und Film DVDs/Blue Rays fuer einen Preis von 2-5 USD / Stueck anzubieten (auch als download) und den Herren und Damen Kuenstlern und Schaupielern nicht mehr zig-Millionen Gagen anzubieten sondern ein Honorar, das jeder von uns als fair ansehen kann. Jene, deren CDs eh nicht populaer sind weil nur ein paar hundert verkauft werden, fallen tatsaechlich durch das Sieb und werden nicht umhin koennen das durch live-Auftritte zu kompensieren oder sich auf eine treue Fan-Gemeinde, die fuer Exotika bereit ist viel zu zahlen, zu stuetzen.
  3. #12

    Gegen Titel

    Zitat von gunman Beitrag anzeigen
    Ich hab längst alle mp3s, für die ich mich je interessiert habe. Und das schon seit Napster. Ist halt von Vorteil, wenn man ohne den modernen/aktuellen Musikmüll auskommt.
    Schön, dann ist ja für SIE alles in Ordnung.
  4. #13

    Raubmordkopierer.

    Zitat von hambürger Beitrag anzeigen
    Was soll denn eine "Raubkopie" sein? Ein alberneres Wort habe ich ja noch gehört. Ich google hier schon Stunden durch das UrhG und finde nichts.
    Das heißt Raubmordkopie. Klingt doch viel krimineller.
  5. #14

    ...

    Zitat von mat_1972 Beitrag anzeigen
    Es nervt. Es nervt so dermassen, dass jedesmal, sobald das Thema aufkommt, irgendeiner rumsabbelt: "blablabla, Raubkopie gibts gar nicht blablabla Raub ist mit Androhung von Gewalt blablabla". Meist .....
    Vielleicht nehmen Sie einfach hin, dass das Wort inhaltlicher Unfug ist und eine möglichst drastische Kriminalisierung ausdrücken soll? Genausogut könnte man Vergewaltigungskopierer oder Mordkopierer sagen. Ich genauso schwachsinnig.

    Ich denke man muss nicht jeden Mist mitmachen, den sich ein paar cleverer Lobbyisten haben einfallen lassen.
  6. #15

    die originale mp3.com

    Kennt eigendlich noch jemand die alte mp3.com?
    Wikipedia schon:
    http://de.wikipedia.org/wiki/MP3.com
    "MP3.com war ursprünglich eine reine Tauschbörse für Musikstücke, benannt nach dem Musikformat MP3.
    [...]
    Die Seite war bei unabhängigen Musikern sehr beliebt um ihre Arbeiten zu vermarkten."

    Die Seite wurde vor allem von Künstlern genutzt, um ihre eigenen Lieder zu verkaufen.
    Z.B. hat eine vorher eher unbekannte Band aus meiner Stadt über diese Seite viele Fans in den USA und Kanada bekommen, worauf sie sogar eine Nordamerikatournee starteten (Tears for Beers).

    Hier ein Kommentar eines amerikanischen Fans (last.fm):
    "These guys are amazing - one of the best Celt-Rock bands I've ever heard, even though they are out of Germay - I picked up their live CD back when they were selling through the original mp3.com. Unfortunately their CDs are now pretty much impossible to buy in the US, and they don't ship internationally from their web site :("

    Es gab "illegale" Downloads auf dieser Seite, aber oft waren es Bands, die ihre Publisher nicht um Genehmigung gefragt hatten.
    Vielleicht war es der Musikindustrie damals ein Dorn im Auge, dass Künstler ihre Musik ohne teures Marketing selber an den Mann bringen konnten, ich kann mir sonst nicht erklären, warum dieses erfolgreiche Konzept damals geschlossen wurde.
  7. #16

    yup!

    Zitat von cor Beitrag anzeigen
    Schön, dann ist ja für SIE alles in Ordnung.
    Seh´ ich auch so.
    Trotzdem, läuft "imesh" eigentlich noch?
  8. #17

    Es nervt

    Zitat von mat_1972 Beitrag anzeigen
    Es nervt. Es nervt so dermassen, dass jedesmal, sobald das Thema aufkommt, irgendeiner rumsabbelt: "blablabla, Raubkopie gibts gar nicht blablabla Raub ist mit Androhung von Gewalt blablabla".

    Nimm einfach hin, dass sich das Wort eingebürgert hat. Auch DU wirst es nicht (schon gar nicht mit solchen Orakel-gleichen Postings) ändern können.
    Es nervt tatsächlich, dass ein Journalist, der nicht gerade bei "Bild" arbeitet und angeblich was von der Materie versteht, nicht in der Lage ist, ein noch so kurzes Artikelchen zu verfassen, ohne im dritten Abschnitt auf die Kampfbegriffe einer bestimmten Pressuregroup zu verfallen.

    Die deutsche Sprache, die ein seriöser Journalist halbwegs beherrschen sollte (was auch sonst sollte er beherrschen?), hat genug Wörter und Begriffe, um Sachverhalte auch ohne derartige billige Floskeln darzustellen. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, sollte er einfach was anderes machen. Es lockt immmer noch der Job als Pressesprecher der Musikindustrie. Das ist dann wenigsten ehrlich.

    Natürlich kann man den Gebrauch von Begriffen ändern. Heute schreibt keiner mehr von "Tätern", bloß weil einer gerade mal verhaftet worden ist. Das war vor zwei Jahrzehnten anders. Selbst bei RTL-Krimiserien setzt sich allmählich durch, dass es keine "Durchsuchungsbefehle" mehr gibt, sondern Durchsuchungsbeschlüsse. Sprache und ihr Gebrauch ändern sich dauernd, täglich, stündlich.
  9. #18

    Ich habe ca 300GB nur MP3

    hallo,

    ich hab ca 300GB nur MP3, da sind noch nicht einmal die Filme und Software packete mit dabei.
    ich sehe nicht ein den Musik verlagen Geld zu geben, wenn ich eine Band unterstuetzen will gehe ich auf das Konzert.
    ich finde nichts schlimmes dabei mir alles herunter zu laden. Einmal die Woche check ich was es neue erscheinungen in der Videothek gibt und downloade dann was ich brauche in DVD qualitaet. (Die aufnahmen aus den Kinos sind zu schlecht obwohl die Russen mittlerweile gute machen)

    was man nicht machen sollte ist zu hosten, keine meiner datein sind shared (ich weiss ist gemein).
  10. #19

    Die Zombies der Unterhaltungsindustrie

    die Typen wollen einfach nicht kapieren, dass die Zeit für ihr Geschäftsmodell abgelaufen ist; und offenbar die Eigner auch nicht, sonst hätten sie ihr nutzloses Management schon längst entsorgt.